Deka teilt 155 Mio. Euro an Anteilseigner aus

Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank

Die Deka-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2015 ein Wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 610,6 Mio. Euro erzielt. Damit wurde der gute Vorjahreswert noch einmal um 12,8 Prozent übertroffen.

(fw/rm) Das Wirtschaftliche Ergebnis ist die zentrale Steuerungs- und Erfolgsgröße der Deka-Gruppe. Es beinhaltet neben dem IFRS-Ergebnis vor Steuern und der Veränderung der Neubewertungsrücklage vor Steuern insbesondere auch das zins- und währungsinduzierte Bewertungsergebnis aus dem originären Kredit- und Emissionsgeschäft, die nach den Vorschriften der IFRS nicht GuV-wirksam zu erfassen sind, jedoch für die Beurteilung der Ertragslage relevant sind. Ebenso wird der direkt im Eigenkapital erfasste Zinsaufwand der AT1-Anleihe (Additional Tier 1 Capital) im Wirtschaftlichen Ergebnis berücksichtigt. An die Anteilseigner wurden erneut 155 Mio. Euro ausgeschüttet. Die Dividendenrendite liegt bei 3,5 Prozent. Das harte Kernkapital ohne Übergangsregeln (fully loaded) stieg von 3.295 Mio. Euro per Ende 2014 auf 3.866 Mio. Euro, die harte Kernkapitalquote von 11,8 Prozent auf 12,4 Prozent. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern verbesserten sich auf 14,8 Prozent. Die Nettovertriebsleistung der Deka-Gruppe nahm nochmals um fast 50 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro zu. Davon entfallen 10,2 Mrd. Euro auf das Retailgeschäft, das fast doppelt so hoch ausfiel wie im Vorjahr . Im Geschäft mit institutionellen Kunden lag der Nettoabsatz bei 9,3 Mrd. Euro (8,0 Mrd. Die Total Assets der Deka-Gruppe erhöhten sich im Berichtszeitraum um 8,9 Prozent auf 240 Mrd. Euro per 31.12.2015. Die Nettovertriebsleistung und die Total Assets beinhalten die Größen, die für das Wirtschaftliche Ergebnis ausschlaggebend sind. Diese Daten sind nicht mit den vom BVI veröffentlichten Kennzahlen Fondsvermögen und Nettomittelaufkommen vergleichbar. Die Nettovertriebsleistung und die Total Assets umfassen das gesamte Retail- sowie institutionelle Fonds- und Zertifikategeschäft inklusive Masterfonds und ETFs der Deka-Gruppe. „2015 war ein gutes Wertpapierjahr. Unsere Asset Management- und Kapitalmarktaktivitäten haben sich in diesem Marktumfeld erfreulich entwickelt. Unsere klare strategische Ausrichtung als Wertpapierhaus der Sparkassen hat sich bewährt“, sagt Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank. Die Erträge der Deka-Gruppe stiegen um 5,8 Prozent auf 1.524 Mio. Euro. Das Zinsergebnis lag mit 182,7 Mio. Euro erwartungsgemäß unter dem des Vorjahres. Dagegen stieg das Provisionsergebnis aufgrund der höheren Total Assets um 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Es hatte damit erneut den größten Anteil an den Erträgen. Der gesamte Risikovorsorgebedarf lag bei -79,5 Mio. Euro. Davon entfielen -65,2 Mio. Euro auf das Kreditgeschäft. Die Risikovorsorge auf Wertpapiere belief sich auf -14,3 Mio. Euro. Das Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen erhöhte sich trotz der schwierigen Marktbedingungen um 4,8 Prozent auf 292,9 Mio. Euro. Die Risikovorsorge auf Wertpapiere der Kategorien Loans and Receivables und Held to Maturity beträgt -14,3 Mio. Euro. Die Aufwendungen der Deka-Gruppe stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an: um 1,6 Prozent auf 913,5 Mio. Euro. Dies lag unter anderem an einer höheren Bankenabgabe sowie einem höheren Regelbeitrag zur Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen. Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 61,3 Prozent im Vorjahr auf 57,7 Prozent.

Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)2015 Mio. Euro2014 Mio. EuroVeränderung in Prozent
Summe Erträge1.524,11.440,2+5,8
  Zinsergebnis182,7325,8-43,9
  Risikovorsorge-79,5-22,4<-300
  Provisionsergebnis1.111,01.010,4+10,0
  Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen292,9279,6+4,8
Summe Aufwendungen913,5899,1+1,6
  davon Bankenabgabe34,826,9+29,4
Wirtschaftliches Ergebnis610,6541,1+12,8
Nettovertriebsleistung19.50513.169+48,1

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