DAX: Anleger ziehen die Köpfe ein

Christian Henke

Die Börsianer mögen eines überhaupt nicht und das sind Unsicherheiten. Und Donald Trump als neuer US-Präsident sorgt zurzeit für gehörige Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten. Angesichts dessen hatten sich gestern die Anleger hierzulande vom Frankfurter Börsenparkett zurückgezogen. Für den deutschen Leitindex ging es deutlich gen Süden.

Ausblick

Heute ist die Zahl an Konjunkturnachrichten recht überschaubar. Interessant könnten die heimischen Erzeugerdaten des Produzierenden Gewerbes sein. Des Weiteren werden der DAX-Konzern Münchener Rück, das Technologie-Unternehmen Jenoptik sowie aus dem Nebenwerte-Index der Maschinenbau-Konzern GEA Group ihre Quartalsberichte vorlegen.

Charttechnik

Der DAX musste gestern die Unterstützungszone bei 11.646/11.696 Punkten den Bären überlassen. Somit könnte es weiter abwärts bis zur nächsten charttechnischen Verteidigungsbastion bei 11.401/11.484 Zählern gehen. Allerdings könnten dann die Marktteilnehmer eine solche Korrektur zum Einstieg nutzen.

Der Euro befindet sich momentan in einer Seitwärtsphase. Nach oben verhindert der Widerstand bei 1,08 USD ein weiteres Voranschreiten. Gen Süden sichert die waagerechte Unterstützung bei 1,07 USD ab.

Dem Goldpreis gelang erst kürzlich die Rückkehr in den Abwärtstrendkanal. Allerdings könnte die fallende gewichtete 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 1.232 USD dem Edelmetall Probleme bereiten bzw. die derzeitige Erholung beenden.

Zur Stunde sehen wir den DAX bei 11.493 Punkten und somit weiter auf dem Rückzug. Der Euro verteidigt momentan die Marke bei 1,07 USD. Auch Gold büßt aktuell leicht an Wert ein.

Marktkommentar von Christian Henke, IG