Cybergefahren wachsen – und verändern sich

Foto: © mokee81 - stock.adobe.com

Das Gefahrenpotenzial, das die Digitalisierung mit sich bringt, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Mit Vorsicht ließe sich aber vieles in dieser Hinsicht vermeiden. Gleichzeitig treten immer mehr neue Gefahren auf.

Immer mehr Versicherte erleben die Schattenseiten der digitalen Welt. So zeigt der Cyber Claims Report des Spezialversicherers Hiscox, dass die Anzahl der Schäden, die Cyberversicherungen gemeldet wurden, seit 2013 um mehr als 1.700 % gestiegen sind. Hierbei muss zwar berücksichtigt werden, dass die Anzahl der Cyberschäden im Jahr 2013 noch sehr gering war und die Ausgangsbasis entsprechend klein. Dennoch macht der Anstieg deutlich, dass Cybergefahren deutlich auf dem Vormarsch sind – und sich Unternehmen und Privatpersonen dagegen absichern sollten.

Gerade der Mensch ist im Bereich der Cybersicherheit ein merklicher Unsicherheitsfaktor. So werden mehr als zwei Drittel aller Cyberschäden in Unternehmen von Mitarbeitern verursacht, bspw. in dem diese auf schädliche Mails klicken oder diese anderweitig zu nachlässig sind. Diese Nachlässigkeiten haben laut dem Hiscox-Bericht aber nur in jedem fünften Fall den Missbrauch oder den Verlust persönlicher Daten zur Folge.

Ransomware größte Gefahrenquelle

23 % aller Hiscox im Jahr 2017 weltweit gemeldeten Cyberschäden gingen auf das Konto von Ransomware, also Schadprogramme, bei denen persönliche Daten des Nutzers verschlüsselt werden und diese erst nach Zahlung eines Lösegeld wieder freigegeben werden. Somit war Ransomware, wie im Vorjahr, auch 2017 der häufigste Grund für Cyberschäden. Zweihäufigster Grund waren Hackerangriff, die für 20 % aller von Hiscox versicherten Schäden verantwortlich waren. Der dritthäufigste Schadensfall war der Verlust oder Missbrauch von Daten (16 %).

Ist Crytojacking die nächste Bedrohung?

Der Hiscox-Report erfasst aber nicht nur die Schäden aus der Vergangenheit, sondern wirft auch einen Blick auf mögliche Cybergefahren in der Zukunft. Gerade die Beliebtheit der rasante Kursantieg des Bitcoin hat zum Jahresende eine kriminelle Aktivität deutlich ansteigen lassen: Cryptojacking. Dabei kapern Kriminelle des Browser des Endanwenders, um dessen Computer für das Schürfen digitaler Währungen zu missbrauchen. Allein im letzten Quartal 2017 stieg die Zahl solcher Fälle um schwindelerregende 8.500 %! (ahu)

www.hiscox.de