Denkzettel für die großen Parteien

25.09.2017

Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity Germany Fund / Foto: © Fidelity

Es sind die kleinen Parteien, die gestärkt aus der Bundestagswahl hervorgehen. „Die Deutschlandwahl ist zwar ein Denkzettel für die beiden großen Volksparteien. Aber sie wird langfristig keine negativen Marktreaktionen auslösen. Kurzfristige Schwankungen sind eher Kaufgelegenheiten“, so Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund.

In den letzten Jahren gab es keine großen Reformen. Im Falle einer Jamaika-Koalition könnte hier neuer Schwung entstehen. Für welche Wirtschaftsbereiche das positiv oder negativ wäre, hängt davon ab, welche Forderungen die kleinen Koalitionsparteien umsetzen können. Allerdings ist die CDU/CSU gut dreimal so stark wie die drei kleinen Parteien. Selbst bei dem damals wesentlich stärkeren Regierungspartner SPD hatte die CDU/CSU ihre Ideen in den vergangenen Jahren sehr häufig durchgesetzt. „Ich gehe davon aus, dass die stabile und solide, aber eher reformarme Politik mit wenigen Wachstumsimpulsen zugunsten eines ausgeglichenen Staatshaushalts fortgesetzt wird. Die deutschen Unternehmen werden sich damit wie bisher gut arrangieren. Anleger sollten aber Unternehmen meiden, die ein besonders positives Wirtschaftsumfeld brauchen, um sich gut zu entwickeln“, so von Engelbrechten.

Kolumne von Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund