Das sind die besten Rürup-Renten

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Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat die besten Rürup-Renten des Jahres 2018 ermittelt. Vor allem für Selbständige bieten diese eine Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.

Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bezeichnet es als besorgniserregend, dass viele Selbständige zu wenig für das Alter vorsorgen. Grund hierfür ist häufig eine schwierige finanzielle Lage. Um dies zu ändern hat im Jahr 2012 die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige geplant, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Dennoch ist das Thema nicht vollständig vom Tisch. So hat die aktuelle Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag Regelungen für eine neue Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen festgehalten, die nicht bereits anderweitig obligatorisch abgesichert sind, bspw. in berufsständischen Versorgungswerken. Das IVFP bezeichnet diesen Schritt als „dringend notwendig“ und verweist auf die stagnierende Zahl von Basisrentenverträgen.

„Es wird immer deutlicher, dass bei der Bevölkerung ein immenser Beratungsbedarf für die Zeit nach der Erwerbsphase besteht. Es gilt, diese immer länger werdende Phase sinnvoll zu planen“, so Frank Nobis. So würde das Alter weder von einem auf den andern Tag kommen noch würde mit dem Berufsleben die aufregende Phase des Lebens enden. So beziehen die Menschen heute im Schnitt fast 20 Jahre Rente vom Staat und ältere Menschen sind heute wesentlich aktiver und fitter als früher – jedoch können sie die damit verbundenen Möglichkeiten wie z.B. Reisen nur dann ausleben, wenn sie über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen.

Basis-Rente kann finanzielle Sicherheit bringen

Bezieher der Basisrente, nach ihrem „Erfinder“ auch „Rürup-Rente“ genannt, die vor dem Jahr 2040 in Ruhestand gehen, müssen nur einen Teil ihrer Basisrente mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. In diesem Jahr liegt die Quote bei 78 %. Diese steigt dann in jedem Jahr um zwei Prozentpunkte an, sodass die Rente im Jahr 2040 vollumfänglich versteuert werden muss. Auf der anderen Seite steigt der Steuervorteil auf der Beitragsseite ebenfalls jährlich um zwei Prozentpunkte. Aktuell können Beiträge zur Basisrente in Höhe von 86 % des Höchstbetrages von 23.172 Euro (47.424 Euro bei Verheirateten) als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Durch die sogenannte „Rürup-Treppe“ steigt diese steuerliche Wirksamkeit jedes Jahr an, bis im Jahr 2025 100 % erreicht werden. Mit einer Fondspolice können die Steuervorteile zusätzlich mit höheren Renditechancen kombiniert werden.

Um Vermittlern einen Überblick über die besten Angebote am Markt zu geben, hat das IVFP 97 Tarife von 40 Anbietern anhand von 71 Kriterien untersucht. Das Gesamtergebnis setzt sich aus den vier Teilbereichen Unternehmensqualität, Rendite (je 35 %) Flexibilität (20 %) und Transparenz/ Service (10 %) zusammen. Die Einteilung erfolgte in den Kategorien klassisch, Klassik Plus, fondsgebunden mit und ohne Garantien, Comfort Plus und Index.

Die Ergebnisse des Ratings stehen hier zur Verfügung. (ahu)

www.ivfp.de