Der “sicherere Hafen im Mittelmeer”

Der Hafen von Palma de Mallorca / Foto: © Hans Wolfgang Jargst - stock.adobe.com

Laut dem berühmten genuesischen Admiral Andrea Doria sind Juli, August und die menorcinische Hauptstadt Mahon die besten Häfen im Mittelmeer. Für Immobilieninvestoren erweist sich hingegen Menorcas berühmte Nachbarinsel Mallorca als sicherer Hafen.

So ruhig wie in den letzten Wochen war es wohl schon lange nicht mehr auf Mallorca: Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Insulaner bislang unter sich. Dies wird sich aber bald ändern. Ab 1. Juli ist die Baleareninsel wieder ohne Reiseeinschränkungen für internationale Besucher geöffnet – sehr zur Freude von Florian Hofer, Geschäftsführer von Engel & Völkers auf den Balearen: „Die Entscheidung der spanischen Regierung setzt ein positives Signal für den Ferienimmobilienmarkt. Seit 2012 machen internationale Käufer durchschnittlich 43 % am umgesetzten Immobilientransaktionsvolumen auf den Balearen aus. Ein Fünftel des gesamten Bruttoinlandsprodukts der Balearen geht allein auf den Immobiliensektor zurück, was unsere Branche direkt nach dem Tourismus zum zweitwichtigsten Wirtschaftsfaktor macht.“

Pandemie tut Nachfrage keinen Abbruch

Trotz der Corona-Pandemie ist das Interesse an Wohnimmobilien auf Mallorca nicht zurückgegangen und auch die wochenlange Ausgangsperre hat den Markt nicht zum Erliegen gebracht: So wurden mithilfe von bevollmächtigten und gesetzlichen Vertretern Objekttransaktionen vollzogen. Seitdem am 15. März die strenge Ausgangssperre in Spanien hat Engel und Völker auf Mallorca ein Transaktionsvolumen von 63,3 Mio. Euro umgesetzt. Der durchschnittliche Verkaufspreis in diesem Jahr lag mit 1,8 Mio. Euro um 200.000 Euro über dem Vorjahreswert. „Wir sind zuversichtlich, dass sich das Immobiliengeschäft mit dem Start der Sommersaison weiter positiv entwickeln wird. In den kommenden Monaten werden vor allem im Premium- und Neubausegement Nachholeffekte zu verzeichnen sein. Seit dem Lockdown konnten wir an unseren Standorten im Südwesten neue Top-Objekte im Wert von 22,4 Millionen Euro optionieren“, erklärt Hans Lenz, Geschäftsführer von Engel & Völkers Mallorca Südwest.

Auftrieb für Online-Beratung

Dass trotz der Ausgangssperre der Immobilienmarkt nicht zum Erliegen kam, hängt vor allem mit der Nutzung von Online-Angeboten zusammen. So hat Engel & Völkers bereits sehr früh in die Entwicklung digitaler Tools und IT-Produkte investiert. Dies hat sich in der Corona-Pandemie jetzt ausgezahlt. „Während des Lockdowns konnten wir unseren Kunden über Live Video Besichtigungen und virtuelle 360-Grad-Touren eine Objektbegehung ermöglichen. Das Feedback unserer Kunden aus dem europäischen Ausland war hierzu sehr positiv“, berichtet Florian Hofer. „Wir erwarten, dass wir mit dem Einsatz digitaler Tools zukünftig erfolgreiche Immobilienabschlüsse realisieren können.“  Eine Vielzahl von internationalen Interessenten habe für Juli bereits persönliche Besichtigungstermine auf der Insel zugesagt.

Weiterhin gefragt

Aufgrund der aktuellen Lagen schätzen Käufer und Mieter vor allem großflächige Anwesen in Alleinlage mit weitläufigem Blick Tramuntana-Gebirge oder das Mittelmeer. Ebenfalls hoch im Kurs bei Interessenten stehen Neubauimmobilien mit erstklassiger Ausstattung.

„Viele unserer Kunden verfolgen weiterhin ihr langfristiges Investmentvorhaben in unserer Region und warten darauf, bis die Grenzen ab 01. Juli wieder geöffnet sind, um eine Immobilie zu erwerben. Die Balearen haben sich schon immer als sicherer Hafen im Mittelmeer erwiesen. Wenn die Krise zu Ende ist, wird sich der hohe mallorquinische Lebensstandard in Kombination mit der ausgezeichneten Sicherheitslage und dem hervorragenden Gesundheitssystem einmal mehr manifestieren“, resümiert Florian Hofer. (ahu)