Die moderne Altbauwohnung als Kapitalanlage

Oliver Koch, COO, FORTIS Group / Foto: © FORTIS Group

Der Traum von den eigenen vier Wänden war selten so stark wie in diesen Zeiten. Bedingt durch Lockdown und/oder Homeoffice setzen sich vermehrt viele Menschen derzeit mit dem Gedanken an ein Eigenheim auseinander. Der Wunsch auf das nach eigenem Geschmack gestaltete Zuhause, wächst in den Köpfen all derjenigen, die nun gezwungenermaßen den kompletten Tag in einer Mietwohnung verbringen. Viele Mieter träumen von einer sanierten Altbauwohnung mit großzügigen Räumen, hohen Stuckdecken und Parkettböden.

Berliner Altbau neues Leben einhauchen

Zu finden sind solche Sehnsuchtsimmobilien unter anderem in Berlin oder auch Potsdam. Die Hauptstadt ist in ihrem Stadtbild von Altbauten geprägt. Der Investitionsbank Berlin zufolge wurden 27 Prozent aller Berliner Wohnungen vor dem Jahr 1918 errichtet – vor allem Gründerzeitimmobilien dominieren das Stadtbild zahlreicher Berliner Kieze. Viele Altbauwohnungen versprühen zwar nostalgischen Charme, allerdings erfüllen sie nicht die heutigen Anforderungen moderner Wohnstandards, die viele Käufer voraussetzen. Oder die Wohnungen sind schlichtweg zu groß: Während Anfang des vergangenen Jahrhunderts der Wohnungsmarkt vom reichen Bürgertum oder von Großfamilien geprägt wurde, die in bis zu sechs Zimmern wohnten, suchen heutzutage vor allem Singles und kinderlose Paare geräumige Zwei- bis Dreizimmerwohnungen.

Vor diesem Hintergrund sind Projektentwickler verstärkt dazu übergegangen, Altbauimmobilien anzukaufen und umfassend zu revitalisieren, um sie dem aktuellen Wohnungsmarkt zuzuführen. Die entsprechenden Wohneinheiten werden nach der Modernisierung entweder von Bewohnern der bisher angemieteten Wohnung käuflich erworben oder aber von Selbstnutzern, die ein eigenes Zuhause suchen. Natürlich finden sich auch private Kapitalanleger unter den Käufern, die auf Substanzwerterhalt oder -steigerung setzen und im Erwerb eine sinnvolle Altersvorsorge sehen.

Stichwort Revitalisierung. Auch wenn der mediale Fokus infolge von COVID-19 ein wenig von den Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes abgerückt ist, handelt es sich dennoch um ein Thema, das noch viele Jahre gesamtgesellschaftlich relevant ist. Beim Immobilienkauf ist daher der ökologische Fußabdruck ein sehr wichtiges Kriterium – gerade für Ersterwerber. Im Segment der Altbauimmobilien gibt es inzwischen Objekte, die energetisch auf Neubauniveau sind. Käufer sollten bei Aspekten wie Fassadendämmung, Zustand der Heizung oder auch beim Wasserverbrauch genau hinschauen.

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