Die Schwaben lieben eigene vier Wände

2015-08-06 (fw/db) „Schaffe, schaffe, Häusle baue und nicht nach den Mädel schauen“, so ein Motto der Schwaben. Eine aktuelle Studie über die Schwaben-Metropole Stuttgart zeigt, ersteres stimmt, das mit den Mädchen wird sich nach den Schulferien auf dem Cannstatter Wasen zeigen.

Die Region Stuttgart genießt wegen der hohen wirtschaftlichen Dynamik eine starke Anziehungskraft. Die Wertschätzung hat ihren Preis. Die Nachfrage nach Wohnraum steigt seit Jahren kontinuierlich, und damit die Kaufsummen für Immobilien und Mieten.                  

Anzeichen für eine Beruhigung bei der Preisentwicklung im Wohnungsmarkt sehen die Einwohner der Region überwiegend nicht: 80 Prozent erwarten, dass die Immobilienpreise in den kommenden fünf Jahren weiter steigen. Jeder Vierte rechnet sogar mit deutlichen Aufschlägen von mehr als zehn Prozent, sechs von zehn Einwohnern gehen von einem Anstieg von bis zu zehn Prozent aus.

Dennoch ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden in der Region Stuttgart ungebrochen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Studie von TNS-Infratest zum Immobilienmarkt der Region Stuttgart im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Dazu wurden Bewohner ab 18 Jahren der Landeshauptstadt sowie der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr befragt.

Derzeit planen 13 Prozent der Einwohner in der Region Stuttgart in den nächsten Jahren eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus zu erwerben. Das sind deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt mit sechs Prozent.

In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg selbst ist der Wunsch nach Eigentum noch größer:

Fast jeder vierte Stuttgarter (23 Prozent), der in der sechstgrößten deutschen Stadt heute noch zur Miete wohnt, plant den Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie. 2013 gaben bei einer TNS-Befragung nur 17 Prozent der Stuttgarter an, ihr Geld in den kommenden Jahren in eine Immobilie investieren zu wollen.

Starke Nachfrage nach Objekten bis 250.000 Euro

Das insgesamt hohe Preisniveau ist für 49 Prozent der Befragten kein Hinderungsgrund für einen Immobilien-Kauf. Fast ebenso hoch ist allerdings der Anteil derjenigen (47 Prozent), für die sich der Kauf einer Immobilie nicht mehr realisieren lässt.

Immerhin jeder zehnte Einwohner (12 Prozent) der schwäbischen Metropolregion ist bereit, für eine Immobilie mehr als eine halbe Millionen Euro anzulegen.

Vier von zehn potenziellen Immobilienkäufern in der Region Stuttgart wären bereit, für ihre Wunschimmobilie zwischen 250.000 bis unter 500.000 Euro zu investieren. Nahezu 50 Prozent – und damit die Mehrzahl der Befragten – würden für die eigenen vier Wände jedoch nur bis zu 250.000 Euro aufbringen wollen oder können.

In Stuttgart selbst ist die Nachfrage nach günstigen Immobilien in der Preisklasse bis 150.000 Euro mit 24 Prozent größer als im Umland (7 Prozent). Den Erwerb von Haus- oder Grundbesitz als Kapitalanlage zieht trotz des Niedrigzinsniveaus nur eine Minderheit von vier Prozent der Bürger in der Region Stuttgart in Betracht.

Gute Infrastruktur ist entscheidendes Kriterium bei der Standortwahl

Für neun von zehn Einwohnern der Region Stuttgart stehen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf an der Spitze der Rangliste der wichtigen Kriterien für eine neue Immobilie. 75 Prozent der Bürger in der Region Stuttgart wünschen sich zudem eine energetisch sanierte Immobilie. Weitere gefragte Kriterien sind eine ruhige Lage am Stadtrand (72 Prozent) sowie die Nähe zu Ärzten, Krankenhaus und Apotheken (66 Prozent).

Die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ist für 63 Prozent der Befragten in der Region wichtig. Für die Stuttgarter hingegen ist dieses Merkmal entscheidender: Bei ihnen steht dieser Punkt mit 76 Prozent der Nennungen auf Platz zwei.

Immobilienangebote, die den demografischen Wandel oder gesundheitliche Beeinträchtigungen berücksichtigen, sind für die Menschen in der Region Stuttgart von großer Bedeutung: Mit 59 Prozent der Nennungen stehen Ausstattungsmerkmale wie eine altersgerechte Bauweise und Barrierefreiheit auf Rang sechs der Wunschliste.

Nur wenige planen den Verkauf von Immobilie oder Grundbesitz

Dass der Markt auf absehbare Zeit eng bleiben wird, davon ist die Mehrheit der Befragten überzeugt. Rund neun von zehn erwarten auch zukünftig ein knappes Angebot günstiger Immobilien in Ballungszentren. Die Lage wird noch dadurch verschärft, dass keine Erleichterungen auf der Angebotsseite zu erwarten sind. Nur sieben Prozent der Immobilien- und Grundbesitzer in der Region Stuttgart planen in den kommenden fünf Jahren den Verkauf eines Hauses, einer Eigentumswohnung oder eines Baugrundstücks.

„Unsere Umfrage zeigt: Der Kauf einer Immobilie ist angesichts der niedrigen Zinsen und erwarteten Wertsteigerungen für viele Menschen in der Region Stuttgart sehr attraktiv. Die Nachfrage ist da, jetzt geht es darum, das Angebot hochzufahren“, sagt Bernd Hertweck, Vorstandschef der Wüstenrot Bausparkasse AG. Hier seien kreative Lösungen gefragt.

„Dazu zählen innerstädtische Entwicklungsprojekte zur Umnutzung von Bestandsgebäuden oder die Revitalisierung von Brachflächen“, ergänzt Alexander Heinzmann, Geschäftsführer der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH.       

Dietmar Braun

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Wölbern Invest: Anleger sollen über Portfolioverkauf entscheiden

(fw/kb) Der geplante Verkaufsprozess des Portfolios erfordert die schriftliche Zustimmung von 75 Prozent der Anleger der jeweiligen Fonds bis zum 14. Juni. Die Abstimmung ist allerdings nur rechtskräftig, wenn sich mindestens 25 Prozent des Fondskapitals im Wege des Umlaufverfahrens beteiligen.

Auslöser für diese Maßnahme sind nach Angaben des Unternehmens die „deutlich veränderten Rahmenbedingungen", die es Fondsanbietern insbesondere im Privatanlegerbereich nicht mehr ermöglichen würden , die ursprünglich zu erwartenden Renditen für Anleger zu realisieren. „Unsere Analyse hat ergeben, dass unter diesen Voraussetzungen ein Verkauf des Portfolios deutlich attraktiver ist als die Fortführung. Das gilt letztlich für alle Fonds. So ist in Holland kurzfristig keine Erholung zu erwarten, während in derzeit stabilen Märkten wie Deutschland oder Österreich mittelfristig mit einer Eintrübung gerechnet wird", sagte Thomas Kühl, Generalbevollmächtigter Wölbern Invest.

Das Emissionshaus hat nach eigenen Angaben seit 1993 97 Fonds mit einem Investitionsvolumen von 3,8 Milliarden Euro initiiert.

www.woelbern-invest.de

KVG der BVT verpflichtet sich zu nachhaltigem Investieren

Seit 2006 fördern die Vereinten Nationen (UN) Prinzipien für verantwortliches Investieren – Principles for Responsible Investment, kurz PRI. Die UN PRI sind die größte Initiative zur Implementierung, Verfolgung und Überwachung dieser Prinzipien weltweit. Insbesondere...