Die differenzierte Welt der Beratungssoftware – Update

Software ist in der Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche zu einem der größten Erfolgsfaktoren geworden.

Diese Artikelserie hat das Ziel, Ihnen eine neutrale und möglichst vollständige Marktübersicht bereitzustellen sowie konkrete Entscheidungshilfen bei der Auswahl der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Softwarepakete anzubieten. Die Artikelserie beschäftigt sich mit Marktübersichten, Test- und Praxisberichten und ist unter www.finanzwelt.de/software für Sie zugänglich.

Beratungssoftware im Wandel der Zeit.

Beratungssoftware beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Ermittlung des Kundenbedarfs. Dies geschieht durch die Analyse und Auswertung der Kundendaten. Sie unterstützt idealerweise auch noch bei der Entwicklung des Lösungskonzeptes. Häufig ist die Beratungsdokumentation eine weitere Funktion. Neben einer systematischen Vorgehensweise unterstützt gute Beratungssoftware die Beratungsqualität und hilft dabei, Beratungen haftungssicherer zu gestalten.

FinTechs und Vergleichsportale.

Die aktuelle Marktsituation, die Flut von FinTechs und Vergleichsportalen für Endkunden, empfinden die einen Marktteilnehmer als Gefahr und die anderen als Chance. Die Ansprüche der Endkunden haben sich verändert. Mit einem Versicherungsvergleich alleine überzeugt man heute keinen Kunden mehr. Die Frage ist: Wie differenzieren Sie sich als Berater? Wie können Sie Ihre wichtige und anspruchsvolle Dienstleistung so darstellen und durchführen, dass Sie Ihren Kunden dauerhaft überzeugen und begeistern? Ein Teil dieser Antwort ist eine professionelle Arbeitsweise mit Beratungssoftware.

Wir unterscheiden bei der Beratungssoftware grundsätzlich drei Kategorien mit verschiedenen Ausprägungen:

  • Beratungstools
    Die Ausprägungen können verschiedene Beratungsthemen (z. B.: Altersvorsorge, Arbeitskraft, Krankenversicherung), Zielgruppen (z. B.: Privatkunden, Gewerbetreibende, Kapitalanleger, junge Familien), Produkte (z. B.: bAV, Pflege, Unfall) oder Anlässe (z. B.: Erben/Verschenken, Baufinanzierung) sein. Beratungstools sind auch zum Teil für mobile Endgeräte verfügbar – sicherlich ein wachsender Markt.
  • Analysesoftware
    Die Ausprägungen sind grundsätzliche Beratungsansätze (z. B.: ganzheitliche Beratung, Vorsorgeberatung, Risikoanalysen), Zielgruppen (z. B.: Privatkunden, Gewerbetreibende, Freiberufler) oder Produkte (z. B.: BU, PKV, Investmentfonds). Analysesoftware beinhaltet immer mehrere Beratungsthemen.
  • Vergleichs- und Angebotssoftware
    Hier ist die Ausprägung die Produktart (z. B.: Kfz, KVV, Leben, Strom), die Einsatztiefe (z. B.: Preisvergleiche, Leistungsvergleiche, Dokumentenerzeugung von beispielsweise Anträgen oder Angeboten, Online-Abschlüsse und Übermittlung der Daten zum Produktgeber) und das Spektrum (z. B. nur ein Versicherer, ein Auszug, Marktvergleich).

Die folgenden Marktübersichten basieren auf der aktuellen Studie der Hochschule Fresenius in Köln aus dem Zeitraum 11/2014 bis 03/2015. Teilgenommen haben insgesamt 226 Versicherungsmakler und Finanzdienstleister.

Softwarebezeichnung
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*) Dieser Wert entspricht nicht dem Marktanteil. Er stellt nur das prozentuale Verhältnis zwischen den getroffenen Auswahlen wieder. Darüber hinaus waren Mehrfachnennungen möglich.

Die folgende Grafik zeigt die grundsätzliche Entscheidung zum Thema Beratungstools und Analysesoftware der Studienteilnehmer.

Es handelte sich dabei überwiegend um Inhaber (85,3 %). Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich. 40 % (2014: 33 %) der Befragten haben ihre Beratungssoftware in einer Liste von Anbietern wiederfinden können; 42 % (2014: 28 %) setzen hingegen andere Produkte ein. 18 % (2014: 27 %) der Befragten benutzen Beratungssoftware, die ihnen von ihren Vertriebspartnern zur Verfügung gestellt wird. Die Zahl ist gegenüber der Vorjahresstudie deutlich gesunken.

Versicherungsunternehmen
Welche Software aus Ihrer Sicht die richtige bzw. passende ist, hängt sehr von der jeweiligen Aufgabenstellung ab. Der grundsätzliche Beratungsansatz und der aktuelle Beratungsanlass spielen dabei eine zentrale Rolle. Jede Beratungssoftware muss im ersten Schritt mit Daten gefüttert werden. Diese Daten dienen dann als Grundlage für Berechnungen oder Produktvergleiche. Kein Mensch möchte sich in der heutigen Zeit mit lästigen Mehrfachdatenerfassungen beschäftigen. Aus diesem Grund sind hier Funktionen und Schnittstellen gefragt. Pfiffig wurde das z. B. in der JCP SUITE gelöst. Mit einer App kann der Berater Kundendaten spielerisch erfassen, Beitragsrechnungen und Policen einfach abfotografieren und im Büro nacharbeiten oder nacharbeiten lassen. Ein Maklervertrag kann ebenfalls direkt in der App unterschrieben werden.

Beispiele
Info
Beratungssoftware lässt sich aus dem täglichen Leben eines Versicherungsmaklers oder Finanzberaters nicht mehr wegdenken. Falls Sie auf der Suche nach einer Beratungssoftware sind, dann schauen Sie einfach in unser Softwareportal (www.finanzwelt.de/software) rein. Dort finden Sie ein umfassendes Register von Softwareherstellern. Das Online-Angebot richtet sich an Anwender und Softwarehersteller. Bewerten Sie die Produkte Ihrer Softwarehersteller einfach und helfen Sie Ihren Kollegen bei ihren Entscheidungen. Kritik und Anregungen richten Sie bitte an software@finanzwelt.de.

Falls Sie sich als Softwarehersteller noch nicht kostenlos registriert haben, dann sollten Sie dies schnell nachholen auf www.finanzwelt.de/software.

Printausgabe 01/2016