FinTech: Zeit der Konsolidierung rückt näher

FinTechs sind noch immer heiß, noch immer eine Nasenlänge voraus, noch immer eine Investition wert. Es rückt aber der Zeitpunkt näher, an dem sich der Markt konsolidiert. Die Mechanismen zeichnen sich schon heute ab. Diese...

Ausblick 2018 – Schicksalsjahr eines Exportweltmeisters?

Am Freitag findet in Moskau die Auslosung zur Fußball-WM statt. Als Titelverteidiger ist Deutschland gesetzt. Trotzdem droht unserem Team mit Spanien oder England, Dänemark oder Schweden und Australien oder Nigeria eine schwere Vorrunde. Doch...

Philippinen: Der Shootingstar in Asien-Pazifik

Eine schnell wachsende Wirtschaft, günstige demografische Trends, ein niedriger Schuldenstand und größtenteils positive politische Rahmenbedingungen machen die Philippinen zu einem kommenden Star unter den Schwellenländern in der Region Asien-Pazifik. Das Zusammenspiel dieser Faktoren dürfte den Binnenkonsum ankurbeln:

Rückläufige Konjunktur zum Jahresstart

Die konjunkturellen Aussichten trüben sich weltweit immer stärker ein. So lagen die jüngsten Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe sowohl in Italien, Frankreich als auch in China unter der wichtigen Marke von 50...
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Großer Vertrauensverlust – günstige Einkaufskurse

Bieten Ängste und Sorgen günstige Kaufgelegenheiten, vor allem für die heimischen Aktienmärkte? Die ökonomischen Fakten sprechen dafür, denn aktuell liefern die Unternehmen weltweit ihre Berichte zum 2. Quartal ab und geben einen Ausblick in die Zukunft, die so schlecht nicht sein dürfte.
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Risk Parity in Anleihesegmenten

Dieser Diversifikationsgedanke lässt sich im Bondbereich mit dem Risikoparitätsansatz optimal umsetzen. Eine systematische, prognosefreie Risk-Parity-Bond-Strategie liefert langfristig überlegene, risikoadjustierte Renditen, indem Unsicherheitsfaktoren minimiert werden und durch das optimale Ausnutzen von geringen respektive sogar negativen Korrelationen zwischen den Anlagen eine echte Risikostreuung erzielt wird. So erfolgt die Diversifikation über verschiedene Sub-Assetklassen wie beispielsweise Staats- und Unternehmensanleihen, inflationsindexierte Anleihen und Carry-Positionen in Emerging Marktes-Währungen sowie gleichzeitig über verschiedene Regionen und Durationen hinweg. Das Risikoparitätsprinzip beruht darauf, dass die einzelnen Bestandteile des Portfolios gleich viel zum Gesamtportfolio-Risiko beitragen. So wird das Risiko nicht von einzelnen Risikofaktoren beherrscht.

Ein nicht diversifizierter Investor, der zum Beispiel schwerpunktmäßig in Staatsanleihen investiert ist, kann unter Hinzunahme eines Risk-Parity-Bond-Konzepts die Diversifikation seines Gesamtportfolios signifikant steigern und kostengünstig in andere Risikoprämien als Duration investieren. Dabei ist ein Risk-Parity-Bond-Fund ähnlich preiswert wie ein indexierter Fonds, aber weniger starr, da die Allokation täglich im Hinblick auf das Risiko adjustiert wird.
Demgegenüber hat ein gut diversifizierter Fixed-Income-Investor die verschiedenen Sub-Anlageklassen typischerweise bereits in seinem Portfolio, in Form von Indexfonds, Einzelanlagen et cetera, und nimmt taktische Allokationen vor. Da letztere sehr betreuungsintensiv sind, liefert die Ergänzung eines bereits diversifizierten Portfolios um ein Risk-Parity-Bond-Konzept entscheidende Vorteile. Durch den Einsatz des Konzeptes werden Ressourcen für die Erzeugung von zusätzlichen Alpha-Erträgen geschaffen, da man mit dem Risk-Parity-Bond-Ansatz als Basis-Baustein schon optimal und kostengünstig diversifiziert ist. Hinzu kommt, dass ein Risk-Parity-Bond-Fund intuitiv und transparent ist: Es wird in Anlageklassen mit abschöpfbaren Renditequellen investiert, aber durch die Risikogleichgewichtung auf Renditeprognosen verzichtet.
Schließlich bietet ein Risk-Parity-Bond-Fund durch seine erhöhte Zinsrobustheit – weil er Subanlageklassen beinhaltet, die in unterschiedlichen Marktphasen unterschiedliche Stärken haben – robuste Chancen auf einen stabilen Ertrag auch in schwierigen Zinsphasen. Im Gegensatz beispielsweise zu Hedgefonds wird aber auf exotische Investments und den Einsatz von Leverage, beispielsweise für Arbitrage-Zwecke, verzichtet.

Fazit: Weil das Risikoparitätskonzept für Bondinvestments eine Reihe von untereinander niedrig korrelierten, systematischen Risikoquellen des Fixed-Income-Bereichs auf optimale Weise kombiniert, ist es ein sehr guter Ansatz, um diversifizierte Risikoprämien (nicht nur Duration) im Anleihe-Segment abzuschöpfen. Daher kann der Risk-Parity-Bond-Ansatz jedes Fixed-Income-Portfolio sinnvoll ergänzen.

(Autor: Dr. Torsten von Bartenwerffer, Director Portfolio Management, Aquila Capital)

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