Das richtige „Dach“

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Das Jahr 2015 hat für viele Vermittler bedauerlicherweise den Begriff „Haftung“ erlebbar gemacht. Dieser Aspekt, der vor der großen, durch die EU-Vorgaben ausgelösten Regulierungswelle in der Vermittlerschaft viel zu wenig präsent war, drängt sich zunehmend in den Vordergrund.

Haftungsdächer füllen für den Vermittler und Berater eine wichtige Lücke – sie schirmen ihn einerseits in seinem Geschäft von Haftungsaspekten ab und geben ihm andererseits in der Regel umfangreiche Vertriebs- und Dokumentationstools an die Seite. Richtig ist, dass der jeweilige Vermittler einen Teil seiner bisherigen Autonomie in der Auswahl von Produkten und in der Art und Weise des Beratungs- und Dokumentationsprozesses abgibt. Dennoch stellt sich die Frage, ob er nicht fallweise der Gewinner dieses Interessenausgleichs sein könnte.

Die Frage, ob es für einen Vermittler oder Berater sinnvoll ist, sich einem bestimmten Haftungsdach anzuschließen, lässt sich nur individuell beantworten. In die Entscheidung sollten vom Vermittler Erwägungen über seinen aktuellen Kundenkreis, die Anteile von Sachwertinvestments, Versicherung, Direktinvestments und Investmentfonds in seinem aktuellen und seinem zukünftig geplanten Umsatz einfließen und damit die Auswahl passender Haftungsdächer erleichtern.

Wer passt zu Ihnen, wer kann Ihnen weitestgehend genau das Umfeld bieten, das Sie für Ihren ganz eigenen Businessplan benötigen? Was passiert, sollten Sie und Ihr Wunsch-Haftungsdach einmal auseinandergehen? Was passiert mit den Kunden, was mit etwaigen Beständen, was mit etwaigen Stornoreserven? Um nur einige von vielen Fragen zu nennen. Die führenden Haftungsdächer haben in diesen Aspekten eine erfreulich offene und vermittlerfreundliche Kommunikation geschaffen, die es jedem interessierten Vermittler leicht macht, die Entscheidung für das eine oder das andere Haftungsdach zu treffen. (cs)

Printausgabe 01/2016

https://finanzwelt.de/wp-content/uploads/Haftungsdachnavigator_2016.pdf