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VuV: Investoren wollen Kontinuität in der Beratung

(fw/ah) Mehr als 90 Prozent der befragten Finanzexperten gaben an, dass die Beständigkeit in der Kundenbetreuung und Vermögensverwaltung für Anleger ein zentrales Anliegen ist. An zweiter Stelle steht nach Aussage der befragten Finanzexperten, mit knapp 70 Prozent, der Wunsch nach einer konzernunabhängigen Beratung frei von Interessenskonflikten. Vor dem Hintergrund der andauernden Finanzkrise und der unzureichenden Beratungsleistungen einiger Banken hat das Thema Unabhängigkeit demnach nichts an Bedeutung eingebüßt. Es steht für viele Anleger - nach wie vor - im Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses hinsichtlich ihrer Vermögensanlage. Befragt nach der Wichtigkeit des Inhabers oder Hauptgesellschafters eines Vermögensverwalters, sprachen sich fast alle Befragten (94 Prozent) für eine aktive Rolle aus. Die Kunden wünschten sich laut Umfrage eine aktive Rolle der Inhaber oder Hauptgesellschafter im Unternehmen und in einigen Fällen sogar in der Kundenberatung.

An der Umfrage nahmen 80 Finanzexperten im Zeitraum 29.10. - 07.11.2012 teil.

www.vuv.de

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Carmignac: Geldpolitische Lockerung im großen Stil

(fw/ah) "Durch ihren unbegrenzten Ankauf an Staatsanleihen hat die EZB die Rolle des Kreditgebers letzter Instanz übernommen und damit in erster Linie das systemische Risiko in Europa abgeschwächt", sagt Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees bei Carmignac Gestion. Dennoch warnt der Franzose: Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in Europa entwickeln sich schlecht und das makroökonomische Umfeld bleibe besorgniserregend - auch wenn die geldpolitischen Maßnahmen der EZB den krisengeschüttelten Ländern etwas Luft verschaffen. Gleichzeitig erfolgte in den USA eine neue beispiellose Runde geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen ("QE3"). Die Ausweitung des Programms in einer Phase der wirtschaftlichen Stabilisierung der US-amerikanischen Wirtschaft, könne laut Saint-Georges als vorbeugende Maßnahme und zur Unterstützung der Unternehmen auf die Gefahr einer "fiskalischen Klippe" angesehen werden. "Sollte es am 1. Januar 2013 zu Steuererhöhungen bei gleichzeitigen Ausgabekürzungen kommen, dann würde die erforderliche Liquidität für die amerikanischen Haushalte bereitstehen."

"Die Intervention der EZB und das von der amerikanischen Notenbank auf den Weg gebrachte QE3 haben zu einer Art globalen geldpolitischen Lockerung geführt", erklärt Saint-Georges. Vor allem das entschlossene Vorgehen von EZB-Chef Mario Draghi sei für den Investmentexperten von entscheidender Bedeutung.

In China sei es unterdessen gelungen, in einer Phase des Machtübergangs das Wirtschaftswachstum durch öffentliche Investitionen zu stabilisieren. Gleichzeitig konnte die Inflation unter Kontrolle gebracht werden. In Indien verbessern die angekündigten Reformvorhaben - nach einer Phase der politischen Blockade - den Zugang ausländischer Unternehmen zu bestimmten Wirtschaftssektoren. Ebenso wird internationalen Anlegern der Zugang zu Anleihen in Lokalwährung erleichtert, was sich positiv auf den Zustrom ausländischer Investitionen nach Indien auswirken dürfte.

www.carmignac.com

www.carmignac.de

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BVI: Zuflüsse von 13,2 Milliarden Euro im Oktober

(fw/kb) Publikumsfonds sammelten drei Milliarden Euro ein, Spezialfonds 6,6 Milliarden Euro. In Vermögen außerhalb von Investmentfonds flossen 3,6 Milliarden Euro. Das insgesamt von der deutschen Investmentwirtschaft verwaltete Vermögen beträgt damit rund zwei Billionen Euro. Hiervon werden ausschließlich für institutionelle Investoren 952 Milliarden Euro in Spezialfonds und 321 Milliarden Euro außerhalb von Investmentfonds verwaltet. In Publikumsfonds sind rund 715 Milliarden Euro angelegt.

Der BVI vertritt die Interessen der deutschen Investmentindustrie. Die Mitgliedsgesellschaften betreuen direkt oder indirekt das Vermögen von rund 50 Millionen Menschen in rund 21 Millionen Haushalten.

www.bvi.de

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Legg Mason Western Asset: Appetit an Dim Sum-Anleihen nimmt zu

(fw/ah) "Die Diversität der Anleger bei Renminbi denominierten Anleihen in Hong Kong - sogenannte Dim Sum Bonds - hat erfreulich stark zugelegt. Mittlerweile sind hier neben der Region Greater China, zu der neben China auch Hongkong und Taiwan gehören, über 20 Länder vertreten.

Dim Sum-Anleihen sollten nach Einschätzung von Western Asset Management zunehmend für die Diversifizierung eingesetzt werden, je stärker die chinesische Währung den US-Dollar in der öffentlichen Wahrnehmung abdrängt. "In der jüngsten Vergangenheit hat die Bedeutung der Währung der wirtschaftlichen Nummer zwei der Welt zugenommen", sagt Lian. Western Asset vertritt eine vorsichtig optimistische Prognose für den makroökonomischen Trend Asiens in den nächsten zwölf Monaten. Der jüngste Rückkauf von Anleihen in den Philippinen könnte anderen Staaten am Rande Asiens ein Vorbild sein. Denn dieser Schritt, mit dem die Abhängigkeit von externen Finanzierungen verringert werden soll, verstärkt eine Positivschleife, dank derer das Land sein langfristiges Wachstumspotenzial vermutlich eher realisieren kann. Zum anderen sprechen die jüngsten Daten deutlich für eine weiche konjunkturelle Landung in China und bestätigen damit die Einschätzung, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 um sieben bis acht Prozent liegen sollte und damit etwa genauso schnell wachsen wird wie 2012. "Besonders wichtig ist dabei die Aufgabe, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Qualität und Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums zu finden. Das hat die neue chinesische Führung auch klar angesprochen", sagt Chia Liang Lian. Der globale Konjunkturzyklus bleibt wechselhaft, und so sollten Länder mit der Bereitschaft und Fähigkeit zur Stimulierung der Gesamtnachfrage 2013 überdurchschnittliche BIPs erwirtschaften, erwartet die Legg Mason-Tochter Western Asset. Aus diesem Grund und aus zyklischen Erwägungen hält Western Asset asiatische Anleihen für einen "sicheren Hafen" während der aktuell unsicheren Lage in der Wirtschaft und der Geopolitik. Im Oktober prognostizierte Western Asset, dass die asiatische Geldpolitik wegen der anhaltend schwachen Auslandsnachfrage auf wachstumsfreundlichere Kurse einschwenken werde. Seither haben drei Zentralbanken - die von Korea, Thailand und den Philippinen - ihre jeweiligen Leitzinsen gewissermaßen vorsorglich um 25 Basispunkte gesenkt. "Auch wenn die Geldpolitik in der ersten Jahreshälfte 2013 vermutlich nicht weiter gelockert wird, sorgen strukturelle Zuflüsse für eine robuste Nachfrage nach einheimischen Staatsanleihen. Unsere größte Übergewichtung im Legg Mason Western Asset Asian Opportunities Fund halten wir derzeit in den Philippinen, denn das Land macht gute Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung", sagt Chia Liang Lian. Fundamental konzentriert sich Western Asset auf bonitätsstarke Länder einschließlich Singapur und Korea. Unter taktischen Gesichtspunkten wurde auch das Engagement in Indonesien erhöht, weil bis Jahresende nur wenig neue Emissionen an den Markt kommen. "Im Devisensegment ziehen wir asiatische Währungen dem US-Dollar vor und planen entsprechende Positionen taktisch auszubauen, wenn die Bewertungen attraktiv werden", ergänz Herr Lian.

www.leggmason.de

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Swisscanto: Dynamische Strategien bieten Antwort auf volatile Märkte

(fw/ah) "Dieser Anlegergruppe bieten dynamische Strategien mit festen Risikobudgets eine sinnvolle Antwort auf volatile Märkte. Im Gegensatz zu einer Asset Allokation mit fixen Gewichtungen definiert man hier nicht zuerst die Anteile der einzelnen Anlageklassen, sondern das maximale Risiko, dem das Portfolio ausgesetzt wird. Es erfolgt demnach die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen und deren Gewichtung anhand einer Zielvolatilität, die das Gesamtportfolio steuert", so Dieter Galli, Senior Portfolio Manager bei Swisscanto.

Die Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken setzt ihre dynamische Anlagestrategie mit zwei Fonds um: dem "Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50" und dem "Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-100". Beim erstgenannten Fonds kann das Management bis zu 100 Prozent in die Kategorien Anleihen und Geldmarktinstrumente investieren, während der Aktienanteil auf maximal 50 Prozent und der Anteil nicht traditioneller Anlageklassen auf höchstens zehn Prozent beschränkt ist. Bei der zweiten Variante findet hingegen keine Beschränkung des möglichen Aktienanteils statt und nicht traditionelle Anlageklassen dürfen bis zu 30 Prozent beigemischt werden. "Die Optimierung der Portfolios wird monatlich vorgenommen. Die Risiken überwachen wir täglich. Sobald das vordefinierte Risikomaß überschritten wird, erfolgt sofort die Reduktion des Risikos auf den gewünschten Wert durch die Umschichtung aus risikoreichen in risikoarme beziehungsweise risikofreie Anlageklassen. Im Gegenzug bauen wir den risikoreichen Teil des Portfolios wieder auf, sobald dessen Risiken - gemessen an der Volatilität - zurückgegangen sind. So erhalten Anleger eine Aktienquote entsprechend den Marktentwicklungen", so Galli.

www.swisscanto.de

www.swisscanto.ch

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Vorausschauende Beratung

Hierzu und zu weiteren Highlights sprach die finanzwelt-Redaktion mit Magister Bernhard Woldan, Vorstand für Private Banking/ Asset Management der in Linz ansässigen Partner Bank AG.

finanzwelt:
Herr Woldan, neben Ihrem Heimatmarkt haben Sie auch den Markteintritt in die osteuropäischen Staaten (Ungarn, Slowakei und Tschechien) gewagt und verbreitern ständig Ihre Vertriebsaktivitäten. Wie schätzen Sie die dortige Lage ein?

Woldan: Neben dem Neugeschäft in Österreich erfreut uns die Tatsache, dass unsere Auslandsengagements sich bezahlt machen und wir einen guten Start in die osteuropäischen Märkte hinlegen konnten. Hier sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache, wobei wir sehr differenziert hinschauen müssen. Tschechien präsentiert sich als sehr stabiler Markt, wohingegen uns die Entwicklung in Ungarn etwas Sorgen bereitet. Letztlich gewinnt aber die Beratung und Betreuung durch ein unabhängiges Investmenthaus immer mehr an Bedeutung. Besonders Gold wird als Anker in Krisenzeiten weiter sehr stark nachgefragt.

finanzwelt: Danke für das Stichwort – der Goldpreis hat seit seinem Hoch bei knapp 1.800 USD einiges eingebüßt und ist nun im Seitwärtskanal. Fehlen neue Impulse für eine weitere Hausse gen der 2.000er Marke? Schwächelt das gelbe Metall?

Woldan: Die jüngsten Kursrückgänge sehe ich als gesunde notwendige Korrektur und keinesfalls als Trendwende. Die großen Probleme wie die Schuldenkrise sind nach wie vor sehr präsent und eher ungelöst. Kurzfristige Preisrückgänge können demzufolge als günstige Einstiegsmöglichkeiten wahrgenommen werden. Da aber niemand in die Glaskugel schauen kann und der Wert des Goldes weiterhin Schwankungen unterliegen wird, kann es sinnvoll sein, durch regelmäßigen Kauf kleiner Goldmengen über einen längeren Zeitraum ein Golddepot aufzubauen. Mit einem Goldsparplan können Investoren einfach und bequem physisches Gold erwerben und profitieren dabei von einem möglichen Cost Average Effekt. Der Silberpreis ist beispielsweise viel größeren Schwankungen unterworfen, das sollten Anleger wissen.

finanzwelt: Wie sollten Investoren auf den Goldzug aufspringen? Was raten Sie Anlegern?

Woldan: Grundsätzlich sind wir eindeutige Befürworter von physischem Gold. ETFs oder Zertifikate haben per se den Nachteil des Emittentenrisikos. Geht die emittierende Bankpleite, kann man einen Totalverlust erleiden. Physisches Gold ist neben dem Sicherheitsaspekt auch aus steuerlicher Sicht interessant, da Kursgewinne im Privatvermögen ab einer Behaltedauer von einem Jahr steuerfrei bleiben und das gelbe Edelmetall auch nicht der Mehrwertsteuer unterliegt. Anlegern, die Vorsorge betreiben können, empfehlen wir als Vorsorgebank Geld- und Sachwerte wie Qualitätsanleihen, ein breit diversifiziertes Aktienportfolio, Immobilien und eben auch physisches Gold.

finanzwelt: Zum Abschluss bitte einige Anmerkungen zum Thema Regulierung, dem Damoklesschwert in der Finanzberatung.

Woldan: Ziel muss es sein, dass wir gut ausgebildete Berater haben. In diesem Kontext sind die neuen Rechtsvorschiften grundsätzlich zu begrüßen, auch wenn man teilweise anderer Meinung sein kann und gegebenenfalls nachjustieren sollte. Ein intensives Schulungsangebot und eine effiziente Weiterbildung bedingen eine Professionalisierung in der Branche, die letztlich uns allen Vorteile beschert.
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GECAM: Wohin steuert Frankreich?

(fw/ah) "Mit Francois Hollande wurde zum zweiten Mal, nach Francois Mitterrand 1981, in der fünften Republik ein Sozialist zum Präsidenten gewählt. In den 70er Jahren wurde die Welt, dank zweier Ölschocks, von hoher Inflation und Rezessionen geplagt. Während die westliche Welt darauf mit einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen reagierte, waren die Rezepte von Mitterrand recht konträr: Einführung einer kürzeren Arbeitswoche, Ausweitung des öffentlichen Sektors, Anhebung des Mindestlohns, höhere Sozialausgaben und die Verstaatlichung von großen Unternehmen, vorwiegend im Bankensektor. Vergleiche mit der aktuellen Agenda sind verblüffend!

Es geht also in dem aktuellen Diskurs "Sparen oder Wachstum" nicht um das eine oder das andere, sondern es geht um beides. Strukturelle Defizite, wie sie am Beispiel von Frankreich deutlich zu erkennen sind, lassen sich nicht durch kurzfristig orientierte Ausgaben in Form von Konjunkturprogrammen lösen, schon gar nicht auf Kosten anderer Staaten über den Umweg der Europäischen Union. Sie lassen sich nur durch Strukturreformen, vor allem auf dem Arbeitsmarkt lösen. Ein Land wird eben nicht dadurch wettbewerbsfähiger, dass es weniger arbeitet (35-Stunden-Woche), früher in Rente geht (60 Jahre), den Arbeitsmarkt durch scharfe Kündigungsschutzgesetze für Jugendliche abschirmt (Frankreich, Spanien), die Löhne an die Inflation koppelt, unabhängig davon, ob sich das rechnet oder nicht, und vieles mehr. Sondern das Gegenteil ist der Fall: Die Staatsquote muss fallen, damit das zur Verfügung stehende Kapital in die ökonomisch effizienteste Richtung fließen kann und damit Wachstum. Investitionen in Frankreich - egal ob Aktien, Anleihen oder Immobilien - bleiben zunächst tabu bis die tatsächliche Linie der Politik ersichtlich wird."

http://www.gecam.de/

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SOP: Aufwärtspotenzial asiatischer Währungen nutzen

(fw/ah) Dazu kann das Fondsmanagement Währungen aus anderen asiatischen Ländern, unter anderem aus Südkorea, Taiwan, Indien, Singapur und Malaysia erwerben. Die Anlagestrategie konzentriert sich zum Start des Fonds auf Investment-grade-Anleihen, während Non-Investmentgrade-Anleihen als Beimischung dienen. Fondswährung ist der US-Dollar. Anteilklassen werden sowohl für institutionelle Investoren als auch für Privatanleger jeweils in US-Dollar und mit Euro-Sicherung angeboten. Die Erstausgabe aller Anteilklassen ist für den 18. Juni 2012 geplant. "Die lokalen Anleihenmärkte in China und anderen asiatischen Ländern bieten derzeit ein attraktives Zinsniveau", sagt Dr. Wolfgang Leoni, Chief Investment Officer und Mitglied des Vorstands bei Sal. Oppenheim, zu den Beweggründen der Fondsauflage.

http://www.oppenheim-fonds.de

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Dexia AM: Hochzins-Unternehmensanleihen

(fw/ah) "Anleger haben es derzeit nicht leicht: Staatsanleihen solventer und damit sicherer Schuldnerstaaten bieten Renditen unterhalb der Inflationsgrenze. Deutsche zehnjährige Anleihen etwa haben eine Verzinsung von circa 1,2 Prozent, die unter den aktuellen 1,9 Prozent Inflation liegt, während die Aktienmärkte aufgrund der Eurokrise sehr volatil sind. Aktienähnliche Renditen mit akzeptablem Rendite-Risiko-Profil sind laut Aude Lagey, Investment Specialist bei Dexia Asset Management, aber noch auf dem europäischen Hochzinsanleihenmarkt im Unternehmensbereich zu finden. Diese werden von Unternehmen begeben, die von den Ratingagenturen unterhalb des Investment Grades eingestuft werden, also eine schlechtere Bonität besitzen. Als Ausgleich bieten sie aber auch deutlich mehr Rendite als Anleihen im Investmentgrade-Bereich. "Die aktuellen Spreads preisen Ausfallraten von rund 12 Prozent für europäische Hochzinsanleihen ein. Das ist unserer Einschätzung nach zu hoch -- wir gehen im Falle einer leichten Rezession im Euroraum von einer tatsächlichen Ausfallrate von circa 6 Prozent aus", erklärt Lagey. "Viele Unternehmen, die Hochzinsanleihen anbieten, haben Lehren aus der Finanzkrise gezogen und Schulden abgebaut. Trotz Marktturbulenzen können Anleger mit Unternehmensanleihen europäischer Anbieter laut Lagey Renditen um die 8 Prozent erzielen. Ähnliche Renditen bieten beispielsweise Aktieninvestments, allerdings ist hier die Performance nicht vorhersehbar."

www.dexia-am.com

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DDV: Marktvolumen im „Sinkflug“

(fw/ah) Dieser Rückgang beruhte allerdings im Wesentlichen auf gefallenen Zertifi
katekursen. Diese gingen im Vergleich zum Vormonat über alle Zertifikate hinweg um 1,5 Prozent zurück. Preisbereinigt stieg der Open Interest um 0,2 Prozent bzw. 183 Mio. Euro. Rechnet man die von der EDG erhobenen Zahlen auf alle Emittenten hoch, so belief sich das Gesamtvolumen des deutschen Zertifikatemarkts Ende Mai auf 101,4 Mrd. Euro. Anleger setzten im Mai weiter auf Sicherheit. Bei den Anlagezertifikaten waren mit 68,1 Prozent mehr als zwei Drittel des Marktvolumens in Produkte mit vollständigem Kapitalschutz investiert. Insbesondere die Strukturierten Anleihen konnten im Berichtsmonat zulegen.

www.derivateverband.de