Deutschland einig Sparerland

23.10.2018

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Trotz der niedrigen Zinsen erfreut sich Sparen bei den Deutschen nach wie vor hoher Beliebtheit – und wird das wohl auch in Zukunft tun. Ein wesentlicher Grund dürfte sein, dass Sparen nicht als Verzicht empfunden wird. Finanzielle Risiken gehen die Sparer nur ungern ein. Das macht eine aktuelle Umfrage deutlich.

Nächsten Dienstag ist Weltspartag. Doch macht es in Zeiten quasi nicht mehr existenter Zinsen überhaupt noch Sinn, monatlich Geld auf die Seite zu legen? Ja, sagen 64 % der Befragten in einer Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag von Union Investment. Sie glauben, dass das Sparen trotz der niedrigen Zinsen weiterhin ein Instrument sei, um sich in zehn Jahren etwas leisten zu können. „Passend zum Weltspartag zeigen die Zahlen, dass die Menschen auch ohne Zinseszins weiter vom Sinn des Sparens überzeugt sind. Das Erfreuliche daran ist, dass dies über alle Einkommens- und Altersgruppen hinweg gilt. Sparen liegt nach wie vor im Trend“, kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment, die Ergebnisse.

Erstaunlich: Obwohl die Generation der 18- bis 24-jährigen nur wenig Bezug zu einer Hochzinsphase haben dürfte, sind 70 % dieser Altersgruppe davon überzeugt, dass Sparen nach wie vor noch sinnvoll ist. „Es ist schon bemerkenswert, dass der Nutzen des Sparens gerade auch von jüngeren Menschen im Niedrigzinsumfeld nicht angezweifelt wird“, so Gay weiter

Wer wenig hat, spart mehr

Bei den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro liegt der Anteil der Nichtsparer mit 56 % höher als bei Befragten mit höherem Einkommen. Doch die Sparer mit niedrigem Einkommen sparen im Verhältnis mehr als diejenigen mit höherem Einkommen. So legen Sparer mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro im Schnitt 14 % ihres Einkommens beiseite, 34 % sparen sogar Monat für Monat Geld. Die Sparquote bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 4.000 Euro liegt hingegen nur bei 11 %. Wenig überraschend steigt mit steigendem Einkommen der Anteil derjenigen, die monatlich sparen, kontinuierlich an.

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