Die Basisrente – warum eigentlich?

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Warum findet man fast nur negative Bewertungen über die Basisrente, auch als Rürup-Rente bekannt?

(fw/ah) Die Basisrente, auch als Rürup-Rente bekannt, kämpft gegen ihr schlechtes Image. So finden sich im Internet kaum aktuelle Meldungen und diese beschäftigen sich vor allem mit den Nachteilen dieses Rentenmodells.

Falsche Erwartungen

Der Grund für die Kritik an der Basisrente sind falsche Erwartungen. So wird die Rürup-Rente ständig mit einer Kapitalmarktanlage verglichen. Diesem Vergleich kann sie jedoch niemals stand halten. „Ja, es stimmt. Die Basisrente muss überdacht werden”, so Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). „Aber nicht das Produkt an sich, son-dern ihr Verkaufsansatz.” Denn es ist Aufgabe der Berater, die allgemeine Meinung zu widerlegen, die Basisrente sei nicht sinnvoll. Auch wenn dieser Aspekt in Vergessenheit geraten ist, so sichert doch die Basisrente ebenso das Langzeitlebensrisiko wie die gesetzliche Rente. Dazu ist weder ein Aktienfonds noch ein Auszahlplan in der Lage. Obwohl die Basisrente zwar deutlich hinter ihren Verkaufszahlen zurück bleibt, betont das IVFP immer wieder, dass sie ein ideales Vorsorgeprodukt ist. So eignet sie sich eben nicht nur für Selbstständige, sondern auch für Besserverdiener, sie kann gerade jetzt ein echtes Steuersparmodell (also sogar Rendite!) für die Generation 50plus sein. Im Jahr 2016 können 82% der Beiträge steuerlich abgesetzt werden, jährlich steigend. „Der positive Steuer-Zins-Effekt, als Differenz zwischen Steuerentlastung des Beitrags und Renten-besteuerung, gilt immer noch und wird immer besser”, betont Frank Nobis.

Was wurde im aktuellen Basisrenten-Rating untersucht?

Auch in der Basisrente macht sich ein Verschieben in den Kapitalanlagestrategien bemerk-bar. Bedingt durch den niedrigen Zins entwickeln die Versicherungsunternehmen neue Pro-dukte für ihr Portfolio. Die Anzahl klassischer Produkte nimmt ab, andere Konzepte (z.B. Index) kommen hinzu. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat in diesem Jahr 112 Tarife von 53 Anbietern auf 81 Kriterien hin untersucht. Das Gesamtergebnis setzt sich aus der Summe der vier Teil-bereiche Unternehmensqualität (35 Prozent), Rendite (35 Prozent), Flexibilität (20 Prozent) und Transparenz/Service (10 Prozent) zusammen. Die Einteilung erfolgte in die Kategorien klassisch, fondsgebunden mit (fmB) und fondsgebunden ohne Beitragserhaltsgarantie (foB) sowie Index. www.ivp.de