Das Hoch hält an

Auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt geht es weiter heiß her / Foto: © viperagp - stock.adobe.com

Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland boomt weiter. Trotz steigenden Angebots kann die Nachfrage nicht gedeckt werden. Auch Regionen außerhalb der großen Metropolen rücken damit immer mehr in den Fokus von Investoren. Das geht aus dem dritten Wohnungsmarktbericht hervor, den die ZBI Immobilien Gruppe zusammen mit der apollo valuation & research GmbH – Partner der NAI apollo Gruppe veröffentlicht hat.

Sowohl nationale als auch internationale Investoren sind weiterhin stark an deutschen Wohnimmobilien interessiert. „Der Transaktionsmarkt für Wohnportfolios in Deutschland schloss das Jahr 2018 mit einem Umsatz von 18,6 Milliarden Euro ab und realisierte damit das zweitbeste je von uns erfasste Ergebnis“, erklärt Stefan Mergen, Geschäftsführender Gesellschafter der apollo valuation & research GmbH. Für Investoren bieten sich Investitionsmöglichkeiten in der gesamten Bundesrepublik. „Wir sehen dabei insbesondere in den sogenannten B- bis D-Standorten noch erhebliche Chancen“, so Thomas Wirtz (FRICS), Vorstand der ZBI Immobilien AG. „Bis auf wenige Ausnahmen weisen alle untersuchten Standorte interessante Investitionsmöglichkeiten auf.“

Die Studie untersuchte neben den Wohnungsmärkten der sieben A-Standorte weitere 50 Städte ohne Metropolcharakter. Diese verteilen sich auf 6 B-Standorte, 15 C-Standorte und 29 D-Standorte. Alle B- und C- Standorte sowie eine großer Teil der D-Städte folgen dem Trend der Top-Märkte mit einem steigenden Ungleichgewicht zwischen Wohnraumnachfrage und Angebot.

Angebotsseitig verstärkten sich in den vergangenen Jahren die Bestrebungen, ein entsprechendes Wohnraumangebot bereitzustellen. So lag in den betrachteten sieben A-Städten das Plus der Wohnungsfertigstellungen im Jahr 2017 (durch Neu- und Umbau im Wohn- und Nichtwohnbau) gegenüber dem Jahr 2012 bei 82,7 %. Dennoch bleiben die Neubauaktivitäten weiterhin hinter dem Bedarf zurück. Dies ist in nahezu nicht mehr vorhandenen Leerständen erkennbar. Auch die untersuchten B- und C-Städte zeigen einen zum Teil bereits kritisch niedrigen Leerstand. In den D-Standorten ist das freie Wohnraumangebot zwar noch größer, welches in der Mehrzahl aber ebenfalls abnimmt.

Diese Entwicklungen spiegeln sich in den Miet- und Kaufpreisentwicklungen für Wohnraum wieder. Die höchsten Mieten und Preise werden unverändert in den A-Märkten erzielt. Bei den letztjährigen Veränderungen weist eine Vielzahl der Städte unterhalb der Metropolen aber mittlerweile eine höhere Steigerungsquote auf. „Es zeigt sich, dass auch in Städten ohne Metropolcharakter attraktive Investitionen möglich sind. Entscheidend für den letztlichen Erfolg sind hier genaue Kenntnisse der Situation vor Ort sowie eine sorgfältige Auswahl und Bewertung der Objekte“, resümiert Dirk Meißner, Vorstandsvorsitzender der ZBI Fondsmanagement AG. (ahu)

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