CFD-Handel rückläufig

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Die Entwicklung des deutschen CFD-Marktes war im vergangen Jahr von der Überlegung der BaFin geprägt, CFDs mit Nachschusspflicht zu verbieten. So hat sich zwar die Anzahl der CFD-Konten in Deutschland bis Ende des abgelaufenen Jahres auf 173.587 erhöht, 37 % mehr als im Vorjahr. Dennoch gingen sowohl Handelsvolumen auch die Zahl der getätigten Transaktionen zurück.

Gehandeltes Volumen: 1.847 Mrd. EUR

Laut den aktuellen Marktzahlen des deutschen CFD-Verbandes, der ca. 80 % des Gesamtmarktes repräsentiert, wurden im letzten Jahr 68,6 Mio. CFD-Transaktionen mit einem Volumen von 1.847 Mrd. Euro getätigt, 6 % weniger als 2015. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen lag bei 26.938 Euro. Die große Mehrheit, nämlich 90 % der gehandelten Basiswerte, waren Aktienindizes. Deutlich abgeschlagen folgen Devisen mit 6,6 % und Rohstoffe mit 2,4 %. Aktien spielen mit 0,4 % genauso wenig eine Rolle wie Renten mit 0,3 %. Gegenüber dem Vorjahr änderten sich die Präferenzen der Anleger nur minimal. Wie im Vorjahr hatte der Dax das meist gehandelte Volumen bei den Basiswerten.

Anlegerschutz- und Regulierungsstandards in Deutschland

Der CFD-Verband teilte außerdem mit, die Bestrebungen der BaFin zur Kenntnis genommen zu haben und etwaige Maßnahmen zum Schutz von Privatanlegern zu unterstützen. Aus seiner Sicht sollte der Fokus der Anstrengungen insbesondere auf einer besseren Kontrolle von Anbietern liegen, die zwar bislang CFD-Produkte in Deutschland vertreiben durften, aber weder über eine BaFin-Lizenz verfügen, noch von der BaFin reguliert werden. Außerdem empfiehlt der Verband eine differenziertere Betrachtung der Beschränkung von Nachschusspflichten sowie einzelner Kundengruppen. (ahu)

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