Commerzbank trotz Umbau mit positivem Ergebnis

Die Commerzbank kann mit den Zahlen des vergangenen Jahres durchaus zufrieden sein / Foto: © goir -stock.adobe.com

Die Commerzbank hat im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlich geringeren Konzernüberschuss erwirtschaftet als im Vorjahr. Grund hierfür sind vor allem Restrukturierungsmaßnahmen. 2018 werden diese aber nicht mehr nötig sein. Die Strategie „Commerzbank 4.0“ erweist sich als erfolgreich. Für dieses Jahr ist die Ausschüttung einer Dividende geplant.

Die Commerzbank hat heute ihren Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Darin werden die am 8. Februar kommunizierten vorläufigen Zahlen bestätigt. So belief sich das Operative Ergebnis des Konzerns im Jahr 2017 auf 1,303 Mrd. Euro. Trotz Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro war das den Aktionären zurechenbare Ergebnis mit 156 Mio. Euro positiv. Der Einzelabschluss der Commerzbank AG weist nach den Vorschriften des HGB einen Jahresüberschuss von 176 Mio. Euro aus, deutlich weniger als im Vorjahr, als ein Jahresüberschuss von 1,494 Mrd. Euro erzielt wurde. Im Jahresüberschuss 2017 ist die Bedienung sämtlicher gewinnabhängiger Kapitalinstrumente der Commerzbank AG berücksichtigt. Der Bilanzgewinn 2017 soll vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt werden.

“Insgesamt verlief die operative Geschäftsentwicklung 2017 auf Konzernebene trotz des laufenden Umbaus ordentlich. Die Erträge vor Risikovorsorge verringerten sich auf 9,2 Milliarden Euro. Bereinigt um positive Einmalerträge und Bewertungseffekte stiegen die Erträge vor Risikovorsorge jedoch und lagen mit 8,6 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahr. Die Verwaltungsaufwendungen wurden 2017 leicht auf 7,1 Milliarden Euro gesenkt. Das Operative Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2017 mit 1,3 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Im Berichtsjahr setzte sich die positive Entwicklung unserer Kapitalbasis weiter fort. Die harte Kernkapitalquote lag per Ende Dezember bei 14,1 %, nach 12,3 % im Jahr zuvor. Damit ist die Kapitalausstattung komfortabel und wir liegen deutlich über allen geltenden regulatorischen Anforderungen. Unsere Risikokosten sind durch die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie die Qualität unseres Kreditbuches weiterhin niedrig, was sich in der sehr niedrigen Quote für Problemkredite von lediglich 1,3 % widerspiegelt”, so Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

Zuwachs bei Privat- und Unternehmenskunden

Die Commerzbank hat im Berichtsjahr 2017 im Segment Privat- und Unternehmenskunden mehr als 500.000 neue Kunden und mehr als 38 Mrd. Euro an Vermögenswerten hinzugewonnen. Das Neugeschäft mit Baufinanzierungen stieg um ca. 3 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro. Ebenfalls gut entwickelt hat sich die polnische Tochter mBank, die seit Jahresbeginn netto ca. 290.000 neue Kunden gewinnen konnte.

Digitalisierung als Ergänzung

Die Bank betreibt nunmehr das Konsumentenkreditgeschäft auf einer eigenen Plattform. Dennoch machen auch bei der Commerzbank die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung die persönliche Beratung nicht überflüssig. So teilte die Bank mit, sich bewusst dafür entschieden zu haben, in das digitale und persönliche Angebot für Kunden zu investieren. „Die Filialen bleiben dabei ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie“, so die Commerzbank in ihrer Pressemitteilung.

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