Deshalb liegt bei Fonds der Gewinn im Einkauf

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Die Kosten spielen bei Fonds eine entscheidende Rolle für die Performance. Dies wird durch eine aktuelle Studie bestätigt. Bei Investments liegt der Gewinn also oftmals im Einkauf.

Kostentransparenz schaffen: Aus diesem Grund müssen Anbieter von Finanzprodukten ab sofort allen Kunden den sogenannten Ex-post-Kostenausweis zustellen. Damit knüpft die Ex-post-Kostentransparenz an die seit Anfang vergangenen Jahres verpflichtende Ex-ante-Kostentransparenz an. Demnach sind Banken, Fondsgesellschaften etc. verpflichtet, ihre Kunden über alle Kosten und Nebenkosten im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen und dem jeweiligen Finanzinstrument zu informieren.

Wie die Kosten in Deutschland zugelassender Investmentfonds tatsächlich aussehen und welche Auswirkungen diese auf die Anlagebereitschaf und den Wettbewerb haben, hat die Studie „Fondskosten – der Schlüssel einer erfolgreichen Fondsauswahl?“ untersucht, die vom Unternehmensberater Bernd Baur (bbconsulting) gemeinsam mit dem Petersmann Institut für den unabhängigen Finanzberater herausgebracht hat. Im Fokus steht herauszuarbeiten, inwieweit die Qualität der Fonds, gemessen anhand der Wertentwicklung und der Kosten, nachhaltig ist oder nur eine Momentaufnahme darstellt. Die öffentlich zugängliche Datenbank von Moringstar mit einer Konzentration auf die für Privatkunden in Euro aufgelegten Fonds bildete die Basis für die Studie. Aus dieser werden mehr als 20.000 Fonds und knapp 3.500 ETFs ausgewählt.

Unterdurchschnittliche Kosten, überdurchschnittliche Performance

Anleger, die einen Fonds mit unterdurchschnittlichen Kosten bevorzugten, haben laut der Untersuchung eine deutlich größere Chance, eine über dem Durchschnitt der Peergroup des Produkts liegende Performance zu erzielen. Weder die Anlageklasse noch die Fondskategorie, für die sich der Anleger im Vorfeld entschieden hat, spielen dabei eine Rolle. „Es ist offensichtlich, dass die Höhe der Kosten, die einem Fonds belastet werden, nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt, sondern auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Portfoliomanagements überschattet. Fondsmanager, deren Fondskosten deutlich über dem Durchschnitt lagen, konnten in der Vergangenheit diesen Rucksack über ein aktives Management nicht mehr wettmachen. Darum gilt wie im ganzen Wirtschaftsleben: Der Gewinn eines Investments liegt im Einkauf“, stellt Autor Bernd Baur heraus.

Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: Laut der Studie kostete ein weltweit investierter Aktienfonds zwischen Februar 2018 und Februar 2019 für Privatanleger durchschnittlich 1,5 % jährlich, ein ETF lag bei 0,31 %. Fonds, deren Kosten über dem Durchschnitt lagen, haben in der Fünf-Jahres-Betrachtung nur zu einem Anteil von knapp 28 % eine Mehrrendite gegenüber der Peergroup erzielt. Fonds mit unterdurchschnittlichen Kosten hingegen haben dies zu fast 85 % geschafft.

„Die Studie zeigt, wie Anleger und Berater durch eine kostenorientierte Auswahl der eingesetzten Investmentfonds erhebliche Mehrwerte erzielen können. Daher fördern wir als Partner diese Studie sehr gerne, um zu zeigen, wie sich Anlageerfolge gerade für Privatanleger forcieren lassen“, sagt Hartmut Petersmann, Gründer und Geschäftsführer des Petersmann Instituts. Die Studie „Fondskosten – der Schlüssel einer erfolgreichen Fondsauswahl?“ ist unter www.petersmann-institut.de/das-institut/mediacenter/studien.html kostenlos erhältlich. (ahu)