So werden Versicherungsmakler zur Nadel im Heuhaufen

Versicherungen gibt es wie Sand am Meer, ebenso wie Versicherungsmakler und -berater. Die Krux daran: Die kleinen, aber feinen Unterschiede können die Kunden meist nicht erkennen. Stellt sich also die Frage: Warum sollten sie...

Zinserwartungsschaukel

Man sollte meinen, dass den meisten Marktteilnehmern bewusst ist, dass die US-amerikanische Notenbank Fed kurz davor ist, mehrere Leitzinserhöhungen durchzuführen. Nun ist dieses Argument bereits unzählige Male ins Feld geführt worden, um diverse Kursrückgänge...
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Forderung nach einer neuen Vorsorgementalität

Das Dilemma: Das Niedrigzinsniveau lässt Lebensversicherungen und erstklassige Rentenpapiere nicht einmal die Inflationsrate verdienen. Mutig investierte er in den 90er Jahren in Aktien, das Sparbuch links liegenlassend, doch herbe Rückschläge an den Börsen und die Euro-Krise straften ihn. Verharrt er in seinem Sicherheitsdenken und seinem Anspruch auf Erträge über der Inflationsrate, wird es für ihn keine geeignete Anlageform seitens einer Bank, eines Versicherers oder Fondsanbieters geben.

Einen guten Mittelweg zwischen Sicherheit und Rendite schienen die Fondsanbieter schon früh gefunden zu haben: Sie entwickelten Laufzeitfonds. Einmal aufgelegt und mit einer Zieldatum ausgestattet, investierten sie in den frühen Jahren ihres Lebenszyklus in Aktien, schichteten dann zum Laufzeitende immer mehr in Rentenpapiere, um das investierte Kapital und erzielte Gewinne abzusichern. Je nach Konzept versprachen sie sogar einen 100-prozentigen Kapitalschutz. Aber so richtig zündeten diese nicht, mussten Sie doch bei starkem Rückgang der Aktienkurse zu früh in Geldmarktpapiere investieren, um die Garantien und die erzielten Gewinne abzusichern (Cash-Lock-Falle). Dadurch war kein weiterer Wertzuwachs zum Laufzeitende möglich.
Wer also für seinen Ruhestand vorsorgen möchte, sollte von dem Anspruch völliger Sicherheit abrücken, ohne jedoch auf Liquidität und Transparenz zu verzichten. Schließlich möchte man wissen, wie es um sein Kapital bestellt ist. Wie sieht nun ein Mittelweg aus zwischen Aktieninvestment mit Schwankungsrisiko einerseits, und einem sicherheitsorientierten aber schwach verzinsten Renteninvestment andererseits?

Der Grundgedanke eines Laufzeitfonds ist nach wie vor richtig, nur muss an dem Konzept einiges verbessert werden. Die 100 % Garantie wird ersetzt durch eine akzeptable Teilgarantie, die sich im Zeitablauf erhöhen kann. Ein gewisses Risiko ist über einen langfristigen Anlagezeitraum vertretbar, zumal die Ertragschancen überwiegen. Die auflaufenden Erträge aus den Rentenpapieren sowie steigende Zinsen am Kapitalmarkt ermöglichen eine Erhöhung der Garantie über die Laufzeit. Eine akzeptable Rendite kann über risikoreichere Anlageklassen erwirtschaftet werden.

(Autor: Michael Dazian, Director, BNP Paribas Investment Partners)

US-Zinserhöhung ahoi!

Vor einigen Wochen führten einige schwache Wirtschaftsdaten, auch in China, zu einem Umdenken in dieser Frage. Die erwartete Zinserhöhung wurde zunehmend von den meisten Investoren vom Dezember in das Jahr 2016 verschoben. Nun sind die Wirtschaftsdaten aus China zwar immer noch schwach, aber die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA waren so überzeugend, dass der Fed-Chefin Janet Yellen wieder mehrheitlich zugetraut wird, die Leitzinsen bereits im Dezember um ein Viertelprozent zu erhöhen. Und das wäre auch schön, damit das Hin-und-her-Geschlingere der US-Zentralbank und damit auch der Finanzmärkte in dieser Frage ein Ende hat.

Die Frage wird natürlich sofort sein, ob dieser kleine Einstieg in die geldpolitische Wende zu einem markanten Zinsanstieg führt oder nur einen symbolischen Wert haben wird. Die Aktienmärkte zumindest legten nach den ersten freitäglichen Jubelarien am Montag den Rückwärtsgang ein und verfielen in das alte Muster: Steigen die Zinsen, fallen die Kurse. Da das Zinsniveau aber unserer Meinung nach bis auf Weiteres sehr niedrig bleiben wird, dürften die negativen Effekte überschaubar sein. Für die europäischen Aktienmärkte wird die politische Karte derzeit wichtiger. Eine mögliche Linksregierung in Portugal, anstehende Wahlen in Spanien mit eventuell ähnlichem Ausgang und eine sich abzeichnende Regierungskrise in Deutschland ob der unterschiedlichen Positionen in der Behandlung der Flüchtlingskrise, verunsichern die Marktteilnehmer zunehmend. Nach dem starken Oktober wäre eine Festigung der aktuellen Aktienmarktniveaus in diesem Umfeld „Jahresendrally“ genug.

Autor: Michael Beck, Leiter Asset Management Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG

EZB kauft der Politik Zeit

Zwei Mal hat die EZB ihr QE-Programm aufgestockt, im Dezember und im März. Heute gab es keine neuen geldpolitischen Beschlüsse. Die EZB ist sehr expansiv und will es bleiben. (fw/ rm) Ulrike Kastens, Volkswirtin bei...

Das Ende der Bitcoins?

Der Handel kam fast zum Erliegen, Millionen an "echtem" Geld sind verschwunden. Es wird lange dauern, bis Bitcoins wieder in einem Atemzug mit Euro und Dollar genannt werden.

Wie war das noch? Vertrauen ist der eigentliche Standard einer Währung. Nicht Gold, Staatsanleihen oder die Wirtschaftskraft eines Staates. Besteht kein Vertrauen mehr in eine Währung oder in die Personen, die sie repräsentieren, wird die Währung abstürzen. Dem Euro ist das in der Euro-Krise passiert, der US-Dollar schwächelt gemessen an seiner einstigen Stärke schon sehr lange. Und jetzt eben Bitcoins. All die Technikverliebten, die durch die Kraft ihrer Rechner reich werden wollten - und es zum Teil sogar geworden waren - stehen jetzt unglücklich an der Seite und blicken auf die Scherben ihres Spielzeugs.

Nachdem Geldwäschevorwürfe und unklare Regeln zur Besteuerung des Bitcoin-Handels die Euphorie nicht bremsen konnten, hat das der Abschied einer der großen Börsen für Bitcoins erledigt. Denn hier haben zum ersten Mal Anleger richtig viel Geld verloren. Nicht wie zuvor kleine, individuelle Beträge, die auf dem Weg von einem Käufer zum anderen verschwanden. Und auch nicht die Beträge, die durch Unsicherheit im Umgang mit den unterschiedlichsten Verwahrstellen, Börsen oder Handelsplattformen verlustig gingen. Das alles waren die berühmten Einzelfälle, die das große Ganze noch nicht gefährdeten.

Die Abschaltung einer Plattform wie Mt. Gox aber hat eine andere Dimension. Sie zeigt, dass der gesamte Markt der Bitcoins noch nicht reif ist, dass sich eine Gemeinschaft von Nerds eben doch nicht selbst verwalten und sich eine eigene Währung geben kann. Sie zeigt, dass die durch Staaten regulierten Märkte viele Nachteile, aber eben auch gewisse Vorteile haben.

Was genau aber ist daran schlimm, wenn ein paar Leute einen Haufen Geld verlieren? Im Prinzip nichts, denn genau das geschieht in Deutschland jeden Tag. Und zwar mit viel seriöser klingenden Anlagen in Windenergie, Solaranlagen oder Schrottimmobilien. Und bei Bitcoins wie bei den Anlagen des grauen Kapitalmarkts hilft der Ruf nach einem allmächtig regulierenden Staat nicht weiter. Wesentlich wichtiger wäre es, dass Investoren ihren gesunden Menschenverstand einschalten, bevor sie Geld anlegen. Ob virtuelles oder echtes.

(Autor: Uwe Zimmer, CEO MERIDIO Vermögensverwaltung AG)

Was der Wirtschaft wirklich hilft?

Geld- oder Fiskalpolitik: Auch in den letzten Wochen konnten die globalen Aktienmärkte noch ein­mal zulegen, wobei die konjunkturelle Lage in nächster Zeit vor allem US-Ak­tien und Schwellenländer-Titeln zugute kommen sollte.

Kann Erdogan seine Versprechen halten?

„Präsident Erdogan und die Koalition der ihn unterstützenden AKP und MHP Partei haben deutlich die Präsidentschafts- bzw. Parlamentswahl gewonnen. Es ist zu erwarten, dass die Wirtschaftspolitik somit bekannten Mustern folgen wird und weiterhin der...

Region Asien-Pazifik wächst

„Für Asien war 2016 ein ereignisreiches Jahr, denn wieder einmal waren die Märkte häufigen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. In der ersten Jahreshälfte stand die Anfälligkeit des kreditgetriebenen Wirtschaftswachstums in China im Fokus der Anleger und war...

Vielen Dank Herr Trump

Ein Sprichwort lautet: Der beste Weg Freunde zu haben ist, Freund zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wer sich nicht als Freund verhält, hat bald auch keine mehr haben. Aus „America first“ könnte schnell...