Der nächste Tiefpunkt ist erreicht

Mirjam Mohr, Vorständing der Interhyp AG / Foto: © Interhyp

Die durchschnittlichen Zinssätze für Immobilienkredite sind weiter gesunken und haben das Allzeittief von Herbst 2016 unterschritten. Das geht aus einer Untersuchung von Interhyp hervor. Immobilienkäufer sollten aber dennoch nichts überstürzen.

Baufinanzierer müssen im Schnitt für zehnjährige Darlehen 1,06 % Zinsen zahlen, 0,05 Prozentpunkte weniger als beim bisherigen Tiefstand im Herbst 2016. Laut Interhyp-Zins-Chart liegen Bestkonditionen sogar bei gerade einmal 0,8 %. Als Gründe für die gesunkenen Baufinanzierungszinsen nennt Interhyp das Wiederaufflammen des Handelskonflikts und der ungelöste Brexit, wodurch die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen weiterhin hoch sei und deren Renditen damit weiter sinken. Zu einem weiteren Absinken der Renditen von Bundesanleihen hat auch der Ausgang der Europawahl beigetragen. Auch die grundsätzlich niedrige Zinserwartung der Marktteilnehmer sowie die von der EZB weiterhin betriebene Politik des billigen Geldes haben zusätzlich dazu beigetragen, dass Baufinanzierer sich noch nie so günstig Geld leihen konnten.

Mirjam Mohr rät Baufinanzierern trotz dieser paradiesischen Zinsumstände nicht in Euphorie zu verfallen. „Interessenten sollten dennoch besonnen finanzieren. Die Zinsersparnis sollte nicht für eine möglichst hohe Darlehenssumme genutzt werden, sondern besser für einen zügigen Schuldenabbau“, so die Vorständin der Interhyp AG. „Auch im Allzeittief gilt es, den Immobilienerwerb nicht zu überstürzen und das Budget sehr genau zu kalkulieren“. So sollten Immobilienkäufer auch immer genug Puffer zum für unvorhergesehene Ausgaben berücksichtigen. Um sich das Zinsniveau für einen längeren Zeitraum zu sichern, rät Interhyp zudem zu längeren Zinsbindungen. (ahu)

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