Deutsche verbringen ihren Urlaub bevorzugt zu Hause

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Die wirtschaftliche Schieflage unseres Landes lässt die Bürger nicht unbeeindruckt. Die Bevölkerung spart und das vermehrt bei zusätzlichen Ausgaben, wie beispielsweise Urlaubsreisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung des Umfrageinstituts USUMA bei über 1000 Personen im Auftrag des Finanzdienstleisters Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

(fw/ah) Ferienzeit, Reisezeit. Kilometerlange Staus auf den Autobahnen sind vorprogrammiert. Nichts wie raus aus dem Trott, sagen sich viele Arbeitnehmer. Doch bei den Urlaubsausgaben hinterlässt die wirtschaftliche Situation in Deutschland ihre Spuren. Sich für eine Erholungsreise zu verschulden, kommt für die Deutschen nicht in Betracht. Rund 60 Prozent der Bundesbürger geben an, ihren Urlaub aus dem laufenden Einkommen zu bestreiten. Ein Drittel der Befragten greift auf die eigenen Ersparnisse zurück, um sich den Traum vom Urlaub zu erfüllen.

Ein detaillierterer Blick kommt zu dem Befund, dass von den Urlaubern im Alter zwischen 45 und 65 Jahren deutlich weniger auf ihr Erspartes zurückgreifen. Jüngere Arbeitnehmer in der Alterskohorte der 18- bis 24-Jährigen müssen jedoch ganz gezielt auf den eigenen Urlaub hin sparen.

Unterschiede lassen sich auch im Ost-West-Vergleich feststellen. Ostdeutsche präferieren den Urlaub innerhalb Deutschlands. Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung zeigen auch, dass dem Kriterium der “Bildung” eine wesentliche Rolle zukommt. Befragte mit höherer Bildung machen generell häufiger Urlaub als Befragte mit Hauptschulabschluss. Dies könnte neben weiteren persönlichen Faktoren insbesondere auf die Einkommensverhältnisse zurückzuführen sein.

“Urlaub auf Balkonien” steht im Trend dieses Jahres ganz weit oben. Rund 40 Prozent der Erwachsenen fahren laut DVAG in diesem Jahr gar nicht in den Urlaub.

Angaben zur Methode der Befragung: In der Zeit vom 21. – 24. Juni 2010 wurden im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) von der USUMA GmbH Berlin 1011 Erwachsene telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz beträgt bei Ergebnissen von 50 % plus/minus 3 Prozentpunkte.

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