eSports – ein unaufhaltsamer Trend

Esports ist ein weltweiter, seit Jahren anhaltender Trend. Mit der GT-Academy versuchte man schon vor einigen Jahren im Bereich des Motorsports Aufmerksamkeit zu erregen. Der jungen Formel E gelang es dann schließlich endgültig durchzustarten....

Warum Gold in jedes Depot gehört

Kaum ein Investment teilt die Anleger so sehr wie das Thema Gold. Die Kritiker sehen darin eine Illusion oder lehnen es aufgrund des (nachweisbaren falschen) Zinsargumentes ab. Die Befürworter sehen darin eine Versicherung für...

Markteinschätzung der GECAM AG

Der Panikmodus an den Märkten ist beendet. Realismus kehrt bezüglich China-Angst, Dominanz der Notenbanken und fallenden Rohstoffpreisen ein. Am Schluss werden die Märkte erkennen, dass Aktien attraktiv sind, sowohl absolut als auch relativ zu...
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Gold stemmt sich gegen den Abwärtstrend

Die aktuelle Kursschwäche hat gleich mehrere Gründe. So litt der Preis zuletzt vor allem unter den steigenden realen Zinsen in den USA. Im Dezember lagen die Zinsen für 10jährige US-Staatsanleihen bei 2,1 Prozent. Abzüglich der Inflation von 0,8 Prozent entsprach das realen Zinsen von 1,3 Prozent. Wegen des Einbruchs der Ölpreise waren die Verbraucherpreise im Januar aber um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei aktuellen Zinsen von 2,1 Prozent ist die reale Verzinsung auf 2,2 Prozent geklettert. Weil Gold keine Zinsen abwirft, wird das Edelmetall somit weniger attraktiv. Zudem belasteten der steigende Dollar und die Hausse am Aktienmarkt die Notierung des Edelmetalls.

Physische Nachfrage ist stark

Über den Futures-Markt drücken Investoren darüber hinaus den Goldpreis. Trotz der anhaltend robusten physischen Nachfrage – an der Derivatebörse Comex wird täglich Gold im Wert von rund 20 Mrd. Dollar gehandelt. Eine hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass die weltweite Förderung des Edelmetalls sich auf lediglich 125 Mrd. Dollar pro Jahr beläuft.

Ein Faktor ist außerdem Indien: Zwar hat das Land der Goldliebhaber nicht, wie erwartet, den Einfuhrzoll auf das Edelmetall von 10 Prozent gesenkt. Investoren gehen dennoch davon aus, dass die Nachfrage im März auf 100 Tonnen gegenüber 25 Tonnen im Februar nach oben schießen wird, weil sich die Händler in der Hoffnung auf Steuersenkungen mit Goldbestellungen zuvor zurückgehalten haben. Nun müssen die Läger wieder aufgefüllt werden.

Die Nettogoldimporte Chinas lagen im Januar mit 71,6 Tonnen zwar unter dem Vorjahreswert von 83,6 Tonnen. Gegenüber dem Wert von Dezember 2014 von 58,8 Tonnen sind die Einfuhren aber deutlich gestiegen. Etliche Experten gehen davon aus, dass die vom Branchenverband World Gold Council gemeldete Nachfrage von 886,1 Tonnen für 2014 für China die tatsächliche Nachfrage deutlich unterrepräsentiert. Denn aktuell belaufen sich die Auslieferungen der Shanghai Gold Exchange, dem größten Handelsplatz Chinas für physisches Gold, auf rund 60 Tonnen des Edelmetalls pro Woche. Die Zahl gibt einen klaren Hinweis darauf, dass die Nachfrage tatsächlich größer ist.

Wird Österreich Gold repatriieren?

Während die Verbraucher in China kräftig Gold kaufen, behandelt die österreichische Nationalbank (OeNB) ihr Gold stiefmütterlich. Zuletzt hat der Rechnungshof die OeNB wegen der „unzureichenden" Verwahrung der Goldreserven scharf kritisiert und der OeNB vorgeworfen, sie habe „keine Gesamtstrategie" für das Staatsgold. Die OeNB besitzt 280 Tonnen Gold. „Bei der Lagerung der physischen Goldreserven war die OeNB einem Konzentrationsrisiko bei einer Lagerstelle in England ausgesetzt, da bei dieser im Jahr 2013 rund 82 Prozent der gesamten physischen Bestände der OeNB eingelagert waren", erklärten die Prüfer. Etliche Experten spekulieren, dass die OeNB die Kritik nutzen wird, um ein Teil des Edelmetalls zu repatriieren und es damit anderen Notenbanken gleichtun. Ende 2014 hatte die niederländische Notenbank bekannt gegeben, dass sie 122,5 Tonnen aus den USA zurückgeholt hatte.

Anleger sollten den Preis des Edelmetalls genau im Auge behalten. Sollte er sich trotz des steigenden Dollar oder steigender US-Realzinsen stabilisieren, könnte ein nachhaltiger Boden gefunden sein. Deutschen Anlegern spielt der steigende Dollar ohnehin in die Hände. Denn auf Euro-Basis legt die Notierung des Edelmetalls deutlich zu. Gegenüber Ende 2014 steht ein Kursplus von 10 Prozent zu Buche. Nicht schlecht angesichts der Strafzinsen der EZB von 0,2 Prozent.


(Autor: Tino Leukhardt, Senior Sales Ophirum Commodity GmbH)

„VALUE WIRD GROWTH OUTPERFORMEN“

2015 lief es genau umgekehrt. Titel mit niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen und hohen Dividendenrenditen hinkten dem Markt deutlich hinterher. „Überhaupt spiegelt die Entwicklung der großen Indizes die Umwälzungen am US-Aktienmarkt nur unzureichend wider“, erläutert Budelmann, der den Berenberg Systematic Approach – US STOCKPICKER Fund verantwortet. So gab der Standard and Poor's 500 im vergangenen Jahr nur geringfügig nach. Der US-Leitindex wurde jedoch durch die Börsenrallye der sogenannten FANG-Aktien deutlich nach oben verzerrt; der breite Markt entwickelte sich entsprechend schlechter. Hinter dem Akronym „FANG“ verbergen sich die vier Wachstumstitel Facebook, Amazon, Netflix und Google (Alphabet), die inzwischen teilweise eine sehr hohe Bewertung aufweisen.

Unternehmensgewinne im Blickpunkt

„US-Aktien sind mit einem KGV von 17 nun auch insgesamt nicht mehr sonderlich preiswert“, ergänzt Budelmann. Nach Einschätzung des Managers müssen die Unternehmen nun ihre Erträge steigern, um den Markt anzuschieben. Die Wallstreet erwarte hier allerdings etwas zu viel. „Die Analysten gingen zu Jahresbeginn davon aus, dass die Gewinne der S&P-Unternehmen 2016 um sieben bis acht Prozent klettern.“ Budelmann rechnet nach wie vor konservativer und geht von Ertragszuwächsen zwischen zwei und vier Prozent aus.

Der Druck auf die Gewinne, die auf Quartalsbasis zuletzt rückläufig waren, sollte preisgünstige und wertstabile Aktien stärker in den Fokus der Investoren treten lassen. Budelman hat seinen Berenberg Systematic Approach US STOCKICKER Fund entsprechend positioniert, hochkapitalisierte Aktien mit Value-Charakter überwiegen. Der Anteil von Finanztiteln wurde angehoben, Gesundheitswerte über die Veräußerung des jahrelangen Outperformers Gilead Sciences abgebaut.

Leitzinsen steigen weiter

Mit seiner Positionierung stellt sich Budelmann auf das erwartete 2016er-Szenario ein, das gesamtwirtschaftlich betrachtet durchaus optimistisch stimmt: Nach Einschätzung der Berenberg-Volkswirte wird die US-Konjunktur im laufenden Jahr um 2,3 Prozent wachsen und die Arbeitslosenrate auf 4,8 Prozent zurückgehen – den durch fallende Ölpreise ausgelösten Turbulenzen im Energiesektor zum Trotz.

Den Einschätzungen zufolge sollte die tendenziell stärker auf den Inlandskonsum ausgerichtete US-Wirtschaft auch mit höheren Leitzinsen leben können. Berenberg rechnet hier mit drei Anhebungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende. „In diesem Umfeld dürfte es sich auszahlen, auf fundamental unterbewertete Aktien zu setzen, die sich in schwankungsanfälligen Märkten überdurchschnittlich stabil zeigen und gleichzeitig einen attraktiven Basistrend aufweisen“, resümiert Till Christian Budelmann.

Autor: Till Christian Budelmann,
Leiter des Fondsmanagements der Berenberg Bank (Schweiz) AG


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