DIA fordert flexiblen Renteneintritt

Nach Meinung des DIA soll jeder selbst entscheiden, wann er in Rente gehen möchte / Foto: ©Thomas Reimer fotolia.com

Derzeit beträgt das Renteneintrittsalter in Deutschland 63 Jahre. Aufgrund des demographischen Wandels diskutiert die Politik seit Jahren eine Erhöhung auf bis zu 70 Jahre. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) bringt nun einen neuen Vorschlag ein: Das fixe gesetzliche Renteneintrittsalter solle durch einen Alterskorridor ersetzt werden, in dem jeder selbst über seinen Rentenbeginn entscheiden kann. Wer früher in Ruhestand gehe, erhalte dann auch weniger Rente als jemand, der später aus dem Arbeitsleben ausscheidet.

„Anstatt sich in politische Grabenkämpfe über das richtige Rentenalter zu begeben, sollten die politischen Parteien über ein Konzept des Übergangs von der Erwerbsphase in die Rentenzeit nachdenken, dass unserer veränderten Lebenswelt entspricht“, fordert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. „Ein flexibler Alterskorridor mit einer vom Renteneintritt abhängigen Rentenhöhe wäre eine konsequente Weiterentwicklung des schon bestehenden Systems der Zu- und Abschläge in der gesetzlichen Rentenversicherung.“ Nach Meinung des DIA gibt dieses System den Menschen viel mehr Freiheit für eine selbst verantwortete Lebensgestaltung. Es soll 2030 in Kraft treten, wenn die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 beendet ist.

„Ob der Korridor bei 60 oder 62 Jahren beginnt und bei 69 oder 70 endet, ist dann erst einmal nebensächlich. Entscheidend ist der Umstieg auf ein System, dass der geänderten Lebenswirklichkeit, die keine starren Erwerbsbiografien mehr kennt, entspricht“, fügt Morgenstern hinzu. „Mit der Flexi-Rente wurde in der ablaufenden Legislaturperiode ein erster Schritt unternommen. Daran sollte nun angeknüpft werden.“ (ahu)

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