Die genossenschaftliche R+V mit einem dicken Plus

Die Versicherungstöchter der Genossenschafts-Finanzgruppe können im Verbund mit den Partnern in den Volksbanken deutlich zulegen. Das Modell eines Offline- und Online-Service funktioniert bestens.

2016-02-15 (fw/db) In Deutschland stiegen die gebuchten Bruttobeiträge der R+V Versicherung AG, eine Tochter der deutschen Volksbanken-Gruppe, in der Erstversicherung nach einer aktuellen Meldung der Zahlen im Geschäftsjahr 2015 um 5,7 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Das Prämienvolumen der Gruppe erhöhte sich insgesamt um 4,6 Prozent auf 15 Milliarden Euro.

„Mit einem deutlichen Beitragszuwachs in allen Sparten und einem Zugewinn an Kunden (+293.000 auf 8,4 Millionen) und Verträgen (+524.000 auf 24,7 Millionen) haben wir unsere Erfolgsgeschichte fortgesetzt. Grundpfeiler unseres Erfolgs ist und bleibt die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe Volksbanken und Raiffeisenbanken. Als weitere Erfolgsfaktoren haben sich angesichts der unvermindert großen Herausforderungen durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die zunehmenden Regulierungsanforderungen erneut unsere große Finanzstärke und unser hervorragendes Produktportfolio bewährt“, sagt Dr. Friedrich Caspers, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG zum Ergebnis in 2015.

R+V Lebens- und Pensionsversicherungen seien im Vertrieb und bei den Kunden weiter hoch im Kurs. Das zweistellige Neugeschäftsplus von zehn Prozent sei oberhalb des Durchschnitts im Markt. Die betriebliche Altersversorgung und das fondsgebundene Geschäft würden stark nachgefragt

Der gesamte Neubeitrag der R+V Lebens- und Pensionsversicherungen legte im Inland gegenüber dem Vorjahr kräftig um 9,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu. Auf Einmalbeiträge entfielen davon 3,6 Milliarden Euro (+10,4 Prozent), die laufenden Neubeiträge kletterten auf 604 Millionen Euro (+7,3 Prozent). Zuwächse erzielten besonders die betriebliche Altersversorgung mit 1,5 Milliarden Euro (+115,6 Prozent) und das fondsgebundene Geschäft mit 830 Millionen Euro (+43,3 Prozent). Die Einmalbeiträge entfallen zum weitaus größten Teil auf Rentenversicherungen und dienen damit unmittelbar der Altersversorgung.

Umfassendes Lösungsportfolio zahlt sich aus

Die R+V Lebens- und Pensionsversicherer erzielten 2015 im Inland gebuchte Beitragseinnahmen von 7,4 Milliarden Euro und damit ein Plus von 6,4 Prozent. Dazu haben die gebuchten Einmalbeiträge mit 3,6 Milliarden Euro (+10,3 Prozent) beigetragen und die gebuchten laufenden Beiträge mit 3,8 Milliarden Euro (+2,9 Prozent). Das größte Segment ist nach wie vor die klassische private Altersvorsorge mit einem Beitragsvolumen von 2,7 Milliarden Euro.

„Das zeigt, dass die Kunden von einer privaten Lebens- und Rentenversicherung als wichtigem Altersvorsorgebaustein nach wie vor überzeugt sind, und es bestätigt unseren Kurs, neben kapitalmarktorientierten Produkten weiterhin auch Garantieprodukte aktiv anzubieten“, erklärt Dr. Caspers.

In der betrieblichen Altersversorgung hat R+V 2015 mit dem Einstieg in die Klinik-Rente ihre Marktposition als zweitgrößter Altersvorsorgeanbieter von Branchenlösungen weiter gestärkt.

„Mit der klassischen privaten Altersvorsorge und der betrieblichen Altersversorgung sowie dem fondsgebundenen Geschäft, der Index Invest Vorsorge und der Restkreditversicherung bieten wir eine große Produktvielfalt, zu der wir auch weiterhin stehen, weil die Kunden es wollen und wir es können“, so R+V Chef Dr. Caspers.

R+V Krankenversicherung in der PKV erfolgreich

Die R+V Krankenversicherung konnte ihre Prämieneinnahmen 2015 um 9,9 Prozent auf 468 Millionen Euro steigern. Auf die Vollversicherung entfielen davon 235 Millionen Euro (+5,6 Prozent), auf die Zusatzversicherung 233 Millionen Euro (+14,4 Prozent). Die Zahl der bei R+V Krankenversicherten wuchs im Geschäftsjahr um 7,5 Prozent auf rund 821.000, mehr als 761.000 davon in der Zusatzversicherung. Erfolgsgaranten waren hier wieder das R+V-Gesundheitskonzept ELAN und die Pflegetagegelder. Die betriebliche Krankenversicherung PROFIL entwickelte sich durch Verdopplung des Neugeschäftes ebenfalls sehr gut.

Die R+V Schaden-/Unfallversicherung war 2015 in allen Geschäftsbereichen erfolgreich. Mit den bedarfsgerechten Angeboten konnte die Wettbewerbsposition gestärkt werden. Die Bestandsmarke von vier Millionen Fahrzeugen wurde überschritten

Die R+V konnte in der Schaden-/ Unfallversicherung 2015 um 4,3 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro Prämieneinnahmen wachsen. Besonders erfolgreich war dabei die Kfz-Sparte. Der Sektor wuchs bei den versicherten Fahrzeugen um über 133.000 Stück auf mehr als vier Millionen und legte bei den Beiträgen um 4,4 Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro zu.

Positiv entwickelt haben sich auch die Geschäftsbereiche Firmenkunden (+4,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro) und Privatkunden (+7,5 Prozent auf 724 Millionen Euro). Großen Anteil hatten daran die seit Jahren am Markt erfolgreichen R+V-Bündelprodukte. Ebenfalls seinen Wachstumskurs fortgesetzt hat der Geschäftsbereich Banken/Kredit mit einem Prämienplus von 2,2 Prozent auf 425 Millionen Euro.

Aktive Rückversicherung legt zweistellig zu

Die Beitragseinnahmen in der aktiven Rückversicherung haben sich 2015 um 15,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro erhöht. Neben dem organischen Wachstum trugen auch Währungskurseffekte zu diesem Ergebnis bei.

R+V Ausblick für 2016

„Gemeinsam mit unseren Partnern, den Volksbanken und Raiffeisenbanken, werden wir auch in diesem Jahr alle Chancen nutzen, um unseren ertragreichen Wachstumskurs fortzusetzen. Dazu zählt beispielsweise der schrittweise Ausbau des Online-Kanals, mit dem wir unseren Kunden ein zusätzliches Plus an Service bieten werden. Mit ihrer breiten und leistungsstarken Produktpalette und ihrer großen Finanzkraft ist R+V auch im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bestens gerüstet“, ist Dr. Caspers überzeugt.

Dietmar Braun