Deutsche mögen safer Online-Shopping

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Deshalb bezahlen die Deutschen beim Online-Shopping am liebsten über Drittanbieter. Ansonsten genießt die Hausbank bei Finanzangelegenheiten (noch) Vertrauen.

Wenn es um die Bezahlung beim Online-Shopping geht, greifen die Deutschen gerne auf Drittanbieter. So gaben in einer ING-Umfrage, die in 13 europäischen Ländern sowie in Australien und den USA durchgeführt wurde, 48 % der befragten Deutschen an, dass sie beim Online-Shopping gerne per Paypal bezahlen. Lediglich in Australien (52 %) und Italien (49 %) ist die ehemalige eBay-Tochter noch beliebter. Lediglich 22 % der Deutschen bezahlen beim Online-Shopping, indem sie ihre Konto- oder Kartendaten hinterlegen. Andere Bezahlmethoden spielen nur eine untergeordnete Rolle. 70 % der Bezahlungen im Online-Shopping entfallen mittlerweile auf Drittanbieter wie PayPal. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, die deutschen Verbraucher grundsätzlich skeptisch gegenüber neuen Technologien im Finanzbereich sind. So müssen die Online-Shopper bei derartigen Zahlungen nur einem einzigen Dienstleister vertrauen und sich keine Gedanken machen, ob die persönlichen Daten bei den zahlreichen kleinen Online-Shops sicher sind.

Bezahlen per Facecook? Nein, danke!

Etwa jeder dritte Deutsche ist bei Facebook und gibt dort mehr oder weniger viel Privates von sich preis. Doch als Bezahlmethode wollen die Deutschen das soziale Netzwerk lieber nicht nutzen – was wohl auch besonders mit dem Datenskandal zusammenhängt, der zum Zeitpunkt der Studie publik wurde. Entsprechend wurde Facebook am häufigsten als der Anbieter genannt, über den die Umfrageteilnehmer auf keinen Fall eine Zahlung durchführen möchten, egal ob online oder im Geschäft. Die Deutschen sind dabei sogar noch skeptischer als viele ihrer europäischen Mitbürger: Während im europäischen Durchschnitt 52 % eine Bezahlung via Facebook kategorisch ausschließen, waren es in Deutschland sogar 58 %.

Deutsche shoppen gern online

Die Frage, wie man am besten beim Online-Shopping bezahlt, stellt sich für die Deutschen sehr häufig. So gaben 32 % der Umfrageteilnehmer hierzulande an, dass sie mindestens ein Mal pro Woche online einkaufen. Lediglich bei den Amerikaner (36 %) und Briten (40 %) sind es noch mehr. Der tatsächliche Anteil in der Bevölkerung könnte möglicherweise etwas unter diesen Werten liegen, denn die Umfrage wurde online durchgeführt, sodass von einer hohen Internetaffinität der Befragten ausgegangen werden kann.

Hausbank genießt immer (noch) Vertrauen

Trotz der hohen Affinität der Deutschen zu Drittanbietern beim Online-Shopping, verlassen sich die meisten in Finanzangelegenheiten allein auf ihre Hausbank. So gaben 54 % der Befragten an, dass sie regelmäßige Finanzdienste nur bei ihrer Hausbank tätigen. Drittanbieter spielen vor allem im Bereich der Überweisung eine Rolle. Etwas mehr als jeder vierte Befragte gab an, dass er binnen Jahresfrist einen derartigen Service eines Drittanbieters genutzt hat. 15 % nutzten Drittanbieter im Bereich der Geldanlage, 13 % für sogenannte Peer-to-Peer-Zahlungen an Freunde oder Verwandte.

Auch wenn die „klassische“ Hausbank bei den deutschen Verbrauchern also immer noch hohes Ansehen genießt, sollten sich die etablierten Banken nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. So nimmt der Anteil derjenigen, die ausschließlich auf die Hausbank setzen, mit zunehmendem Alter ab. Lediglich 33 % der Deutschen unter 35 Jahre setzt in Finanzdingen ausschließlich auf die Hausbank. Damit zeigen sich die Deutschen sogar „moderner“ als ihre europäischen Nachbarn, wo 44 % in Finanzangelegenheiten ausschließlich auf die Hausbank setzen. (ahu)

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