Veitsberg_Foto_Bckelmann.jpg

Ohne Schwellenländer geht nichts

Neben einer Zuordnung von Schwellenländern meist nach den Regionen Asien, Lateinamerika und Europa gab es schnell sog. Grenzmärkte kleinerer Länder (Frontier Markets) oder im Zuge der Finanzkrise Begriffsschöpfungen wie die Fragilen Fünf.
Der Versuch, Schwellenländer oder Grenzmärkte nach unterschiedlichen Kriterien zu gruppieren, darf aber als gescheitert betrachtet werden. Zu unterschiedlich sind die Länder in ihren soziokulturellen Begebenheiten, in ihren sektoralen Schwerpunkten zum Beispiel als Rohstoffproduzent oder als Rohstoffkonsument, in der Entwicklung von Infrastruktur und Finanzsystemen und nicht zuletzt innenpolitischen Risiken. Vor diesem Hintergrund erscheinen heute manche als Schwellenländer eingestufte Nationen weitaus stabiler als das ein oder andere europäische Land.
Die Verschiedenheit der einzelnen Länder macht eine Differenzierung erforderlich – eine pauschale Abbildung der Gruppe ‚Schwellenländer' über einen passiven Indexfonds macht unseres Erachtens keinen Sinn. In den Regionen sind die Ineffizienzen derart stark ausgeprägt, dass aktive Manager über ihre Titelselektion einen Mehrwert generieren können. Dieses lässt sich auch anhand von Wertentwicklungen geeigneter Produkte bei Aktien wie Anleihen über einen längeren Zeitraum belegen.

Allerdings verfügen Schwellenländer meist über kleinere illiquidere Kapitalmärkte und sie sind in der Regel von ausländischen Kapitalanlegern abhängig. Diese Tatsache führt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu heftigen Verwerfungen, da beispielsweise durch geopolitische Ereignisse bedingt ausländische Investoren ihre Gelder schnell aus den Märkten abziehen wollen. Diese Entwicklungen drücken sich insbesondere in der Risikokennzahl Volatilität aus, die die durchschnittlichen Wertschwankungen eines Marktes misst. Naturgemäß sind die Preisschwankungen in den Schwellenländern höher als in den sogenannten etablierten Märkten. Dies führt auch dazu, dass es selbst bei hervorragenden aktiven Fonds häufig zu Favoritenwechseln kommt.

Dennoch ist es aus Sicht einer langfristigen Vermögensausrichtung ratsam, die Chancen überdurchschnittlichen Wachstums und somit eine überdurchschnittliche Rendite zu suchen. Im Rahmen eines Vermögensaufbaus sollten daher ein bis zwei auf Schwellenländer spezialisierte aktive Investmentfonds nicht fehlen. Je nach Größe des Vermögens bieten sich aus Aktien und Anleihen gemischte Fonds oder auch Spezialisten an. Wichtig ist dabei die sorgfältige Auswahl der Fonds und die Bereitschaft, einerseits Geduld mit dem Engagement zu üben, andererseits aber auch bei Enttäuschungen konsequent zu handeln und den Fondsanbieter zu wechseln. Hier ist sicherlich eine professionelle Beratung zu empfehlen.
Im Rahmen einer übergeordneten Vermögensstruktur sollte dringend darauf geachtet werden, dass der Anteil der in Schwellenländern angelegten Gelder je nach Risikoneigung zehn bis 20 % nicht übersteigt. Die seit Jahren andauernde Rallye in ausgewählten Ländern unterzeichnet oft die Risiken – welche Marktkräfte in Schwellenländern wirken, konnten wir im Zuge der Tapering-Debatte im Sommer 2013 beobachten.
Wer jetzt aber glaubt, er könnte sich den Schwellenländerschwankungen entziehen, in dem er rein auf europäische Aktien setzt, irrt jedoch. Die Umsatzverteilung einiger europäischer Luxusartikelhersteller verdeutlicht deren wachsende Abhängigkeit vom Aufbau einer Mittelschicht in den Schwellenländern. So können theoretisch auch nur mit deutschen, europäischen oder amerikanischen Aktien die Chancen der Schwellenländer gesucht werden. Dazu müsste aber eine intensive Selektion einzelner Werte durchgeführt werden, sodass ein auf die Regionen spezialisiertes Produkt in der Regel die bessere Wahl scheint.

(Autor: Thomas Böckelmann, geschäftsführender Gesellschafter der VEITSBERG Gesellschaft für Vermögensbetreuung mbH)

Kooperieren statt konkurrieren

Es betrifft zwei mittelständische Unternehmen aus Franken, die seit einigen Jahren von mir beraten werden. Die Unternehmen haben einiges gemeinsam. Sie sind inhabergeführt, arbeiten regional, existieren länger als 10 Jahre und bilden durch diesen Zusammenschluss, laut DGAP (03.07.2014), eine der größten Finanzberatungen in Franken. Das, was sie nicht gemeinsam haben, befruchten sie sich gegenseitig durch die Kooperation. Statt sich gegenseitig Mitarbeiter abzuwerben, machen sie Werbung füreinander und reden Klartext miteinander. Dieser Dialog hat 2012 dazu geführt, dass Herr Schwalb von der BSC bereit war, die Profinanz mit Knowhow aus dem Bereich der Allfinanz zu unterstützen. So entstand ein neues Vertriebskonzept zur Anbindung neuer Geschäftspartner. Inzwischen konnte die Profinanz dadurch fünf neue Partner gewinnen. Die Einarbeitung der neuen Geschäftspartner der Profinanz AG wurden alle von sehr erfahrenen Führungskräften der BSC geschult und bei Kundenterminen aktiv unterstützt in der Umsetzung des erarbeiteten Verkaufsleitfadens für eine ganzheitliche und strategische Finanzberatung. Auch Weiterbildungsmaßnahmen werden von den Unternehmen gemeinsam gestaltet und in unseren Räumen in Fulda oder Kronach durchgeführt. Das geht nur, weil beide Unternehmen eine Kultur der Offenheit pflegen und ein gegebenes Wort und ein Handschlag für beide Unternehmen verlässlicher sind als komplizierte Verträge.
An eine solche Kultur erinnert sich noch so mancher Berater aus den Anfängen des Finanzvertriebes in den 70igern und 80ziger Jahren.

Die Kultur des Miteinanders braucht eine Renaissance. Der Demografische Wandel lähmt die Finanzbranche von innen, die immer stärkeren Regulierungen belasten die Branche von außen. Hier hilft den kleinen Unternehmen nur noch die Kooperation. Es muss nicht gleich eine Fusion sein. Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Unternehmen gezielt zu nutzen um von einander zu profitieren. Der Austausch von Erfahrungen, die beide Unternehmen machen, werden genutzt, um die Beraterqualität zu erhöhen und Wachstum zu fördern. Viele Dienstleistungen, die große Vertriebe sich einfacher leisten können, sind bei kleineren Unternehmen nur gemeinsam zu stemmen. Zum Beispiel die Anschaffung moderner Verwaltungssoftware, ständige Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter oder auch Rekrutierungsaktionen. In regelmäßigen Treffen der Geschäftsleitungen werden die Erfahrungen ausgewertet und neue Maßnahmen entwickelt. Das gemeinsame Knowhow zu nutzen ist dabei, nach Aussage beider Unternehmen, der höchste Mehrwert.
Eine Parallele zu den Finanzvertrieben ist in der Bankenwelt zu erkennen. Als ich 2008 als Berater die Integration zweier deutscher Banken begleitet habe, konnte ich live miterleben, wie immenses Knowhow verloren ging, da diese beiden großen Banken nicht in der Lage waren, mit Zeit und mit Flexibilität das Zusammenwachsen zu gestalten. Alles musste schnell gehen und vieles wurde nur unter kurzfristigen ökonomischen Prämissen entschieden. So haben sich einige „Topvertriebsvorstände" vorzeitig kündigen lassen und zurück blieb die zweite Ebene, die sich Sorgen machte um ihre Positionen und auch dementsprechend agierten. Es war für mich als Berater sehr frustrierend zu erleben, wie die Bedürfnisse der Kunden außer Acht gelassen wurden. Auch bei den Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind Fusionen inzwischen an der Tagesordnung.
Durch diese Erfahrungen wurde mir klar, dass ich in Zukunft nur für Unternehmen arbeiten werde, die neben den ökonomischen Zielen auch das Kundenwohl sehr stark im Auge haben.
Im Bereich der Volksbanken gibt es ein Benchmark Pool, in dem aktuell 147 Geno-Banken ihre Kennzahlen vergleichen. Das hilft zu erkennen, welche Stellschrauben an der Bank umgestellt werden können. Nicht immer ist die Fusion die Lösung. Oft ist auch hier die strategische Zusammenarbeit eine Lösung, für die sich ändernden Marktgegebenheiten. Eine Geno Bank, die hier besondere Wege geht, ist die VR Bank Rhein-Sieg eG, wie man auch in ihrem letzten Geschäftsbericht nachlesen kann. Die Krise von 2008 hat auch bei dieser Bank ihre Spuren hinterlassen. Stellen mussten abgebaut werden, es folgte der Austritt aus dem Arbeitgeberverband, neue Vergütungssysteme wurden entwickelt und noch einige Veränderungen mehr. Gemeistert wurde diese Krise auch hier durch die starke Kooperation mit den anderen Geno-Banken.

Die Zukunft kleinerer Vertriebe (unter 5 Mio. Euro Umsatz) wird gesichert durch Kooperationen, denen sie offen begegnen sollten. Kooperation zwischen mehreren Unternehmen bedarf Vertrauen und Seriosität in den Verhandlungen und in der Annäherung.
Größere Vertriebe sollten sich neu erfinden, das beginnt bei der zeitgemäßen Logo Gestaltung, der Überprüfung der Aussagen über Leistungen bis hin zur Erneuerung veralteter Bezahlungs- und Beratungskonzepten. Diese Veränderungen gepaart mit der permanenten Weiterentwicklung der Geschäftspartner, welche das Unternehmen am meisten repräsentieren, gewährleisten einen dauerhaften Erfolg und ein gesundes Unternehmen.
Berater, die in Zukunft wirklich unabhängig arbeiten möchten, werden auch zukünftig nur mit unabhängigen Finanzvertrieben arbeiten, die den Geschäftspartner und den Kunden gleichermaßen im Fokus haben. Also Dienstleister für Geschäftspartner UND Kunden. Wer hier mit Qualität, Verlässlichkeit und Innovation beide begeistert, gewinnt den Wettbewerb in der Gunst um beide Zielgruppen.
Oft haben gerade kleine Vertriebe einen besonders großen Nutzen für die Versicherer oder auch für die Fondsgesellschaften. Das eingereichte Geschäft ist qualitativ hochwertiger, mit sehr geringen Stornoquoten behaftet und es gibt kurze Entscheidungswege. Langfristige Zusammenarbeit mit Partnern auf Augenhöhe ist ein Wert, der in der heutigen Zeit wieder mehr gelebt werden sollte.
Die erfolgreichen Finanzvertriebe der Zukunft finden ihren Leistungsanreiz in der Kooperation mit starken Partnern.
Internes Wachstum in Unternehmen beschreibt das Bündeln interner Potenziale und Möglichkeiten, die über den gemeinsamen Nenner Mensch direkten oder indirekten Einfluss auf den Erfolg des Ganzen und des Individuums haben. Ziel ist es, durch konstruktives und zielorientiertes Zusammenwirken innerhalb eines Unternehmens eine kontinuierliche Weiterentwicklung für alle Beteiligten zu bewirken – fachlich wie menschlich. All dies bildet ein stabiles Fundament für den externen und internen Gesamterfolg.


(Autor: Carlos Salgado, Managementberater aus Fulda)

Gewohnheiten ändern

Die Diskussionen über die Rentabilität von Lebensversicherungen führt dazu, dass es die Verbraucher versäumen, ihre immer weiter sinkenden Rentenansprüche zu ergänzen. Es wird zu sehr über Produkte, Erträge, Zinsen, Dividende usw. diskutiert, anstatt die Problematik der Rentenentwicklung, der Demographie, der Pflegesituation usw. in den Fokus zu rücken. Es ist immer noch besser eine Rentenversicherung mit schlechter Verzinsung zu haben, als gar nichts. Zudem wird sich die Zinssituation bald wieder umkehren.

Die Produktanbieter sind gut beraten, wenn sie ihren Vertrieb so ausrichten, dass dieser stärker die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt seiner Beratungen stellt. Nur so werden Kunden in die Rolle des „Haben-Wollens" versetzt und sie sind in der Folge offen für Informationen zu den Produkten.

Mehr dazu www.ziele-erreichen.de/seminare

Mit besten Grüßen

Hans D. Schittly

(Schittly & Dinler AG, TrainCoaching mit nachhaltigem Erfolg)

Einstieg bei fallenden Kursen

Ein viel entscheidender Faktor einer weiteren Senkung des Leitzinses, welche Mario Draghi Anfang Juni 2014 um zehn Basispunkte (BPS) auf nunmehr 0,15 % vollzog, ist dem Devisenkurs des Euro zum US-Dollar beizumessen. Die relative Stärke des Euro führte die europäische Leitwährung im März und Mai dieses Jahres in Regionen von knapp 1,40 US-Dollar. Bereits während der Pressekonferenz der vorletzten EZB-Ratssitzung wurde betont, dass eine weitere Aufwertung nicht erstrebenswert sei und die Zentralbank Mechanismen ergreife, gegen diese anzugehen. Zuletzt ist es gelungen, sich von den vorgenannten Höchstständen zu entfernen und eine Abwertung einzuleiten – die weitere Tendenz deutet Devisenkurse von 1,30 Euro/ US-Dollar oder niedriger an.

Viele Aktienhändler und Analysten waren im Vorfeld der letzten Notenbanksitzung davon ausgegangen, dass der DAX bei einer entsprechenden Zinssenkung die 10.000 Punkte überspringen würde. Dies geschah bereits zeitgleich zur Pressekonferenz. Seitdem pendelt der deutsche Leitindex um die eher psychologisch als charttechnisch bedeutende Marke, konnte sie jedoch bisher nicht nachhaltig überschreiten. Für die kurz- bis mittelfristige Zukunft ist im Vergleich zu den letzten Monaten von einer steigenden Volatilität auszugehen. Prinzipiell führt jedoch keine Entscheidung an Aktien vorbei, da zinstragende Assets weiterhin eine Rendite nahe null aufweisen. Die Aussagen des EZB-Präsidenten lassen eindeutig darauf schließen, dass auch mittelfristig nicht mit (Leit-) Zinserhöhungen zu rechnen ist und das generelle Zinsniveau auf dem aktuellen Levels verharrt.

Die Bondrenditen sämtlicher DAX-Unternehmen liegen selbst bei langen Laufzeiten unter den jeweiligen Dividendenrenditen identischer Emittenten. Quasi risikolose Anlagen rentieren noch deutlich darunter. Dies wird beispielsweise anhand der fünfjährigen Bundesverzinsung augenscheinlich, die bei ca. 35 BPS liegt. Zur Erzielung einer positiven Realrendite sind Investoren daher gezwungen, Risiken einzugehen, obwohl die deutschen und europäischen Inflationsraten derzeit deutlich unter dem EZB-Ziel von zwei Prozent tendieren. Weiterhin zahlt eher der Sparer als der Steuerzahler die Rechnung der ausufernden Staatsverschuldung.
Europaweit höhere Inflationsraten zu generieren dürfte den Notenbankern weiterhin schwer fallen, da für dieses Unterfangen ein positives Wirtschaftswachstum über die gesamte Währungsunion nötig ist. Eine tatsächlich nennenswerte Wirtschaftsbelebung bleibt insbesondere in der Peripherie bisher aus. Dort sind weitere konjunkturelle Maßnahmen nötig, welche sich an dem Vorbild Irlands orientieren können.

Generell ist davon auszugehen, dass die USA die derzeit noch vorherrschende Krise schneller durchschreiten als die Eurozone. Die zuvor beschriebenen nationalen Herausforderungen der Europäischen Mitgliedsstaaten hindern die Währungsunion, mit den USA die Augenhöhe zu wahren. Janet Yellen wird es vergleichsweise leicht fallen, den Ankündigungen ihres Vorgängers, Ben Bernanke, Folge zu leisten und das Tapering weiter fortzusetzen. Es ist zu erwarten, dass die zukünftigen Anleihekäufe der Fed deutlich schneller verringert werden, als es bisher der Fall ist. Da somit das Quantitative Easing zeitlich befristet wird, ist die US-Notenbank auch deutlich eher als ihre internationalen Pendants in der Lage, die Notenbankzinsen wieder anzuheben und sich von dem historischen Tief zu entfernen.
Insbesondere die Perspektive für die US-amerikanischen Aktienmärkte ist weiterhin gut. Anleger sollten jedoch bedenken, dass zwischenzeitliche Kursverluste nicht gleich den Ausbruch einer Krise oder das Platzen einer vermeintlichen Blase bedeuten. Vielmehr stellen diese neue Einstiegsgelegenheiten nach den Anstiegen der Aktienbörsen in den vergangenen Monaten dar.

(Autor: Dr. Andreas Schyra, Vorstandsmitglied der Private Vermögensverwaltung AG)

Wehrt Euch!

(fw/hwt) Versicherungsvermittler sind vielen Verbraucherschützern ein rotes Tuch. Wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet, schalten sie auf Frontalangriff. Einen ganzen Berufsstand als in erster Linie geldgierig zu diffamieren, kommt beim Publikum scheinbar gut an. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass es ohne Vertrieb nicht mal ansatzweise private Altersvorsorge geben würde, dass es ohne von ihm vermittelte Versicherungspolicen auch keine Absicherung bei Berufsunfähigkeit oder einem Unfall oder nach einem Wohnungseinbruch gäbe, oder, oder, oder. Makler sind, um dies noch einmal anzumerken, dem Wohl ihrer Kunden verpflichtet. Und nur diesem. Sie wählen aus einer Vielzahl von Anbietern und Angeboten die jeweils passenden aus. Natürlich steckt hinter dem Bashing auch Kalkül. Es geht ums Geld, denn wenn Vermittler an den Rand des Geschäfts gedrängt werden und sich die Honorarberatung als Standard durchsetzt, steht den Verbraucherzentralen profitables Geschäft ins Haus.

Dass der Privatsender RTL beim veröffentlichten Mainstream nicht abseits stehen möchte, lässt sich gut nachvollziehen. Das „Aufdecken" vermeintlicher Skandale hält im Gespräch und bringt Quote, die man für die Werbeschalter der Wirtschaft so dringend benötigt. Warum sich von Fakten aufhalten lassen? Wie gut, wenn man dann noch Peter Zwegat als Aufklärer ins Rennen schicken kann, hat der sich doch den Nimbus eines Anwalts der „kleinen Leute" erarbeitet.

Umso schlimmer aber ist dabei, dass die viele Sachwalter der Maklerschaft und auch die Versicherungswirtschaft in Deckung gehen, wenn Breitseiten auf sie geschossen werden. Umso unverständlicher, dass selbst auf Kongressen „Verbraucherschützer" mit abstrusem Gedankengut unwidersprochen auftreten dürfen. Etwa mit der Aufforderung, die Kunden sollten besser Briefmarken sammeln anstatt Lebensversicherungen abzuschließen. Wer aber nicht in der breiten Öffentlichkeit in die Schranken verwiesen wird, muss sich geradezu zum „Nachlegen" ermutigt fühlen.

Jetzt – endlich – hat ein Pool nicht mehr nur stillschweigend hingehört. Es hat vielmehr Scharlatanerie entlarvt und sich medienwirksam zur Wehr gesetzt. Makler können ihm dafür dankbar sein. Doch an falscher Berichterstattung und dummem Gerede ändern wird das wohl nichts. Zumindest so lange nicht, bis es endlich eine breite Mehrheit derjenigen geben wird, die sich nicht mehr einschüchtern lassen.


Das Währungsrisiko im Portfolio minimieren – mit ETFs

Selten war der Einfluss der Geldpolitik auf die Finanzmärkte so groß wie heute. Seitdem die US Notenbank Fed, die Bank of England (BoE) und die Europäische Zentralbank (EZB) nach der Finanzkrise die globale Wirtschaft mithilfe von Niedrigzinsen und Anleihekäufen vor dem Kollaps bewahrt haben, schauen die Marktteilnehmer immer wieder gebannt auf die Ergebnisse der Notenbanksitzungen. Diese nehmen dadurch unmittelbar Einfluss auf die Aktien-, Anleihen-, und insbesondere auf Devisenmärkte, also die Wechselkurse der wichtigsten Weltwährungen wie US-Dollar, Euro, Pfund Sterling und Yen.

Auf diese Weise wirken sich geldpolitische Entscheidungen und andere makroökonomische Entwicklungen direkt auf die Portfolios von Investoren aus – und stellen eine anspruchsvolle Herausforderung für das Währungsmanagement dar. Durch die Globalisierung haben die Umsatzerlöse in Fremdwährungen bei international agierenden Unternehmen erheblich zugenommen. So generieren europäische Unternehmen Zahlen von UBS und MSCI zufolge heute rund 28 % ihres Umsatzes allein in den Schwellenländern – doppelt so viel wie noch im Jahr 2002. Bei Investoren aus dem Euroraum, die in den globalen Aktienindex MSCI World investieren, bezifferte sich das Fremdwährungsrisiko im Jahr 2013 auf 88 %.

Angesichts dieser Zahlen überrascht es nicht, dass viele Investoren transparente, verständliche und kosteneffiziente Portfoliobausteine mit Währungssicherung suchen. Physisch replizierende ETFs mit Währungssicherung werden diesen Bedürfnissen gerecht. Sie bilden ihren jeweiligen Zielindex durch den Kauf der tatsächlich im Index enthaltenen Wertpapiere ab und bieten zudem den Vorteil einer geringen Kostenbelastung.

Diese ETFs sichern die Fremdwährungen der Indizes in Euro ab, indem sie Fremdwährungs-Termingeschäfte (Forwards) abschließen. Dabei wird jeder Fremdwährungs-Forward zur 1-Monats-Forward-Rate verkauft. Der Betrag der verkauften Forwards am letzten Handelstag im Monat entspricht der Marktkapitalisierungsgewichtung der im jeweiligen Index enthaltenen Wertpapiere. Diese werden zwei Handelstage vor dem ersten Kalendertag des Folgemonats in der jeweiligen Währung bewertet. Der gesicherte Gegenwert bleibt über den gesamten Monat konstant. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine gute Absicherung des Wechselkursrisikos und hält gleichzeitig den Aufwand und die damit verbundenen Kosten in Grenzen.

Für Investoren bieten währungsgesicherte ETFs eine einfache und sichere Möglichkeit, das Fremdwährungsrisiko bei globalen Aktieninvestments zu reduzieren. Damit wird gleichzeitig die Volatilität, also das Risiko der Gesamterträge, verringert. Dadurch funktioniert die Währungssicherung über den Kauf eines einzigen, UCITS-konformen Anlageinstruments. Das ist für professionelle Investoren und auch für Privatanleger ein wichtiger Vorteil.

Bereits jetzt können Investoren eine breite Palette von Indizes in den wichtigsten Weltwährungen (US-Dollar, Euro, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Japanischer Yen) gegenüber dem Euro absichern. Und das Produktangebot dürfte künftig weiter wachsen – eine gute Nachricht für ETF-Investoren. Immerhin ermöglichen diese Produkte ihnen, den Ergebnissen künftiger Notenbanksitzungen mit mehr Gelassenheit entgegenzusehen.

(Autor: Dag Rodewald, Leiter Vertrieb UBS ETFs Deutschland)

Im Wandel der Kulturen

Kunden wollen nicht mit Hardselling-Methoden gefügig gemacht werden, sie wollen selbst entscheiden ob und was sie kaufen sollen.

Verkäufer müssen bereit sein für Veränderungen ihres eigenen Verhaltens. Das Umfeld nimmt die Verkäufer in der Folge anders, nämlich positiver wahr und die Ergebnisse verbessern sich stetig.

PULL-Strategien ersetzen zukünftig die längst ausgedienten PUSH-Strategien.

Absichtslose Argumente in der Metaebene geschildert, vermitteln dem Kunden Einblicke und Einsichten, die ihn zu eigenen Erkenntnissen gelangen lassen. So wird Verkaufen zum praktizierten Verbraucherschutz!

Der Finanzmarkt hat sich gewandelt, ist schwieriger geworden. Genau deshalb ist es notwendig neue Wege zu gehen, die neue Verkaufskultur zu praktizieren.

Mehr dazu www.ziele-erreichen.de/seminare

Autor:
Dipl.-Kfm. Hans D. Schittly, seit 40 Jahren Verkaufs- und Verhaltenstrainer, hat die Veränderungen laufend analysiert und immer wieder das Verkaufsverhalten an die Erfordernisse des Marktes und der Kunden angepasst.

Mit besten Grüßen

Hans D. Schittly
(Schittly & Dinler AG, TrainCoaching mit nachhaltigem Erfolg)

Geldflut und was dann

Die Geldschwemme würde ein Ende finden und die Normalisierung der Geldpolitik – so die Hoffnung – würde wieder ans Tageslicht bringen, was Aktien, Zinspapiere und andere Anlagen „wirklich" für einen Wert haben.
Aber die Stunde der Wahrheit ist noch nicht gekommen. Und zurzeit scheint auch niemand die Wahrheit hören zu wollen. Börsenkurse steigen weiter, aber Umsatz und die Schwankungen sind so niedrig wie schon seit der Finanzkrise nicht mehr gesehen. Die Bullen geben den Ton an. Die Bären, die auf fallende Kurse setzen, haben mehr oder minder kapituliert. Jedes Mal wenn die Börse reif schien für eine Korrektur, war es nur eine Delle. 
Im Grunde warten die meisten Anleger einfach ab. Ein paar kaufen zu, und das reicht bei einer extrem ruhigen Börse für steigende Kurse. Die anderen sind skeptisch, ob es noch weiter aufwärts geht, haben aber auch keine Angst vor einem Einbruch. Die geringe Schwankungsbreite des Marktes verdeckt, wie risikoreich der Markt tatsächlich ist.

Die aktuelle Situation hat etwas Gespenstisches. Und das beunruhigt offenbar selbst Notenbanken, denn auch die würden sich etwa mehr Nervosität wünschen.
 Das Problem ist im Grunde, dass die Fed ihren Job in den letzten Monaten zu gut gemacht hat. Sie hatte große Sorge, dass die Märkte negativ auf die Reduzierung ihrer Anleihekäufe reagieren. Deswegen hat sie immer wieder betont, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben und dass es vorerst bei einer expansiven Geldpolitik bleibt. Die Investoren haben jetzt großes Vertrauen und verlassen sich darauf, dass die Fed sie nicht im Stich lässt. Zu viel Vertrauen aber ist oft die Vorstufe zu einer Krise. Angst und Nervosität verhindern dagegen, dass die Anleger sich zu einseitig positionieren.

Die Trends an den weltweiten Kapitalmärkten werden immer noch in den USA gemacht. Aber zur Marktverzerrung und Notenbankhörigkeit trägt auch bei, dass die Europäische Zentralbank (EZB) sich inzwischen ebenfalls zu einer ultraleichten Geldpolitik entschieden hat. Sie macht im Grunde mit Verzögerung und mit etwas anderen Mitteln das nach, was die Amerikaner vorgemacht haben. Denn das amerikanische Rezept zur Rettung nach der Bankenkrise war simpel und schmutzig, aber es hat einigermaßen funktioniert: Überflute die Wirtschaft mit Geld, und schwemme mit dieser Liquidität die faulen Anlagen aus den Bankbilanzen. EZB-Chef Mario Draghi fährt seit längerem denselben Kurs und hat damit die Euro-Zone vor dem Zusammenbruch gerettet. Aber erst die aktuell sehr niedrige Inflation ermöglicht ihm, in die Vollen zu gehen. Wenn spanische, portugiesische und sogar griechische Anleihen wieder fast so teuer sind wie vor der Krise, dann zeigt sich: jetzt ist Europa der Ort, wo die Marktverzerrungen besonders groß sind.

Unser Einschätzung:
 Es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis sich die Kapitalmärkte tatsächlich normalisieren. Viele Anleger vertrauen offenbar darauf, dass die US-Notenbank den Ausstieg gut hinbekommt. Die größte Gefahr besteht darin, dass dieses Vertrauen plötzlich schwindet – etwa wenn die Inflation schneller steigt als erwartet. Wenn dagegen alles ruhig bleibt, kommt die Stunde der Wahrheit wahrscheinlich erst im Jahr 2015.

(Autor: Dr. Marc-Oliver Lux von Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG)
Meyer.jpg

Qualität macht den Unterschied

Aber auch die „Problemländer" der Eurozone können sich aktuell zu Renditen finanzieren, die lange Zeit unvorstellbar waren. Das Vertrauen in die Fähigkeiten der Notenbanken und hier insbesondere der EZB ist unendlich. Und was macht der Aktienmarkt? Würde man ohne weitere Details nur die Entwicklung der Renditen bei den Anleihen sehen, dann würde man bei Aktien eine Krise vermuten. Doch weit gefehlt. Aktien verharren derzeit auf hohem Niveau. Bei noch etwas genauerer Betrachtung der Aktienmärkte, und hier insbesondere in Europa, erkennt man, dass vor allem schwache Unternehmen die Renner der vergangenen 12 Monate waren. Die Entwicklung ist getrieben von der Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung.

Die Realität hat die Hoffnung bisher nicht erfüllt. Die Unternehmensergebnisse für das erste Quartal 2014 waren insgesamt unter den Erwartungen. Im Detail schnitten die zuletzt sehr guten Aktienperformer am Schlechtesten ab. Die Gewinnerwartungen an die Unternehmen waren und sind zu hoch. Der Trend zeigt zwar in die richtige Richtung, aber das Ausmaß ist ungewiss. Der Ausleseprozess wird weiter gehen. Bisherige Qualitätsaktien werden dabei die Gewinner sein und weitere Marktanteile erringen. Unternehmen mit einem hohen Marktanteil und einer Preissetzungsmacht sollten für Aktieninvestoren wieder erste Wahl sein. Gute Managementqualitäten werden bei den Unternehmen für neues Wachstum sorgen. Das Wirtschaftswachstum in Europa und auch global wird weiter zulegen. Entsprechend wird auch das Gewinnwachstum bei den Aktiengesellschaften ausfallen. Angesichts niedriger Renditen bei Anleihen, und diese werden auch für längere Zeit auf niedrigem Niveau verharren, bleiben Aktien eine gute Wahl. Qualitätsaktien sollten gerade für langfristige Investoren erste Wahl bleiben. Aufgrund der Underperformance in den vergangenen zwölf Monaten gerade jetzt. Go for Quality!


(Autor: Thomas Meyer Country Head Germany PETERCAM S.A.)
IMG_4315.jpg

Betriebssport – ein bundesweit agierender Verband (BSV) hilft

Alexander wendet sich an den Betriebssportverband Wiesbaden (BSV). Dessen Vorsitzender, Peter Burkert, hilft gerne. „Es ist sehr wichtig, dass der Arbeitgeber den fußballbegeisterten Mitarbeitern seinen „Segen" gibt und die Bildung einer Betriebssportgruppe gestattet. Natürlich könnten sich die Kollegen auch einfach so zum Kicken treffen. Doch dann wäre das eine private und keine betriebliche Veranstaltung, was versicherungstechnisch einen riesigen Unterschied mache. Viele Unternehmen sind zu dem für den Betriebssport offen. Sie wissen, dass er die Gesundheit der Mitarbeiter fördert und sie motoviert".

Ist in einer Firma erst einmal eine Betriebssportgruppe gegründet, ist das Szenario, das sich in den kommenden Monaten abspielt, in der Regel unabhängig von der der Sportart gleich. Mit der Freude über tolle Spielzüge und Erfolge im internen Wettstreit kommt nicht selten die Frage auf: wären wir eigentlich besser als die Kollegen des Betriebes neben an?
Das ist der Moment, in dem erneut der BSV als Ansprechpartner gesucht wird. Er bietet in verschiedenen Sportarten Wettkämpfe für Betriebssportler an. Manche Unternehmen treten mit einer oder mehreren eigenen Mannschaften an. Manchmal haben in einer Firma aber nur wenige Mitarbeiter Lust, sich bei diesen Veranstaltungen mit anderen zu messen. Sie bilden dann mit interessierten Mitarbeitern anderer Betriebe eine Spielgemeinschaft.

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag für die Sportarten

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 23,- Euro inklusive Versicherung. Wer im Wettkampf gegen die Mitarbeiter anderer Firmen antritt, verspürt erfahrungsgemäß schon bald das Bedürfnis, auch mit diesen trainieren zu wollen, auch dies übernimmt der BSV. In Wiesbaden bietet der Verein 10 Sparten an: Badminton, Bowling, Drachenboot, Golf, Fußball, Leitathletik, Tennis, Schach, Skifahren und Volleyball. In Vorbereitung ist gerade die Sparte Tischfußball. Da in Wiesbaden das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte ist, werde zu dem auch an Basketball gedacht.
Sowohl das Training als auch die Wettkämpfe unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt vom Vereinssport: es gibt weniger Leistungsdruck, da jeder die Chance haben soll, mit zu machen – auch derjenige, der berufsbedingt etwas seltener am Training teilnehmen kann.

Welche Firmen beteiligen sich beim Betriebssport, die regelmäßig an den Sportveranstaltungen teilnehmen

Die Motivation hat unterschiedliche Gründe. Es gibt Behörden und Firmen, die aus beruflicher Notwendigkeit Sport treiben, wie das LKA oder das BKA, Firmen die ein großes Angebot an Betriebssport anbieten und fördern wie die R + V Versicherung in Wiesbaden, Firmen, die keinen Leistungssport suchen sondern an Breitensport interessiert sind, weil sie keine Bestleistungen nach Feierabend erbringen wollen.

Warum kommen die Mitarbeiter zum Betriebssport

Die Betriebssport Veranstaltungen finden meistens nach Feierabend statt und dauern nicht so lange wie bei Sportvereinen. Der Betriebssport bietet einen Ausgleich zu den oft einseitigen betrieblichen Belastungen. Dieses Angebot ist angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks im Unternehmen und den damit einhergehenden höheren Anforderungen an die Beschäftigten wichtiger denn je.
Schon immer hat der Sport über alle betrieblichen oder gesellschaftlichen Hierarchien hinweg Menschen zusammengeführt. Der Betriebssport schafft in den Unternehmen über alle Bereiche hinweg Kontakte, die im Alltag zum Abbau von Reibungsverlusten führen. Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass der Betriebssport positiv auf das Betriebsklima, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Fehlzeiten wirkt.

Die R+V Versicherung investiert in den Betriebssport

Der BSV Wiesbaden besteht schon seit 50 Jahren, das Jubiläum wurde 2012 in den Räumen der R + V Versicherung am Raiffeisenplatz gefeiert. Hans Christian Marschler, Personalvorstand der R+V Versicherung AG betonte, dass beim R+V Betriebssport für jeden etwas dabei ist. Ob Fußball, Yoga, Tennis oder Gymnastik – „in 13 verschiedenen Gruppen können sich unsere Mitarbeiter in Wiesbaden körperlich fit halten". Marschler ergänzt: „Engagierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Dienstleisters wie der R+V. Deshalb investieren wir seit Jahren in das betriebliche Gesundheitsmanagement. Seminare zu Gesundheitsthemen, gesunde Ernährung in der Betriebsgastronomie sowie Bewegungs- und Entspannungskurse sind nur einige Aspekte".

(Autor: Peter Burkert, Vorsitzender Betriebssportverband Wiesbaden)


www.bsv-wiesbaden.de