Deutsche Bank: Zufriedenheit, aber keine Euphorie

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Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal mit 1,2 Milliarden Euro etwas mehr verdient als erwartet. Eine der wichtigsten Sparten, das Investmentbanking, ist aber problembehaftet. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

(fw/ah) Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2010 einen Gewinn nach Steuern von 1,2 Milliarden Euro erzielt, nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Vor Steuern lag der Quartalsgewinn bei 1,5 Milliarden Euro, was verglichen mit dem Wert des Vorjahresquartals von 1,3 Milliarden Euro ein Plus von 16 Prozent bedeutet. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,75 Euro, nach 1,64 Euro im zweiten Quartal 2009. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern lag bei 15 Prozent. Nach Zielgrößendefinition, die wesentliche Gewinne und Kosten nicht berücksichtigt, betrug sie 13 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2010 erzielte die Bank einen Gewinn nach Steuern von 2,9 Milliarden Euro, nach 2,3 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2009. Der Gewinn vor Steuern summierte sich im ersten Halbjahr auf 4,3 Milliarden Euro, nach 3,1 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum 2009. Das Ergebnis je Aktie betrug 4,35 Euro, verglichen mit 3,53 Euro in den ersten sechs Monaten 2009. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern betrug 22 Prozent nach 19 Prozent im Vorjahreszeitraum. Nach Zielgrößendefinition lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 21 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent im ersten Halbjahr 2009.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, sagte: “In einem Quartal, das von erhöhter Unsicherheit der Investoren und höherer Marktvolatilität geprägt wurde, konnte sich auch unser Investment Banking dem branchenweiten Trend zu schwächerer Profitabilität nicht entziehen. Dessen ungeachtet hat der Bereich weiter Marktanteile gewonnen und dabei seine strikte Risiko- und Bilanzdisziplin bewahrt. Die Bereiche Private Clients and Asset Management (PCAM) und Global Transaction Banking (GTB) erzielten ein sehr solides Ergebnis und zeigten zum Teil eine verbesserte Profitabilität. Unser Unternehmensbereich Private & Business Clients erreichte das beste Quartalsergebnis seit dem Höhepunkt der Finanzkrise. Auch hierin zeigt sich die Stärke unserer diversifizierten Geschäftsstruktur.”