Der Zweitmarkt boomt

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Sowohl die Anzahl als auch das Volumen der Abschlüsse auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds sind im ersten Quartal 2016 deutlich höher als in den letzten drei Monaten 2017. Dies zeigt der aktuelle Marktbericht der Deutsche Zweitmarkt AG, die den öffentlichen sichtbaren Handel in den Sparten Immobilie, Schiff und Sonstige Assets erfasste.

So lag das Nominalkapital zwischen Januar und März bei 86,92 Mio. Euro, 47,5 Prozent mehr als zwischen Oktober und Dezember 2016. Mit 46,34 Mio. Euro lag die Summe der Kaufpreise mehr als 30 Prozent über dem Wert des Schlussquartals 2016. Hier schlug besonders der signifikante Anstieg der Kaufpreissumme im Bereich der Immobilienfonds zu Buche. Ebenfalls gestiegen sind die Durchschnittskurse der Schiffsfonds, die 14 Prozent über dem Vorquartal lagen. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen hinweg lag im ersten Quartal 2017 bei 53,31 Prozent. Mit knapp über 2.000 Abschlüsse wurden in den ersten drei Monaten diesen Jahres fast ein Viertel mehr Transaktionen getätigt wie in den letzten drei Monaten des letzten Jahres. Der größte Umsatzanteil entfällt auf Immobilienfonds, die für 70 Prozent des Gesamtumsatzes sorgten. Die sonstigen Assets machten 17 und die Schiffsfonds 13 Prozent aus. Auch diese Anlageklassen konnten deutlich zulegen und ihre Anlagesummen stiegen um 30 bzw. 37 Prozent.

Die deutsche Zweitmarkt AG startete mit einem Nominalumsatz von 18,21 Mio. Euro und einem Kaufpreis von 9,6 Mio. in das neue Jahr. Erstmals liegt der Umsatzanteil der gehandelten Sonstigen Assets mit mehr als 23 Prozent vor den Schiffsfonds, die 21 Prozent Umsatz ausmachten. 

Für Jan-Peter Schmidt, Vorstand der DZAG, bestätigt der Zweitmarkt mit diesem starken ersten Quartal, dass das gute Jahresergebnis 2016 kein Zufall war: „Vor allem bei deutschen Immobilienfondsanteilen ist die Nachfrage auf Käuferseite weiterhin hoch. Während die Bedeutung der sonstigen Assetklassen stetig wächst, geht die Nachfrage nach Schiffsfonds – trotz manch positiver Quartale – kontinuierlich zurück. Wir richten unseren Blick daher bereits auf weitere Finanzanlagen und prüfen unter anderem die Umsetzung eines börslich überwachten Zweitmarkt-Handelsplatzes für Direktinvestments.“ (ahu)

www.deutsche-zweitmarkt.de