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fairvesta zu Gast bei Euro-Diskussion

(fw/kb) Veranstalter waren der Wirtschaftsbund Salzburg und die Deutsche Gesellschaft für Finanz- und Haushaltspolitik e.V. Die Diskussion stand unter der Fragestellung: "Der Euro und die Finanzkrise - wohin entwickelt sich Europa?". Dabei waren neben Knoll der österreichische Nationalratsabgeordnete Konrad Steindl (ÖVP), Professor Dr. Max Otte (Autor des Buches "Der Crash kommt"), der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU), Imre Juhasz (ungarisches Wirtschaftsministerium) und der Wirtschaftsjournalist Tom Rohrböck.

Bis Ende 2011 hat fairvesta nach eigenen Angaben elf Fonds mit einem Zeichnungsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro platziert und realisiert.

www.fairvesta.de

Union Investment erweitert Portfolio

In der Wachstumsregion Rhein-Main erweitert die Union Investment Real Estate GmbH ihr Immobilienportfolio. In der Nähe von Frankfurt haben die Hamburger Investmentmanager ein weiteres Logistikobjekt erworben. Die 14.871 m² Mietfläche umfassende Immobilie ergänzt das...

Buss Capital: Nachzahlung für Anleger

(fw/kb) Der Gesamtrückfluss des Fonds beläuft sich damit auf 185,7 Prozent. Das sind rund 41,4 Prozentpunkte mehr als die ursprünglich kalkulierten 144,3 Prozent und sieben Prozentpunkte mehr als im Mai 2011 angekündigt. Hintergrund ist laut Buss Capital, dass der Erlös aus dem Containerportfolio höher lag als beim Verkauf prognostiziert. Der Fonds hatte sein rund 172.000 TEU umfassendes Containerportfolio für rund 167 Millionen US-Dollar an eine Tochtergesellschaft des Containervermieters Textainer verkauft. Außerdem fiel die abschließende Steuerzahlung in Singapur laut Buss Capital niedriger aus als geplant.

Bislang hat das Emissionshaus nach eigenen Angaben 30 Publikumsfonds und Privatplatzierungen aufgelegt, in die 26.000 Anleger 790 Millionen Euro investiert haben. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 2,3 Milliarden Euro.

www.buss-capital.de

PROJECT vermeldt vollständigen Verkauf in Hamburg

PROJECT Immobilien hat den Verkauf eines Bauvorhabens im Hamburger Bezirk Eimsbüttel erfolgreich abgeschlossen. Die Pipeline an der Elbe ist aber nach wie vor gefüllt. Am nordwestlichen Stadtrand Hamburgs, im Stadtteil Schnelsen wird PROJECT Immobilien fünf...
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Beteiligungsbranche wird individueller

(fw/ah) Die Initiatoren geschlossener Fonds reagieren auf die veränderten Bedürfnisse der Investoren etwa mit verschiedenen Ein- und Auszahlungsmodellen, mit flexiblen Laufzeiten oder Sonderkündigungsrechten. Wer sein Geld nicht über die gesamte Fondslaufzeit anlegen will, kann - gegen Gebühr - ein quartalsweises Rückgaberecht vereinbaren. Anleger, die besonders sicherheitsorientiert investieren möchten, erhalten auf Wunsch eine Kapitalgarantie zum Ende der Laufzeit. Und mit einer Thesaurierung der laufenden Erträge können die Anleger ihr Gesamtergebnis weiter aufbessern. "Es gibt also mehr Möglichkeiten je nach Anlageziel und Lebenssituation der Anleger", resümiert Schuhmann.

Ein weiteres Ergebnis der zunehmenden Individualisierung in der Beteiligungsbranche ist die wachsende Zahl der Spezial- oder Nischenfonds. Hierbei handelt es sich um Beteiligungen, die abseits der klassischen Fondssegmente wie Immobilien, Schiffe oder Private Equity anlegen. Die Initiatoren offerieren also besondere Angebote und versierte Investoren finden so ein Produkt, das genau zu ihnen passt. "Als unabhängige Beteiligungsspezialisten begrüßen wir jede Art von Innovation und Flexibilisierung in der Beteiligungsbranche. Wichtig ist jedoch, dass die Neuerungen der Emissionshäuser auch wirklich den Anlegern zugute kommen", findet Schuhmann.

www.dima24.de

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Der „Nach-AIFM“-Kompass

Seit Juli ist die Umsetzung der AIFM-Richtlinie in deutsches Recht abgeschlossen, das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ist in Kraft. Neben strengen Zulassungsvoraussetzungen müssen Anbieter geschlossener Fonds in Zukunft umfangreiche Informationspflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Anlegern einhalten. Mehrere Emissionshäuser hatten im Vorfeld bereits angekündigt, das Platzierungsgeschäft vorübergehend oder dauerhaft einzustellen. Andere wollen dagegen weitermachen. Doch was planen die Emissionshäuser konkret bis zum Jahresende, wie viele Fonds, mit welchen Konzepten? Beantragen die Gesellschaften eine eigene KVG-Zulassung oder nehmen sie eine Master-/Service-KVG in Anspruch? Haben die Initiatoren bereits eine Verwahrstelle identifiziert, und falls ja, welche? Lesen Sie nachfolgend die Antworten unserer umfangreichen Umfrage (s. Downloadbereich).

Den Initiatoren, die in der zweiten Jahreshälfte neue Produkte auf den Markt bringen wollen, stellten wir weitere Fragen zur Zukunft des Vertriebs geschlossener Fonds und zur künftigen Ausrichtung ihrer Häuser:
  1. Wie wird sich der Vertrieb geschlossener Fonds vor dem Hintergrund der Regulierung verändern?
  2. Denken Sie über Alternativen zum KG-Modell nach? Wenn ja, welche?
  3. Wie sehen Sie die Zukunft der Vertriebe in Deutschland?
  4. Wie orientiert sich Ihr Haus für die Zukunft? Was sind Ihre Ziele für die nächsten drei Jahre?
Achim Bauer, Vorstand FLEX Fonds AG
  1. Es wird weniger freie Vermittler für AIFs und Beteiligungskonzepte geben. Die vorhandenen Vermittler werden qualifizierter sein. Der Markt professionalisiert sich.
  2. Wir sehen das KG-Modell weiterhin als zukunftsfähig. Ergänzend können wir uns künftig auch Genussscheine oder Anleihen vorstellen.
  3. Wir sehen drei Vertriebslinien im Retailbereich: freie Vermittler – Pools u. Haftungsdächer – und Banken. Insgesamt wird die Vermittlerzahl deutlich zurückgehen.
  4. Neben dem freien Vertrieb werden wir auch den Bankenvertrieb weiter ausbauen. Daneben werden wir uns einigen Pools u. Haftungsdächern öffnen. Nach erfolgter Zulassung als KVG wollen wir 2014 auch das institutionelle Geschäft aufbauen.
Patrick Brinker, Vertriebsleiter HTB Fondsgruppe
  1. Der Umsatz wird sich zunächst weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen. Erst nach erfolgreicher Umsetzung der Regulierung kann die Nachfrage wieder steigen. Es wird ein Konzentrationsprozess sowohl bei Vermittlern als auch bei Emissionshäusern stattfinden.
  2. Nein, wir bleiben zunächst beim KG-Modell.
  3. Vertriebe werden sich zunehmend über Qualität bewähren müssen. Dabei spielt die Produktauswahl und -prüfung eine immer größere Rolle, so wie das Angebot von individuellen Lösungen für einzelne Kunden oder Kundengruppen.
  4. Wir werden einen Antrag auf AIFM-Zulassung stellen und das Geschäft unter regulierten Bedingungen ausbauen. Dabei werden wir nach Möglichkeit weiterhin Zweitmarktfonds auflegen als auch Beteiligungsangebote in den Segmenten Schiff und Immobilie. Ein Schwerpunkt wird die Konzeption von individuellen Lösungen für Family Offices und vermögende Kunden sein.
Alexander Brüning, Geschäftsführer elbfonds Capital GmbH
  1. In Abhängigkeit von der jeweiligen Beraterqualität, der Kundenorientierung und Marktpositionierung wird es aller Voraussicht nach zu Veränderungen bzw. Marktverschiebungen bei den Vertrieben kommen.
  2. Bis auf weiteres bzw. nach Inkrafttreten der AIFM-Richtlinie werden wir ausschließlich geschlossene AIF nach dem Modell der Investment-KG konzipieren, emittieren und vertreiben.
  3. Wir sind uns sicher, dass das hohe Beratungs- und Betreuungsniveau unserer Vertriebspartner auch weiterhin Bestand hat und durch die Einführung der Erlaubnis nach § 34f GewO sogar noch gesteigert werden kann.
  4. Wir werden die Neuerungen, die sich durch die AIFM-Richtlinie ergeben, positiv annehmen. Polen bietet auch innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre großes Potenzial für renditestarke Investitionen.
Wolfgang Dippold, geschäftsführender Gesellschafter PROJECT Investment Gruppe
  1. Wir rechnen mit einer Konzentrierung auf weniger, aber qualifizierte Vertriebsprofis und Emissionshäuser. Gleichzeitig steigen die Perspektiven, weshalb die verbleibenden Player mehr Geschäft umsetzen werden.
  2. Aktuell denken wir nicht über Alternativen zum KG-Modell nach.
  3. Für Mandanten besteht ein erhöhter Beratungsbedarf. Qualifizierte Finanzberater werden mehr zu tun haben und sich auf aussichtsreiche Beratungssituationen konzentrieren. Für den Kleinanleger wird daher der Bereich der alternativen Investmentfonds weniger leicht zugänglich werden.
  4. Wir konzentrieren uns weiter auf eigenkapitalbasierte Investments im Bereich der Wohnimmobilienentwicklung. Wir werden konsequent und stetig unsere Präsenz und unsere Vertriebskanäle ausbauen.
Jürgen Göbel, Geschäftsführer Sachsenfonds Holding GmbH
  1. Mit der Regulierung tritt eine erhebliche Professionalisierung in Kraft. Wir erwarten, dass sich insgesamt weniger Finanz-und Vermögensberater sowie Banken und Sparkassen mit der Vermittlung von geschlossenen Investmentvermögen befassen werden.
  2. Grundsätzlich halten wir am KG-Modell fest. Alternative Beteiligungsstrukturen wie z. B. Anleihen halten wir nicht für ausgeschlossen.
  3. Wir erwarten weniger Vertriebe, die diese Produktkategorie ihren Kunden anbieten werden, sehen aber gleichzeitig eine deutliche Steigerung der Beratungsqualität. Die laufende Betreuung der Investoren während der Beteiligungsphase wird an Bedeutung gewinnen, während der reine Produktverkauf etwas weniger im Vordergrund stehen wird.
  4. In den nächsten Jahren konzentrieren wir uns auf den Ausbau des Fonds- und Assetmanagements sowie den Aufbau der KVG.
Dr. Matthias Hallweger, Vorstand AWAG und HMW Emissionshaus AG
  1. Der Vertrieb muss durch das KAGB Regelungen z. B. im Bereich der vertriebsunterstützenden Dokumente hinnehmen und sich an neue Beratungs- und Belehrungsthemen gewöhnen. Der professionelle Vermittler kann das abarbeiten, von Amateuren wird sich der Markt verabschieden.
  2. Die „MIG"-Fonds gibt es auch künftig als Fonds in der Rechtsform der KG, dann nach der Vorgabe des KAGB.
  3. Vertriebe haben eine der größten Chancen in der Geschichte der jüngeren Finanzbranche vor sich. Sie müssen sich nur in die „Neue Welt" einfinden und die geforderten professionellen Prozesse abbilden, dann werden sie erfolgreich arbeiten können.
  4. In den kommenden drei Jahren werden wir neben der HMW Vermögensverwaltung, die im Juli gestartet ist, weitere Produkte im Bereich der Unternehmensbeteiligungen an den Markt bringen.
Thomas Hartauer, Vorstand Lacuna AG
  1. Es wird einen Konzentrationsprozess auf Anbieterseite und vor allem mehr qualitativ gute Angebote geben.
  2. Nein, wir werden weiter KG-Modelle anbieten.
  3. Die Zahl der Vertriebe wird sich weiter verringern und der bestehende Konzentrationsprozess wird sich verstärken. Letztlich wird es aber zu mehr Qualität in der Beratung kommen.
  4. Wir werden weiter KG-Modelle anbieten und unsere Fonds mit Erneuerbare-Energie-Projekten ausstatten. Minimum zwei Projekte pro Jahr sind unser Ziel für die kommenden drei Jahre.
Max-Robert Hug, geschäftsführender Gesellschafter Leonidas Associates GmbH
  1. Es wird eine Vielzahl von Initiatoren geben, die mit dem Vertrieb geschlossener Beteiligungen aufhören. Insgesamt wird sich der Markt auf wenige Häuser konzentrieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Regulierung den gewünschten Effekt einer höheren Transparenz für den Anleger auch tatsächlich umsetzen kann.
  2. Zur KG gibt es aus unserer Sicht keine Alternative. Wir wollen auch in Zukunft die Möglichkeit einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds anbieten.
  3. In den letzten zehn Jahren haben sich viele Banken und große Vertriebe aus dem Geschäft mit der Vermittlung unternehmerischer Beteiligungen zurückgezogen. Das öffnet Türen für eine neue Generation von Vertriebsgesellschaften, die sich dem Thema geschlossene Fonds seit einigen Jahren widmen.
  4. Als Ziel für die kommenden drei Jahre steht ganz oben auf unserer Agenda, die Position als spezialisierter Anbieter für Wind, Wasser und Sonne weiter zu festigen und durch nachhaltig gute Leistungen in den bisher emittierten Fonds weiterhin zu belegen.
Dr. Sven Kehren, Leiter Konzeption HEH Hamburger Emissionshaus GmbH & Cie. KG
  1. Die Regulierung auf Vertriebs- und Emissionshaus-Ebene sollte die Qualität der Beratung und Produkte erhöhen. Der Schritt zum „weißen Kapitalmarkt" sollte zudem förderlich für den Bankenvertrieb sein.
  2. Wir haben und prüfen alternative Finanzierungsmodelle zur klassischen KG-Finanzierung, werden zunächst aber der KG-Finanzierung treu bleiben. Sollten wir allerdings durch weitere Regulierungsanforderungen oder -auslegungen in ein immer starreres Korsett gezwängt werden, kommen für uns auch alternative Modelle in Frage.
  3. Der Vertrieb wird mehr und mehr professionalisiert, da die Anforderungen für die Berater deutlich steigen. Dies sollte die Beratungsqualität weiter erhöhen.
  4. Wir arbeiten bereits seit geraumer Zeit intensivmit einem Expertennetzwerk an der Implementierung der KVG-Strukturen. Wir erwarten einen deutlich höheren Marktanteil in drei Jahren.
Marcus Kraft, Vorstand ZBI AG
  1. Die Regulierung sorgt für eine Aufwertung der Beratungsleistung und bringt mehr Sicherheit für den Vertrieb. Demgegenüber entsteht zusätzlicher Aufwand in Form von nachgewiesener Sachkunde und detailliertem Reporting. Vertriebspartner, die sich für diesen Weg entscheiden, sollten von der Regulierung profitieren.
  2. Wir werden das Emissionsgeschäft in gewohnter Weise fortführen und sehen aktuell keine Veranlassung, von den KG-Modellen abzuweichen.
  3. Durch die erforderliche Sachkunde wird langfristig das Beratungsniveau steigen. Auf der anderen Seite entsteht für den Vertrieb ein deutlicher Mehraufwand, der sich aber zügig amortisieren dürfte.
  4. Wir führen das Emissionsgeschäft in bewährter Weise weiter und setzen die neuen Anforderungen im Emissionshaus, im Vertrieb und den Produkten um. Wir planen, in den kommenden Jahren das Fondsgeschäft sowohl mit privaten als auch mit institutionellen Kunden kontinuierlich auszubauen.
Thomas Kuhlmann, Vorstand Hahn Immobilien-Beteiligungs AG
  1. Der Vertrieb wird sich weiter professionalisieren. Wir setzen bereits seit vielen Jahren auf qualifizierte, kundenorientiert arbeitende Vermögens- und Finanzberater. Diese werden auch in Zukunft im Markt vertreten sein.
  2. Derzeit prüfen wir intern Alternativen und unterschiedliche Ansätze, die wir danach mit unseren Vertriebspartnern diskutieren wollen.
  3. Wir machen einen wichtigen Schritt zum regulierten und transparenten Markt. Die Zukunft liegt in einer professionellen, kundenorientierten Beratung. Von dieser Qualitätsverbesserung profitieren Kunden und Berater.
  4. Wir setzen auch in Zukunft auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Darüber hinaus hat der institutionelle Bereich in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit der breiten Aufstellung der Vertriebswege und der Spezialisierung auf ein Immobiliensegment wollen wir das verwaltete Vermögen kontinuierlich weiter ausbauen.
Angelika Kunath, Geschäftsführerin Fondshaus Hamburg Immobilien GmbH & Co. KG
  1. Das Absatzvolumen wird sich in den nächsten Jahren nicht signifikant erhöhen, da es weitere Rückschläge durch den Ausfall unseriöser Anbieter geben wird, die auch heute leider noch im großen Stil platzieren.
  2. Wir arbeiten an einer fondsgebundenen und durch Immobilien rückgedeckten Rentenversicherung. Letztlich spielt die „Verpackung" eine untergeordnete Rolle, wenn das Asset gut ausgewählt und gemanagt wird.
  3. Auch hier ist die Konsolidierung in vollem Gange. Banken werden sich weiter aufgrund zu regulierender Schadensfälle zurückziehen, freie Finanzdienstleister werden durch die Anforderung des § 34f GewO zwangsläufig in ihrer Beraterschaft reduziert. Wie bei den Anbietern werden größtenteils schon in der Vergangenheit professionell agierende Vertriebe aktiv bleiben.
  4. Mit Gründung einer eigenen KVG sehen wir uns zukünftig weniger als Initiator, sondern vielmehr als Immobilienspezialist mit Strukturierungs- und Assetmanagement-Kompetenz. Oberstes Gebot bleibt der Qualitätsanspruch an unsere Produkte.
Jörg-Dieter Leinert, Geschäftsführer Altaris Emissionshaus GmbH
  1. Wir erwarten eine Konsolidierung des Marktes. Sowohl bei den Anbietern als auch bei den Vertrieben müssen sich die Kosten für die zusätzlichen Anforderungen rechnen. Dort wo Beteiligungen lediglich Beimischungen waren, werden diese gegebenenfalls aus dem Sortiment genommen.
  2. Wir beobachten die Entwicklungen am Markt genau und warten die ersten Erfahrungen von AIFM-konformen Umsetzungen ab. Natürlich gibt es auch seriöse Alternativen, welche wir evaluieren. Aktuell haben wir jedoch noch keine Entscheidung über die Verpackung künftiger Angebote getroffen.
  3. Der Verwaltungsaufwand und das Haftungsrisiko für die Vertriebe nehmen ständig zu. Wie soll da noch ausreichend Zeit für eine gründliche Beratung bleiben? Viele Vertriebe werden auf Mainstream setzen und beratungsintensivere Themen zum Nachteil der Kunden ausgrenzen.
  4. Wir sind ständig dabei, interessante Anlageklassen zu prüfen. Im Hightech- und Online-Business gibt es trotz attraktiver Renditechancen bisher nur ein kleines Angebot. Mehr möchten wir noch nicht verraten.
Oliver Porr, Geschäftsführer LHI Leasing GmbH
  1. Professionelle Produktemit hoher Qualität müssen adäquat vertrieben werden. Daher erwarten wir im Vertrieb eine weitere Professionalisierung.
  2. Wir bieten bereits seit Jahren alternative Produkte an, z. B. SICAVs bei Genussrechten. Im Retailbereich bleibt es aber zunächst beim KG-Modell.
  3. k. A.
  4. Zum einen werden wir uns weiterhin um die bereits aufgelegten Fonds kümmern. Wir werden den Bereich Spezial-AIFs weiter forcieren. Im Retailbereich werden wir uns auf interessante Nischen konzentrieren, die eine Alternative zu den Produkten der großen Anbieter sind.
Bernd Reber, geschäftsführender Gesellschafter Doric GmbH
  1. Es wird eine weitere Reduktion geben.
  2. Wir haben seit 2010 diverse Kapitalmarkttransaktionen für Eigenkapital und Fremdkapital an die Börse gebracht.
  3. Nur sofern es gelingt, ausreichend kapitalmarktfähige Produkte jenseits der Blindpools anzubieten, wird der Vertrieb – insbesondere bei Banken – zurückkehren. Gleichzeitig werden viele kleinere Vertriebe nicht in der Lage sein, diese kapitalmarktfähigen Produkte/Wertpapiere zu vertreiben.
  4. Da wir mit unseren börsennotierten Kapitalmarkttransaktionen in der Vergangenheit sehr erfolgreich waren, werden wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen und auch künftig versuchen, Kapitalmarkttransaktionen mit Eigen- und Fremdkapital an die Börse zu bringen.
Karsten Reetz, Geschäftsführer reconcept GmbH
  1. Wir glauben, dass es kurzfristig eine Konzentration auf die größeren Maklerpools und die Banken geben wird.
  2. Nein, aktuell nicht mehr. Wir verfolgen den Ansatz des KG-Modells weiter.
  3. Nach einer Phase der Konsolidierung, wenn die Umsetzung des KAGB zur Routine wird, werden auch kleinere Vertriebseinheiten wieder stark zurückkommen.
  4. Wir positionieren uns mit einer eigenen KVG am Markt und werden weiterhin Erneuerbare-Energie-Fonds im In- und Ausland am regulierten deutschen Kapitalmarkt anbieten.
Gabriele Volz, Geschäftsführerin Marketing, Produktmanagement und Vertrieb Wealthcap GmbH
  1. Mit der Regulierung wird im Vertrieb der Sachwert als Investitionsobjekt stärker in den Mittelpunkt rücken. In der Breite werden außerdem Portfoliolösungen an Bedeutung zunehmen. Daraus ergeben sich interessante Ansätze in der Beratung und Portfoliogestaltung.
  2. Alternativen zum KG-Modell spielen für unser Haus eine untergeordnete Rolle.
  3. Das Thema Beratungsqualität wird zum Gradmesser erfolgreicher Vertriebe werden. Langfristig werde all jene erfolgreich sein, die den Kunden Lösungen bieten und keine Produkte verkaufen.
  4. Wir wollen wachsen und begreifen die Regulierung als Chance. Wir setzten weiterhin auf das Geschäft mit Privatkunden und wollen sukzessive neue Investorengruppen aus dem semi-professionellen und professionellen Anlegerkreis erschließen. Ziel ist es, mittelfristig zwei starke Absatzsäulen auf und auszubauen.
Wolfgang Wetzel, CEO Nature Capital GmbH
  1. Leider werden sich aufgrund des erhöhten Aufwandes viele qualifiziert Berater aus dem Vertrieb zurückziehen. Die Kostenstrukturen werden sich letztlich zum Nachteil der Anleger verändern müssen, da der Mehraufwand getragen werden muss. Gleichwohl wird sich eine höhere Transparenz für Anleger einstellen.
  2. Wir sehen im Sinne der Anleger aufgrund der geltenden Steuergesetzgebung keine Alternative zum KG-Modell.
  3. Mit großem Bedauern glauben wir, dass sich der Vertrieb immer mehr institutionalisieren wird. Auch die großen Haftungsdächer werden bankenähnliche Aufstellungen wählen müssen.
  4. Wir werden uns als KVG am Markt positionieren und dem Anleger ökologisch sinnvolle Investitionsmöglichkeiten als Beteiligungen anbieten. In drei Jahren werden wir eines der wenigen exklusiven Finanzhäuser sein, das am Markt aktiv sein wird.
Heinz-G. Wülfrath, Geschäftsführer Middle East Best Select GmbH
  1. Die Zahl der Berater/Vermittler, die bisher nach § 34f GewO zugelassen und registriert wurden, lässt vermuten, dass der Markt der unabhängigen Vermittler signifikant schrumpfen wird. Ob das auch eine Qualitätsauslese sein wird, bleibt abzuwarten.
  2. Wir werden das KG-Modell auch unter AIFM-Bedingungen fortführen.
  3. Es geht darum, Anlegervertrauen wiederzugewinnen. Wer das ernst nimmt und die Bedürfnisse des Anlegers ehrlich bedient, wird eine erfolgreiche Zukunft haben. Vertriebsmodelle nach altem „Strickmuster" werden aussterben.
  4. Wir haben bereits alle Weichen gestellt, im Rahmen der gesetzlichen Fristen die AIFM-Regulierung umzusetzen. Die Fortsetzung der „MEBS"-Fonds ist sichergestellt. Wir werden neben dem Retailmarkt auch zunehmend das Segment der Family Offices bedienen.

Fazit
Zwar haben in den vergangenen Monaten mehrere Fondshäuser das Emissionsgeschäft vorübergehend oder dauerhaft eingestellt. Dennoch halten viele Initiatoren das KG-Modell weiter für zukunftsfähig. Sie planen, einen Antrag Auf AIFM-Zulassung zu stellen und das Geschäft unter regulierten Bedingungen auszubauen – sowohl mit privaten als auch mit institutionellen Kunden. Für diese Häuser bieten sich große Wachstumschancen auf einem professionalisierten Markt.

(Kim Brodtmann)

Webinar für P&R Vermittler

Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek und finanzwelt informieren in einem kostenlosen Webinar Vermittler, die juristischen Ärger bezüglich des Falles P&R fürchten oder diesen bereits haben. Auch auf die aktuelle Entwicklung im laufenden Insolvenzverfahren wird eingegangen.  Die...
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„Halten und verwalten“ reicht nicht mehr

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zählt dabei zu den attraktivsten Möglichkeiten, Kapital gewinnbringend zu investieren. Allerdings wird der Wohnimmobilienmarkt immer komplexer. Eine Immobilie einfach zu kaufen und einige Jahre später wieder zu verkaufen, war vor einigen Jahren zumindest in den Metropolen fast ein Garant für Gewinne. Heute funktioniert ein solches Vorgehen nicht mehr, denn die Situation am Markt sieht mittlerweile ganz anders aus:

Wo bis vor kurzem ein – teils rasantes – Preiswachstum zu beobachten war, stagnieren die Preise mittlerweile beziehungsweise steigen deutlich weniger stark als bisher. Die Mieten dürften weiterhin steigen, jedoch auch nicht mehr so kräftig wie früher. Dafür sorgen die allgemeine Marktentwicklung, der anziehende Neubau und die Mietpreisbremse. Diese sieht vor, dass ein Eigentümer in Gebieten, für die ein Wohnungsmangel ausgewiesen wurde, bei einer Wiedervermietung maximal einen Mietpreis verlangen darf, der 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Wer mit Wohnimmobilien noch Werte heben will,
braucht daher detaillierte Kenntnisse.

Zum einen, um nach dem Preisanstieg in den vergangenen Jahren nicht überteuert zu kaufen. Zum anderen aber auch, um die Immobilie langfristig so zu bewirtschaften, dass ihr Wert über die Jahre bestenfalls steigt. Es reicht eben nicht mehr, ein Objekt einfach zu kaufen und zu verwalten. Gefragt ist vielmehr ein aktives Assetmanagement. Konkret heißt das: Mit den und an den Wohnungen muss wirklich gearbeitet werden, um Werte zu generieren – solche Werthebel können Modernisierungen, energetische Sanierungen, Nachverdichtungen und vor allem auch Strategien zur Wohnungsprivatisierung sein, also der Einzelverkauf an Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger.

Nicht jeder hat die Zeit und das Know-how, das für ein professionelles Assetmanagement notwendig ist. Schon in der Vergangenheit zeigte sich in Studien immer wieder, dass private Wohnungsvermieter deutlich niedrigere Renditen erzielen als professionelle Investoren. Diese Diskrepanz lässt sich vor allem damit erklären, dass viele professionelle Bestandshalter seit langem aktives Assetmanagement betrieben und somit mehr Werte generiert haben. Künftig wird professionelles Assetmanagement auch für Privatanleger zur Pflicht, zumindest dann, wenn sie nicht riskieren wollen, dass ihre Immobilie über die Zeit an Wert verliert.

Ein professioneller Assetmanager plant, steuert und kontrolliert sämtliche den Wert der Immobilie beeinflussenden Maßnahmen – idealerweise bereits vom Ankauf an, in jedem Fall aber über die Nutzungsphase hinweg bis hin zum Verkauf. Dafür erstellt er ein Gesamtkonzept, das sich möglichst über die kommenden Markt- und Immobilienzyklen erstreckt. Eine solche multizyklische Planung und Vorgehensweise ist in erster Linie deshalb erforderlich, weil die Leistungen des Assetmanagements oftmals erst über einen längeren Zeitraum hinweg voll zur Geltung kommen.

Bei der Immobilie gilt wie bei allen Investitionsgütern: Im Einkauf liegt der Gewinn – je „günstiger" sich eine Immobilie erwerben lässt, umso höher ist die mit ihr erzielbare Rendite. Günstiger bezieht sich also in diesem Zusammenhang nicht auf den absoluten Preis, sondern auf die Wertsteigerungsmöglichkeiten. Ein guter Assetmanager hat einen Blick dafür, welche Immobilien am Markt Wertsteigerungspotenzial besitzen. Neben der Ankaufsberatung fallen die Konzeption und Vermittlung von Finanzierungen in den Zuständigkeitsbereich des Assetmanagers.

Weniger gravierende, jedoch zahlreichere Risiken birgt die Bewirtschaftungsphase: „Unvorhergesehene" Probleme wie Mietausfälle oder Mietminderungen müssen gemeistert werden, die rechtlich möglichen Mieterhöhungen sollten ausgelotet und durchgesetzt werden. Verantwortlich ist der Assetmanager aber nicht nur dafür, die Einnahmen zu erhöhen, sondern auch dafür, die Kosten zu senken, umso den optimalen Ertrag zu erzielen. Die Kosten lassen sich senken, in dem Drittleistungen günstig eingekauft werden. Hierfür gilt es zu prüfen, ob ein anderer Dienstleister bei gleicher Leistung günstiger arbeitet. In der Bewirtschaftungsphase geht es insbesondere darum, die Immobilie marktfähig zu halten – also dafür zu sorgen, dass es einerseits immer ausreichend Mietinteressenten gibt, andererseits, dass sich genügend Käufer für das Objekt interessieren, um einen guten Preis beim Verkauf erzielen zu können.

Ein Assetmanager nimmt insofern über die gesamte Haltedauer der Immobilie die Position des Eigentümers ein. Er vertritt dessen Interessen, indem er sein umfassendes Immobilien-Know-how einsetzt. Um langfristig den optimalen Ertrag aus den ihm anvertrauten Immobilien herauszuholen, muss der Assetmanager die aktuelle und künftige Marktlage in seine Überlegungen mit einbeziehen. Er muss sich also beispielsweise bestens mit den am Markt erzielbaren Kaufpreisen, den Miethöhen und Leerständen auskennen. Eine genaue Wettbewerbsanalyse zeigt außerdem: Wie viele Konkurrenzobjekte gibt es am Markt, wie ist es um deren Qualität bestellt? Auch das Wissen über die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen fließt in seine Entscheidungen mit ein.

Last but not least ist ein erfolgreicher Verkauf entscheidend für eine Immobilieninvestition. Gerade private Immobilieneigentümer neigen häufig dazu, Immobilien lediglich zu halten. Dabei lässt sich der Investitionserfolg oftmals dann maximieren, wenn es gelingt, in euphorischen Marktphasen Gewinne durch einen Verkauf zu realisieren.

Insgesamt zeigt sich, wie wichtig umfassendes
spezialisiertes Know-how heute für eine erfolgreiche Immobilieninvestition ist.

Über dieses verfügen private Anleger in der Regel nicht. Es wird daher zunehmend auch für sie sinnvoll, professionelle Assetmanager einzusetzen, die auf detaillierte Marktkenntnis und ein umfassendes Netzwerk zurückgreifen können und dies durch langjähriges Bestehen am Markt, bundesweite Präsenzen vor Ort und Referenzen für ihre Dienstleistungen nachweisen können. So, wie es professionelle Immobilieninvestoren bereits seit langem tun.

Jürgen F. Kelber,
geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Lübke & Kelber GmbH
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Per Crowdinvesting den Herbstmeister unterstützen

Dieter Bornscheuer, Inhaber Investcrowd, erklärt im Interview mit finanzwelt TV, warum Investoren zum sportlichen Erfolg von Borussia Dortmund beitragen können. Doch die Plattform bietet noch viel mehr, auch für Makler.

Zertifikate hoch im Kurs

Eine Umfrage des Deutschen Derivateverbandes ergab, dass sich 42 Prozent der Privatanleger in Deutschland schon länger als fünf Jahre mit dem Thema Zertifikate auseinandersetzt.