Im Wandel der Kulturen

Kunden wollen nicht mit Hardselling-Methoden gefügig gemacht werden, sie wollen selbst entscheiden ob und was sie kaufen sollen.

Verkäufer müssen bereit sein für Veränderungen ihres eigenen Verhaltens. Das Umfeld nimmt die Verkäufer in der Folge anders, nämlich positiver wahr und die Ergebnisse verbessern sich stetig.

PULL-Strategien ersetzen zukünftig die längst ausgedienten PUSH-Strategien.

Absichtslose Argumente in der Metaebene geschildert, vermitteln dem Kunden Einblicke und Einsichten, die ihn zu eigenen Erkenntnissen gelangen lassen. So wird Verkaufen zum praktizierten Verbraucherschutz!

Der Finanzmarkt hat sich gewandelt, ist schwieriger geworden. Genau deshalb ist es notwendig neue Wege zu gehen, die neue Verkaufskultur zu praktizieren.

Mehr dazu www.ziele-erreichen.de/seminare

Autor:
Dipl.-Kfm. Hans D. Schittly, seit 40 Jahren Verkaufs- und Verhaltenstrainer, hat die Veränderungen laufend analysiert und immer wieder das Verkaufsverhalten an die Erfordernisse des Marktes und der Kunden angepasst.

Mit besten Grüßen

Hans D. Schittly
(Schittly & Dinler AG, TrainCoaching mit nachhaltigem Erfolg)

Geldflut und was dann

Die Geldschwemme würde ein Ende finden und die Normalisierung der Geldpolitik – so die Hoffnung – würde wieder ans Tageslicht bringen, was Aktien, Zinspapiere und andere Anlagen „wirklich" für einen Wert haben.
Aber die Stunde der Wahrheit ist noch nicht gekommen. Und zurzeit scheint auch niemand die Wahrheit hören zu wollen. Börsenkurse steigen weiter, aber Umsatz und die Schwankungen sind so niedrig wie schon seit der Finanzkrise nicht mehr gesehen. Die Bullen geben den Ton an. Die Bären, die auf fallende Kurse setzen, haben mehr oder minder kapituliert. Jedes Mal wenn die Börse reif schien für eine Korrektur, war es nur eine Delle. 
Im Grunde warten die meisten Anleger einfach ab. Ein paar kaufen zu, und das reicht bei einer extrem ruhigen Börse für steigende Kurse. Die anderen sind skeptisch, ob es noch weiter aufwärts geht, haben aber auch keine Angst vor einem Einbruch. Die geringe Schwankungsbreite des Marktes verdeckt, wie risikoreich der Markt tatsächlich ist.

Die aktuelle Situation hat etwas Gespenstisches. Und das beunruhigt offenbar selbst Notenbanken, denn auch die würden sich etwa mehr Nervosität wünschen.
 Das Problem ist im Grunde, dass die Fed ihren Job in den letzten Monaten zu gut gemacht hat. Sie hatte große Sorge, dass die Märkte negativ auf die Reduzierung ihrer Anleihekäufe reagieren. Deswegen hat sie immer wieder betont, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben und dass es vorerst bei einer expansiven Geldpolitik bleibt. Die Investoren haben jetzt großes Vertrauen und verlassen sich darauf, dass die Fed sie nicht im Stich lässt. Zu viel Vertrauen aber ist oft die Vorstufe zu einer Krise. Angst und Nervosität verhindern dagegen, dass die Anleger sich zu einseitig positionieren.

Die Trends an den weltweiten Kapitalmärkten werden immer noch in den USA gemacht. Aber zur Marktverzerrung und Notenbankhörigkeit trägt auch bei, dass die Europäische Zentralbank (EZB) sich inzwischen ebenfalls zu einer ultraleichten Geldpolitik entschieden hat. Sie macht im Grunde mit Verzögerung und mit etwas anderen Mitteln das nach, was die Amerikaner vorgemacht haben. Denn das amerikanische Rezept zur Rettung nach der Bankenkrise war simpel und schmutzig, aber es hat einigermaßen funktioniert: Überflute die Wirtschaft mit Geld, und schwemme mit dieser Liquidität die faulen Anlagen aus den Bankbilanzen. EZB-Chef Mario Draghi fährt seit längerem denselben Kurs und hat damit die Euro-Zone vor dem Zusammenbruch gerettet. Aber erst die aktuell sehr niedrige Inflation ermöglicht ihm, in die Vollen zu gehen. Wenn spanische, portugiesische und sogar griechische Anleihen wieder fast so teuer sind wie vor der Krise, dann zeigt sich: jetzt ist Europa der Ort, wo die Marktverzerrungen besonders groß sind.

Unser Einschätzung:
 Es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis sich die Kapitalmärkte tatsächlich normalisieren. Viele Anleger vertrauen offenbar darauf, dass die US-Notenbank den Ausstieg gut hinbekommt. Die größte Gefahr besteht darin, dass dieses Vertrauen plötzlich schwindet – etwa wenn die Inflation schneller steigt als erwartet. Wenn dagegen alles ruhig bleibt, kommt die Stunde der Wahrheit wahrscheinlich erst im Jahr 2015.

(Autor: Dr. Marc-Oliver Lux von Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG)
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Qualität macht den Unterschied

Aber auch die „Problemländer" der Eurozone können sich aktuell zu Renditen finanzieren, die lange Zeit unvorstellbar waren. Das Vertrauen in die Fähigkeiten der Notenbanken und hier insbesondere der EZB ist unendlich. Und was macht der Aktienmarkt? Würde man ohne weitere Details nur die Entwicklung der Renditen bei den Anleihen sehen, dann würde man bei Aktien eine Krise vermuten. Doch weit gefehlt. Aktien verharren derzeit auf hohem Niveau. Bei noch etwas genauerer Betrachtung der Aktienmärkte, und hier insbesondere in Europa, erkennt man, dass vor allem schwache Unternehmen die Renner der vergangenen 12 Monate waren. Die Entwicklung ist getrieben von der Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung.

Die Realität hat die Hoffnung bisher nicht erfüllt. Die Unternehmensergebnisse für das erste Quartal 2014 waren insgesamt unter den Erwartungen. Im Detail schnitten die zuletzt sehr guten Aktienperformer am Schlechtesten ab. Die Gewinnerwartungen an die Unternehmen waren und sind zu hoch. Der Trend zeigt zwar in die richtige Richtung, aber das Ausmaß ist ungewiss. Der Ausleseprozess wird weiter gehen. Bisherige Qualitätsaktien werden dabei die Gewinner sein und weitere Marktanteile erringen. Unternehmen mit einem hohen Marktanteil und einer Preissetzungsmacht sollten für Aktieninvestoren wieder erste Wahl sein. Gute Managementqualitäten werden bei den Unternehmen für neues Wachstum sorgen. Das Wirtschaftswachstum in Europa und auch global wird weiter zulegen. Entsprechend wird auch das Gewinnwachstum bei den Aktiengesellschaften ausfallen. Angesichts niedriger Renditen bei Anleihen, und diese werden auch für längere Zeit auf niedrigem Niveau verharren, bleiben Aktien eine gute Wahl. Qualitätsaktien sollten gerade für langfristige Investoren erste Wahl bleiben. Aufgrund der Underperformance in den vergangenen zwölf Monaten gerade jetzt. Go for Quality!


(Autor: Thomas Meyer Country Head Germany PETERCAM S.A.)
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Betriebssport – ein bundesweit agierender Verband (BSV) hilft

Alexander wendet sich an den Betriebssportverband Wiesbaden (BSV). Dessen Vorsitzender, Peter Burkert, hilft gerne. „Es ist sehr wichtig, dass der Arbeitgeber den fußballbegeisterten Mitarbeitern seinen „Segen" gibt und die Bildung einer Betriebssportgruppe gestattet. Natürlich könnten sich die Kollegen auch einfach so zum Kicken treffen. Doch dann wäre das eine private und keine betriebliche Veranstaltung, was versicherungstechnisch einen riesigen Unterschied mache. Viele Unternehmen sind zu dem für den Betriebssport offen. Sie wissen, dass er die Gesundheit der Mitarbeiter fördert und sie motoviert".

Ist in einer Firma erst einmal eine Betriebssportgruppe gegründet, ist das Szenario, das sich in den kommenden Monaten abspielt, in der Regel unabhängig von der der Sportart gleich. Mit der Freude über tolle Spielzüge und Erfolge im internen Wettstreit kommt nicht selten die Frage auf: wären wir eigentlich besser als die Kollegen des Betriebes neben an?
Das ist der Moment, in dem erneut der BSV als Ansprechpartner gesucht wird. Er bietet in verschiedenen Sportarten Wettkämpfe für Betriebssportler an. Manche Unternehmen treten mit einer oder mehreren eigenen Mannschaften an. Manchmal haben in einer Firma aber nur wenige Mitarbeiter Lust, sich bei diesen Veranstaltungen mit anderen zu messen. Sie bilden dann mit interessierten Mitarbeitern anderer Betriebe eine Spielgemeinschaft.

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag für die Sportarten

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 23,- Euro inklusive Versicherung. Wer im Wettkampf gegen die Mitarbeiter anderer Firmen antritt, verspürt erfahrungsgemäß schon bald das Bedürfnis, auch mit diesen trainieren zu wollen, auch dies übernimmt der BSV. In Wiesbaden bietet der Verein 10 Sparten an: Badminton, Bowling, Drachenboot, Golf, Fußball, Leitathletik, Tennis, Schach, Skifahren und Volleyball. In Vorbereitung ist gerade die Sparte Tischfußball. Da in Wiesbaden das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte ist, werde zu dem auch an Basketball gedacht.
Sowohl das Training als auch die Wettkämpfe unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt vom Vereinssport: es gibt weniger Leistungsdruck, da jeder die Chance haben soll, mit zu machen – auch derjenige, der berufsbedingt etwas seltener am Training teilnehmen kann.

Welche Firmen beteiligen sich beim Betriebssport, die regelmäßig an den Sportveranstaltungen teilnehmen

Die Motivation hat unterschiedliche Gründe. Es gibt Behörden und Firmen, die aus beruflicher Notwendigkeit Sport treiben, wie das LKA oder das BKA, Firmen die ein großes Angebot an Betriebssport anbieten und fördern wie die R + V Versicherung in Wiesbaden, Firmen, die keinen Leistungssport suchen sondern an Breitensport interessiert sind, weil sie keine Bestleistungen nach Feierabend erbringen wollen.

Warum kommen die Mitarbeiter zum Betriebssport

Die Betriebssport Veranstaltungen finden meistens nach Feierabend statt und dauern nicht so lange wie bei Sportvereinen. Der Betriebssport bietet einen Ausgleich zu den oft einseitigen betrieblichen Belastungen. Dieses Angebot ist angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks im Unternehmen und den damit einhergehenden höheren Anforderungen an die Beschäftigten wichtiger denn je.
Schon immer hat der Sport über alle betrieblichen oder gesellschaftlichen Hierarchien hinweg Menschen zusammengeführt. Der Betriebssport schafft in den Unternehmen über alle Bereiche hinweg Kontakte, die im Alltag zum Abbau von Reibungsverlusten führen. Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass der Betriebssport positiv auf das Betriebsklima, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Fehlzeiten wirkt.

Die R+V Versicherung investiert in den Betriebssport

Der BSV Wiesbaden besteht schon seit 50 Jahren, das Jubiläum wurde 2012 in den Räumen der R + V Versicherung am Raiffeisenplatz gefeiert. Hans Christian Marschler, Personalvorstand der R+V Versicherung AG betonte, dass beim R+V Betriebssport für jeden etwas dabei ist. Ob Fußball, Yoga, Tennis oder Gymnastik – „in 13 verschiedenen Gruppen können sich unsere Mitarbeiter in Wiesbaden körperlich fit halten". Marschler ergänzt: „Engagierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Dienstleisters wie der R+V. Deshalb investieren wir seit Jahren in das betriebliche Gesundheitsmanagement. Seminare zu Gesundheitsthemen, gesunde Ernährung in der Betriebsgastronomie sowie Bewegungs- und Entspannungskurse sind nur einige Aspekte".

(Autor: Peter Burkert, Vorsitzender Betriebssportverband Wiesbaden)


www.bsv-wiesbaden.de

Der Star ist die Mannschaft

Während in Brasilien der Ball rollt, überlegen viele Anleger wie sie im Umfeld der Niedrigzinsphase dennoch attraktive Renditen erwirtschaften können. Während Sparbuch, Fest- und Tagesgeld inflationsbereinigt für Verluste sorgen, bieten strukturierte Produkte vielfältige Optionen.

Als Produktklassifizierung der Zertifikate-Industrie eignet sich die Derivate-Liga bestens, um sich diesem Thema mit Bedacht anzunähern. Dabei lehnt sich ein verblüffend einfaches Schaubild an den Aufbau einer Fußballmannschaft an, bei der jeder Spieler eine Produktkategorie repräsentiert. Dabei werden die Derivate je nach Chance-Risiko-Profil in Defensiv- und Offensiv-Positionen unterteilt, farblich abgestuft von blau über grün bis orange und rot. Da gibt es Torhüter, die das Kapital sicher festhalten. Abwehrrecken, die nicht nur mögliche Verluste abfedern, sondern auch Rendite-Impulse bringen. Mittelfeldspieler, die defensiv und offensiv gleichermaßen stark sind. Und natürlich treffsichere Stürmer, die vorne für den richtigen Rendite-Kick sorgen.

Investoren, die sich also Gedanken über taktische und strategische Asset-Allokation machen, bekommen mit Hilfe der Derivate-Liga ihr Grundrüstzeug. Sehr oft erweisen sich strukturierte Produkte als angemessene Alternative zur Direktanlage, da sie in Bezug auf Diversifikation, Liquidität, Performance oder Risikosteuerung Mehrwert schaffen.
Jedes Zertifikat hat seine spezifischen Stärken, doch wird man immer auch gewisse Schwächen oder Nachteile feststellen. Das allein selig machende Investment, das sämtliche individuellen Wünsche und Ziele des Anlegers punktgenau bedient, ist Utopie.
Das optimale Portfolio allerdings gibt es – es ist eine eingespielte Einheit aus verschiedensten, sorgfältig auf einander abgestimmten Potentialen – von defensiv bis offensiv.

(Autor: Lars Brandau, Geschäftsführer Deutscher Derivate Verband (DDV)
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Sind kurz laufende Anleihen das bessere Festgeld?

Die in Deutschland sehr beliebte Anlageklasse „Festgeldanlagen" ist extrem gering verzinst und deshalb besonders von der oft zitierten „kalten Enteignung" betroffen. Renditestärkere Alternativen sind gefordert. Mit der Anlageklasse „Festverzinslich" lässt sich nur noch mit größerem Wagemut eine Vermögenssteigerung erreichen – vielleicht. Nur eine Mischung verschiedener Anlagen schafft es, ein inflationsgeschütztes Wachstum zu erzielen; mit Festverzinslichen alleine gelingt dies nicht. Es sei denn, man geht von mutigen Annahmen aus und kauft schlechte Bonitäten, wie zum Beispiel Mittelstandsanleihen oder Papiere mit längeren Restlaufzeiten.
Sicherheitsorientierte Anleger beschäftigen sich jedoch häufig nur mit der Eingangsfrage und suchen im kurzfristigen Bereich Anleihen, deren Rendite oberhalb des Festgeldniveaus liegt. Oberflächlich betrachtet gibt es tatsächlich vereinzelte Anleihen mit entsprechendem Aufschlag zum Festgeld. Aber Vorsicht: was bleibt nach Abzug aller Kosten übrig? Der Anleger muss zunächst die Geld-/Briefspanne beachten. Hierbei verliert er die ersten Basispunkte an Rendite an den jeweiligen Börsenbetreiber. Hinzukommen die Bankspesen, sodass am Ende die eher ernüchternde Erkenntnis „außer Spesen nix gewesen" steht. Also sind kurz laufende Anleihen nicht das bessere Festgeld.
Ausdrücklich warne ich vor dem Versuch, ein mehr an Rendite durch die Erhöhung der individuellen Risikoneigung zu erreichen. Das geschieht häufig unbewusst – man sucht die passende Anlage zur passenden Rendite. Am Ende ist der Sparer meist nur reicher an Erfahrung: es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass der „Spargroschen" definitiv der kontinuierlichen Entwertung entgegensieht und alternative Anlagekonzepte „alternativlos" sind.


(Autor: Malte Jungmann, Kundenbetreuer, Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen AG)

EZB-Maßnahmen begünstigen Finanzierungspläne



EZB-Präsident Mario Draghi hatte in den vergangenen Monaten wiederholt anklingen lassen, dass weitere Stabilisierungsmaßnahmen ergriffen werden, falls sich die Wachstums- und Inflationsprognosen der hauseigenen Ökonomen verschlechtern. Nachdem im Mai unter anderem die europäische Inflationsrate laut Eurostat auf 0,5 Prozent sank und sich die Zentralbank weiter besorgt über die Abwärtsrisiken der EU-Wirtschaftsprognose zeigte, beschloss der EZB-Rat in seiner Sitzung Anfang Juni einstimmig neue fiskalpolitische Maßnahmen sowie zusätzliche Schritte, um Kredite von Banken an die Realwirtschaft weiterzuleiten. Unter anderem senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins von 0,25 auf 0,15 Prozent und verhängte zum ersten Mal einen Strafzins von 0,10 Prozent für Einlagen bei der EZB. Darüber hinaus wurden zweckgebundene längerfristige Refinanzierungsgeschäfte sowie ein Programm zum Aufkauf von verbrieften Unternehmenskrediten beschlossen. Ihre Garantie, die Banken unbegrenzt mit Liquidität zu versorgen, verlängerte die Notenbank auf Ende 2016.

Auswirkungen des Maßnahmenpakets auf Privatkunden
Privatkunden, die eine Baufinanzierung abschließen, profitieren aktuell von historisch niedrigen Finanzierungszinsen. In den ersten Juni-Tagen reduzierte sich der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen leicht auf knapp über 1,8 Prozent. Greift der neue Kurs der Zentralbank und die wirtschaftliche Erholung gewinnt insbesondere in den südeuropäischen Krisenstaaten an Stärke, werden die Renditen für langfristige Staatsanleihen und Baufinanzierungszinsen auf lange Sicht deutlich zulegen, da in einem solchen Fall die EZB den Leitzins perspektivisch wieder anheben muss.

„Nicht nur Neukunden, sondern auch Haus- und Wohnungsbesitzer mit laufenden Finanzierungen können den aktuellen Zinsvorteil nutzen, wenn ihr Baukredit in den nächsten zwölf bis 60 Monaten ausläuft." erläutert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. „Mit dem Abschluss eines Forward Darlehens sichern sie sich das niedrige Zinsniveau Monate und Jahre vor Ablauf ihres Baukredits für eine Anschlussfinanzierung."


Über Dr. Klein
Dr. Klein ist ein unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen. Über das Internet und in mehr als 200 Filialen beraten rund 600 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Immobilienfinanzierung, Versicherungen und Vorsorge. Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.
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Plädoyer für aktives Fondsmanagement

Kurz- und auch mittelfristig bestimmen jedoch oft Makrofaktoren die Aktienmärte in ihrer gesamten Breite und überdecken damit die qualitativen Unterschiede der einzelnen Unternehmen. Die vergangenen Jahre sind dafür ein Paradebeispiel. Doch seit einiger Zeit wendet sich das Blatt wieder: Es gibt aktuell drei strukturelle Entwicklungen, die die gezielte Auswahl von Einzeltiteln und damit ein aktives Fondsmanagement begünstigen.

Erstens schwindet der Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Faktoren, die dazu neigen, die Aktienmärkte insgesamt im Gleichschritt zu bewegen, denn der weltweite Konjunkturausblick hat sich aufgehellt. Das belegt der Volatilitätsindex VIX, der die Schwankungsbreite des S&P 500 Index abbildet. Sie liegt seit Anfang 2013 durchschnittlich nur bei 14 Prozent. Im Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre waren es 20 %.

Die zweite interessante Entwicklung sind die rückläufigen paarweisen Aktienkorrelationen. Sie messen, wie hoch die Tendenz ist, dass sich zwei beliebige Aktien in einem Index im Gleichschritt bewegen. Diese Korrelationen sind von über 30 % im Jahr 2011 auf inzwischen unter 20 % gefallen.

Die dritte Entwicklung, die aktiven Managern zugute kommt, ist der steigende Anteil unternehmensspezifischer Faktoren an der Gesamtrendite von Aktien. Weltweit machen sie inzwischen 82 % der Kursentwicklung aus. Im Jahr 2012 waren es noch 72 %. Mit anderen Worten: Länder- und Branchenfaktoren, die den Markt in der Breite bewegen, treten in den Hintergrund. Ein perfektes Umfeld für aktive Stockpicker.

Aber Vorsicht: Aktiv ist nicht gleich aktiv. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung eines Fonds und seinem Active Share Anteil. Das ist der Anteil des Fondsvermögens, der vom Vergleichsindex abweicht. Nur mit diesem Teil des Portfolios können aktive Fondsmanager gegenüber passiven Fonds Mehrwert für den Anleger erzielen. Und tatsächlich entwickeln sich Aktienfonds mit einer hohen Active Share Quote im Durchschnitt langfristig besser – das ist statistisch belegt.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass aktuell einzeltitelspezifische Unterschiede wieder in den Vordergrund treten. Makroaspekte, die den breiten Aktienmarkt im Gleichschritt bewegen, haben zuletzt an Bedeutung verloren. Das gibt aktiven Fondsmanagern mehr Möglichkeiten, ihren Mehrwert für Anleger unter Beweis zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass aktiv gemangte Aktienfonds den Vergleichsindex in den kommenden Jahren schlagen, nimmt zu. Und passive Fonds? Ihre Chance, den Index zu übertreffen, bleibt weiter bei 0 %.


(Autor: Claude Hellers, Leiter Retail und Wholesale Vertrieb von
Fidelity Worldwide Investment in Deutschland)
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Asien- Quo Vadis?

Welche Entwicklung haben die asiatischen Aktienmärkte bisher in 2014 erlebt?

Eine sehr positive. Blieb der asiatische Aktienmarkt (MSCI Asia ex Japan ) in 2013 mit einer eher Seitwärtsbewegung noch deutlich hinter dem MSCI World oder etablierten Märkten wie etwa dem S&P 500 zurück, so liegt der asiatische Markt per Ende Mai sogar wieder leicht vor den etablierten Märkten.
Zum Jahresanfang plagten die regionalen Börsen anhaltende Sorgen im Zusammenhang mit der Verlangsamung der chinesischen Konjunktur sowie Bedenken über das Tapering. Dennoch konnten sie die Verluste reduzieren und sogar bescheidene Gewinne im ersten Quartal generieren. Indonesien und Indien, die im Jahre 2013 hinterherhinkten, haben sich, getrieben vom Optimismus vor den Wahlen, erholt. Allerdings sind die Erwartungen der Anleger inzwischen gut eingepreist; es gibt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Andernorts fielen die Kurse, so in Hongkong analog ihren chinesischen Pendants. Die Anlegerstimmung litt unter den schwächelnden Konjunkturdaten vom Festland sowie unter Sorgen über Vertrauensverluste unter Investoren und mögliche Anleihen-Ausfälle. Historisch gesehen erscheinen regionale Aktien jedoch attraktiv und werden mit einem geschätzten 12,3-fachen KGV für 2014 gehandelt. Zwar wird das Ertragswachstum der Unternehmen voraussichtlich bescheiden, im hohen einstelligen Bereich, sein, aber die Unternehmensbilanzen sind robust.

Welche Argumente sprechen weiter für ein Engagement in Asien?

Trotz der zyklischen Abschwächung scheint Asien noch in recht guter Verfassung zu sein. Die Staatshaushalte sind solide finanziert, die Konsumenten sind nach westlichen Standards nicht überschuldet, und – noch wichtiger – die Unternehmensbilanzen sind nach wie vor gesund, mit vertretbaren Schuldenniveaus. Es gibt aber Ausnahmen. In Thailand, Indien und Indonesien hat das politische Risiko merklich zugenommen, was diese Wirtschaften potenziell vom Kurs abbringen könnte.

Ist Indien reif für den politischen Wandel?

Wir denken ja und selbstverständlich hoffen wir, dass die nun gewählte neue Regierung um Narendra Modi den Willen zeigt, die Reformen und die ins Stocken geratenen Infrastrukturvorhaben wieder anzukurbeln, um der Konjunktur neuen Schwung zu geben.

Davon dürften auch einige Wirtschaftsbereiche und gut aufgestellte Unternehmen profitieren. Im Vorfeld der Wahlen in Indien hat die verbesserte Anlegerstimmung die Aktienkurse zum Beispiel Zementfirmen nach oben getrieben. Man hofft auf eine Wiederaufnahme der Ausgaben für Arbeiten der öffentlichen Hand nach den Wahlen.

Was mag Aberdeen an indischen Unternehmen?

Das unternehmerische Indien begeistert uns schon seit langem. Die Unternehmen, in die wir investieren, werden gut geführt und weisen eine gute Aktionärskultur auf.
Aberdeen ist ja ein fundamentaler Stock – Picker, d.h. wir investieren nicht in Märkte oder Volkswirtschaften, sondern gezielt in qualitativ hochwertige Unternehmen mit wettbewerbsfähigem Geschäftsmodell, erfahrenem Management und soliden Bilanzen, die attraktiv bewertet sind. Hier bieten sich in Indien aus unserer Sicht gute Chancen.

Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien

Angesichts schwächelnden Wachstums und politischer Inaktivität lässt die Unterstützung für die scheidende Regierung nach. Obgleich Präsidentschaftsfavorit Joko Widodo von der Democratic Party Struggle (PDI-P) nach wie vor vorne liegt, verfehlte seine Partei die entscheidende Mehrheit in den letzten Parlamentswahlen. Im Vorfeld der Wahlen im Juli werden demnach entsprechende politische Allianzen gebildet werden müssen; dies erschwert die Bemühungen um eine effektive Führung des Landes. Wir hoffen auf eine stabile Koalitionsregierung, welche die dringend benötigten aber politisch schwer durchsetzbaren Reformen umsetzen kann.

Warum Aberdeen die ASEAN-Länder in den Portfolios stärker gewichtet

Wir halten sehr viel vom Thema asiatischer Konsum und mögen das freundliche Konsumklima, das gestützt wird durch die niedrige Verschuldung der privaten Haushalte und steigenden Einkommen. Viele lokale Firmen profitieren von hausgemachten Vorteilen, wie Vertriebs- und Liefernetzwerken. Daneben bestehen gesetzliche Hürden, welche die Konkurrenz von außen einschränken. Zudem sind sie vielfach im Familienbesitz, gehen konservativ vor, und haben wenige Schulden. Dies alles ergibt häufig eine positive Liquidität und solide Renditen auf das Eigenkapital bzw. Vermögen.

Klare Investmentstrategie: Fundamentale Einzeltitelauswahl

Vor jedem Investment analysieren wir konsequent alle Unternehmen selbst, um sicherzugehen, dass sie unseren Qualitätsansprüchen genügen. Unsere Checkliste umfasst neben einer guten Finanzlage, die Berücksichtigung von Minderheitsaktionären, eine qualifizierten Unternehmensführung, nachhaltige Geschäftsmodelle und solide langfristige Aussichten. Darüber hinaus achten wir noch darauf, dass die Kurse angemessen sind. Diesen Prozess führen wir auch nach einem Investment fort. Wir glauben, dass wir mit diesem Ansatz bei der Titelauswahl gut gegen die Unsicherheiten der Märkte gewappnet sind.

Beeinflusst das Länder- oder Branchenpotenzial unsere Investmententscheidungen?

Unsere Länder- und Branchengewichtungen ergeben sich aus unserem Stock Picking-Ansatz und sind nicht vorbestimmt. Zum Beispiel sind wir in Hongkong und Singapur übergewichtet, da wir in diesen Märkten mehr attraktive Unternehmen finden als beispielsweise in China. Aus dem gleichen Grunde sind wir auch in Indien übergewichtet. Auf Branchenebene favorisieren wir Konsum- und Finanzunternehmen, die in der Lage sind, von der wachsenden Nachfrage in Asien zu profitieren.

(Autor: Alexander Heidenfelder, Aberdeen Asset Management Deutschland AG)
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Nebenwerte: Jetzt antizyklisch investieren

Trotz dieser positiven Signale werden die aufstrebenden Länder von einigen Investoren derzeit jedoch gemieden. Zu Unrecht, da sie derzeit durchaus attraktiv sein können, wenn Anleger Chancen und Risiken gegeneinander abwägen. Und dennoch: Die Aktienmärkte der Schwellenländer sind zuletzt hinter den Industrienationen zurückgeblieben. Ein möglicher Grund besteht in der Ankündigung der US-Notenbank, ihr Anleiheaufkaufprogramm zurückzufahren und damit die Geldpolitik zu straffen. Die Sorge vor höheren Zinsen ließ viele Investoren ihr Kapital aus den Emerging Markets abziehen. Hinzu kam die nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Doch dabei hat sich an dem Potenzial nichts geändert. Die Fundamentaldaten sind weiter positiv.

Die Flucht der Anleger aus den Emerging Markets schickte deren Kapitalmärkte und Währungen in den Sinkflug. Ein antizyklisches Investment könnte daher im Moment genau das Richtige sein. Dafür sprechen auch die Bewertungskennzahlen. Während die MSCI Emerging Market Indizes auf Standardwerte und Small Caps mit dem 10,9fachen und dem 12,8fachen der Gewinne bewertet werden, müssen Anleger beim MSCI EAFE das 14,4fache zahlen (Quelle: Bloomberg). Auch die Konjunktur gibt Anlass zu Optimismus. Laut dem Internationalen Währungsfonds ist die globale Wachstumsdynamik seit 2010 um 2,2 % zurückgegangen. Im Jahre 2014 soll sie mit 3,6 % erstmals wieder höher liegen als im Vorjahr. Die Umorientierung vieler Emerging Markets – weg von Export, hin zu einer gesteigerten Binnennachfrage – ist ein weiterer Grund für das Wachstum hierzulande. Der oben bereits angemerkte steigende Konsum wird durch wachsende Einkommen, sinkende Arbeitslosenraten und eine zunehmende Urbanisierung gefördert.

Interessant sind auch Titel von kleineren Firmen mit geringem Kapital, sogenannte Small Caps, die einen genaueren Blick lohnen. Small Caps nutzen die gesteigerte Binnennachfrage und generieren den größten Umsatzanteil am Heimatmarkt. Dadurch profitieren sie direkt von der Konsumstory. Wichtig ist hierbei jedoch auch wieder das Thema Diversifikation. Nur wer ein breit gestreutes Portfolio hat, ist bei Small Caps gut aufgestellt. Zudem erfordert die Auswahl der Unternehmen und Länder ein breites, fundamentales Wissen und eine intensive Analyse. Doch wer sich eingehend damit befasst, wird in den Schwellenländern eine große Zahl an Firmen finden, die ein sehr viel attraktiveres Ertrags-Risiko-Profil aufweisen als Standardwerte und die oftmals von anderen Marktteilnehmern übersehen werden. So finden sich beispielsweise interessante Titel bei den zyklischen Konsumgütern, Versicherungen oder bei IT-Unternehmen. Auf Länderebene ist Brasilien spannend. Viele gute Unternehmen wurden dort panisch verkauft, deren Bewertungen jetzt attraktiv sind.

(Autor: Stephen Derkash, Portfoliomanager des UBS (Lux) Equity SICAV - Emerging Markets Small Caps)