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Umfrage: Bundesbürger befürchten Inflationsanstieg

(fw/ah) Laut der neuen, vierteljährlichen Umfrage des Vermögensverwalters M&G Investments zu den Inflationserwartungen in neun Ländern haben die meisten Verbraucher kaum Vertrauen in die Fähigkeit der Zentralbanken, die Inflation kurz- und mittelfristig unter der jeweiligen Zielmarke zu halten. Eine Ausnahme dieses Trends bilden lediglich Singapur und die Schweiz. An der Befragung – durchgeführt durch das Marktforschungsinstitut YouGov – sind Verbraucher aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Hongkong, Italien, Singapur, Spanien, Großbritannien und der Schweiz beteiligt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten europäischen Verbraucher, einschließlich der Befrag-ten in Deutschland, innerhalb der nächsten zwölf Monate eine niedrigere Inflationsrate erwarten. Die Erwartungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung in den kommenden fünf Jahren haben sich zwar in Deutschland von 3,5 Prozent auf 3,0 Prozent verringert. Nach wie vor gehen die Verbraucher jedoch davon aus, dass die Inflationsrate sowohl in einem als auch in fünf Jahren über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent liegen wird. Diese Werte liegen auch über der aktuellen Inflationsrate in Deutschland von 1,6 Prozent.


www.mandg.de
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Lothar Matthäus setzt auf Wearable Technologies

Doch nun rüsten Elektroniker, Ingenieure und Designer T-Shirts, Hosen und Jacken mit neuen Funktionen auf, um unsere Fitness zu steigern, die Gesundheit zu überwachen und Ernstfälle wie einen Herzinfarkt vorauszusagen und zu vermeiden.

Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt und die Technik ist in vielen Bereichen deutlich weiter, als heute hinlänglich bekannt ist. In Zukunft wird es möglich sein, verschiedene, in Textilien integrierte Wearables miteinander zu kombinieren, um ein möglichst ganzheitliches Bild aller Bewegungsabläufe und Vitalwerte zu erhalten. Die Technik macht uns darauf aufmerksam, wenn wir zu lange sitzen, eine schlechte Körperhaltung annehmen oder zu lange in der Sonne waren.

Wearable Technologies – Herzklopfen bei Investoren.

Wearables sind der große Trend im „Mobile Computing“. Immer mehr Hersteller investieren große Summen in die Entwicklung – mit dem Ziel, Gebrauchsgegenstände und Kleidungsstücke auf den Markt zu bringen, die sehr einfach zu bedienen sind und in hohem Maße vom Benutzer und seiner Umgebung abhängig Funktionen bieten. Der Feldzug dieses neuen Industriezweiges hat gerade erst begonnen. Es zeichnet sich ein nachhaltiger Trend ab, wenn nicht sogar eine neue technologische Revolution. Wearables gelten in Fachkreisen als „Disruptive Technologies“, also Technologien, welche aller Voraussicht nach den jeweiligen Markt maßgeblich verändern. Bisher führende Unternehmen, die sich nicht schnell genug anpassen können, werden in Kürze vom Zeitgeist überholt.

Viele der potenziellen Investoren sind sich der Existenz von Wearables und ihrem Investitionspotenzial noch gar nicht bewusst. Dennoch: Dieser Sektor hat bereits in seinem frühen Marktstadium bewiesen, dass die neuen Produkte nicht nur technische Spielereien einer vorübergehenden Modeerscheinung sind. Wearables haben definitiv einen neuen Technologietrend losgetreten und sind dabei, sich in vielen Branchen zu etablieren. Unzählige Unternehmen und Produkte in unterschiedlichen Anwendungsbereichen stehen kurz vor Markteintritt und bieten ein hohes Renditepotenzial.

Intelligent Wear – Hightech „Made in Europe”.

Im Gegensatz zu den meisten Hightech-Bereichen entstehen Innovationen in diesem Sektor nicht nur in den USA. Start-ups und Mittelständler in Deutschland, Österreich und der Schweiz schaffen eine Neupositionierung der altehrwürdigen Textilindustrie. Die Gründerlandschaft ist äußerst heterogen, die Jungunternehmer stammen aus dem gesamten Hightech-Umfeld. Hightech-Textilien in Verbindung mit Elektronik und Software werden in naher Zukunft im Sport- und vor allem im Gesundheitsbereich zu einem großen Innovationsschub führen. Aktuell sind zwar nur wenige Produkte bereit für den Massenmarkt, im Laufe des Jahres wird sich das jedoch ändern. Wie das Beispiel des Schweizer Unternehmens VEXATEC aufzeigt, gibt es bereits heute intelligente Bekleidung, deren Fasern die Information sammeln. Ab Herbst 2016 werden z. B. im Fußballsport zusätzliche Sensoren, Geräte oder Brust-gurte nicht mehr notwendig sein.

Computerchips und textile Sensoren im Fußballshirt.

Der „gläserne Spieler“ ist mittlerweile ein geflügeltes Wort im Fußball. Die großen europäischen Klubs leisten sich ganze Abteilungen, die sich ausschließlich um die Auswertung von Daten beschäftigen. Das Erfassen und die Analyse von Daten gehören mittlerweile zum Alltag jedes großen Fußballklubs. Wie schnell die Spieler rennen, welche Wege sie gehen, wie genau sie passen. In einem einzelnen Spiel kommen so mehr als sechzig Millionen Datenpunkte zusammen. Die gängigen Systeme erlauben es aufgrund ihrer meist sperrigen Dimension heute noch nicht, dass Spieler während eines Ernstkampfes Trackingsysteme auf sich tragen. Im Trainingsbetrieb setzen die meisten Top-Klubs auf Systeme mit Computerchips, die mittels Sensoren, die auf dem Körper der Spieler und im Ball angebracht sind, weitaus genauere Daten liefern. Die gängigen Systeme messen bis zu 2.000 Datenpunkte pro Sekunde und senden sie an Empfänger am Spielfeldrand. Mit dieser Technologie lässt sich in Echtzeit analysieren, wann und wo ein Spieler am schnellsten läuft oder wie genau und wie scharf er schießt.

Die „Revolution“ in der Sportbekleidung.

Sportbekleidung wird künftig nicht mehr nur funktional sein, sie wird Echtzeitdaten über die Performance und Position des Sportlers liefern. Die Schweizer Firma VEXATEC stattet Funktionswäsche mit textilen Sensoren aus, um Sportler nachhaltig aufzubauen. Ziel ist es, damit die Grundlage einer datenbasierenden Athletenanalyse zu schaffen und Trainerstäben, Managern und Sportmedizinern, aber auch den Fernsehstationen, nicht nur die gängigen Positionsdaten, sondern auch neue Performance-Maßstäbe und indexierte Vitaldaten in revolutionärer Weise „online“ zur Verfügung zu stellen.

Potenzial von Wearables wird vielfach unterschätzt.

Erfolgsgeschichten von innovativen „Garagenfirmen“ und technologischen Marktführern beflügeln Fantasien und auch Investoren. Das Smartphone ist wohl eines der besten Beispiele für die rasante technologische Entwicklung. Es ist aber gleichzeitig ein Symbol für die Verschiebung der Kräfte. Durch das Smartphone wurden Samsung und Apple zu Marktführern – und die ehemals mächtigen Marken Nokia und Blackberry hatten das Nachsehen.

Wearables: „The Next Big Thing” – ein neuer boomender Markt!

Der weltweite Markt für Wearables stieg laut PwC im Jahr 2015 auf einen Wert von 6,3 Mrd. Euro und wird bis 2018 um jährlich 21 % weiter wachsen. Wo Technologien Trends einläuten oder Trends folgen, ist es elementar, dass man als Investor wachsam ist und frühzeitig die richtigen Schlüsse zieht. Der sich in Gründung befindende Risikokapitalfonds „BENEDUS“ verfolgt neuartige Ansätze in den Bereichen Influencer-Marketing und Profiling, bei denen die Reichweite sozialer Netzwerke von Prominenten mit der Finanzkraft und dem Know-how von Unternehmern wie VEXATEC und zukunftsorientierten Investoren kombiniert wird. Anleger partizipieren während der Laufzeit hierbei sowohl an den Gewinnen der Zielgesellschaft als auch an dem abschließenden Gewinn durch den Anteilsverkauf oder die Platzierung an der Börse. Private Equity Fonds ermöglichen dem Anleger, in interessante Unternehmen und Themengebiete im boomenden Sektor „Wearables“ zu investieren, die über andere Wege nicht erschlossen werden können. (jr)

Info
Lothar Matthäus, ehemaliger Weltfußballer und Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1990, beteiligt sich an VEXATEC, dem fortschrittlichsten Entwickler von Online Monitoring Systemen für den Sport- und Medizinbereich. Anders als die bisherigen Wearable Technologies integriert das VEXATEC „dress & go“-System textile Sensoren direkt in die Sportbekleidung und ermöglicht zudem eine wesentlich exaktere und umfassendere Datenerfassung. Die „Intelligent Sportswear“ benötigt keine weiteren Zusatzgeräte wie Uhren, Armbänder oder Brustgurte, um vielfältige Fitness- und Vitalwerte tracken zu können. Nach erfolgreichen Tests u. a. im Motor- und Radsport werden nun die ersten Realtests auch im Fußball stattfinden, so dass im Anschluss die Produktion erfolgen kann. Der besondere Clou: Das Shirt erkennt sogar selbstständig einen bevorstehenden Herzanfall, was nicht nur für den Sportbereich revolutionär ist. Lothar Matthäus sieht in dieser Technologie einen bahnbrechenden Zusatznutzen für den Sport- und Gesundheitsbereich. „In Kürze sehen wir einen Trainerstab, der nach dem Training vor Computern sitzt und mit Hilfe von Algorithmen zusätzlich die jeweilige Performance analysiert“, so der Fußballexperte Lothar Matthäus.






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BlackRock: Übernahme des ETF-Geschäftes der CS abgewickelt

(fw/ah) Schweizer Investoren erhalten nun ein noch breiteres Angebot an Anlagemöglichkeiten von iShares. Die mit der Übernahme verbundenen Geschäftsbereiche werden ab sofort unter dem Namen iShares firmieren. Alle 58 ETFs, die zuvor zur Credit Suisse gehört haben, werden umfirmiert und umbenannt und als iShares-ETFs gehandelt.
iShares ist seit 2003 auf dem Schweizer Markt präsent und betreut seitdem Investoren vor Ort.

Durch die Übernahme bietet iShares nun das umfangreichste Angebot an ETFs mit Domizil in der Schweiz. Ende Mai 2013 belief sich das verwaltete Vermögen in diesen ETFs auf 7,7 Milliarden Schweizer Franken, verteilt auf Aktien-, Anleihe- und Goldprodukte.

David Blumer, Leiter BlackRock in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA),
sagt: "Die Schweiz ist für uns ein wichtiger Markt. BlackRock hilft Schweizer Kunden seit zehn Jahren dabei, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Wir denken, dass immer mehr Investoren sich für Finanzprodukte, die auf Schweizer Franken lauten, interessieren werden. Dabei wollen wir ihnen behilflich sein. Diese Übernahme ist nur ein Zeichen von vielen dafür, dass BlackRock sich seinem Schweizer Geschäft verbunden fühlt und dass wir unsere Präsenz in diesem Markt daher vertiefen und ausbauen."

www.blackrock.com
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Fonds-Konsolidierung? Bei den Kosten nicht!

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Brexit erhöht Kreditrisiken

2016-03-23 (fw/db) Der mögliche „Brexit“ bereitet britischen Unternehmen sowie europäischen Exporteuren Sorgen, aber auch die sinkende Zahlungsmoral des Königreichs. Um 12 Prozent sind die britischen Zahlungsverzögerungen im 4. Quartal 2015 im Vergleich zum Vorquartal angestiegen laut einer Studie des führenden Kreditversicherers Euler Hermes, ein Tochterunternehmen der Allianz SE.

Einer von sechs Kunden zahlt nach Angaben der britischen Unternehmen für Services oder Waren, die sie bestellt haben, zu spät. Das ist deutlich mehr als in den Vorjahren (17 Prozent in 2015 und. 10 Prozent in 2014) und zieht sich über fast alle wichtigen Branchen in Großbritannien hinweg. Die durchschnittliche, um saisonale Effekte bereinigte Zahlungsmoral hat sich im Gesamtjahr 2015 um acht Prozent verschlechtert im Vergleich zu 2014 – im Jahr zuvor hatte sie sich noch um 11 Prozent verbessert.

Dominoeffekt auf Zahlungsmoral und Insolvenzen als Risiko

„Der finanzielle Druck auf britische Unternehmen wächst, auch wenn sie weiter auf Wachstum ausgerichtet sind. Dieses Phänomen beobachten wir derzeit in vielen wichtigen deutschen Exportmärkten, allen voran in den USA als wichtigstem Handelspartner sowie in China und nun auch in Großbritannien. Das zieht einen negativen Dominoeffekt mit sich. Weltweit erwarten wir 2016 erstmals wieder eine Trendwende und steigende Insolvenzen um ein Prozent. In Großbritannien steigen sie mit fünf Prozent sogar stärker als der weltweite Durchschnitt. Zusammen mit einem möglichen Brexit, über den die britische Bevölkerung im Juni abstimmen wird, sind Geschäfte mit britischen Firmen derzeit zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Unternehmen sollten bei ihren Zahlungskonditionen vorsichtig sein, insbesondere bei neuen Verträgen oder Kunden“, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zahlungsmoral in Großbritannien sinkt

In 14 von 17 wichtigen Sektoren hat Euler Hermes mehr Zahlungsverzögerungen verzeichnet als im vergangenen Jahr. Im Metall- und Bausektor ist der Anstieg besonders hoch – mit 28 und 26 Prozent sind die Zahlungsverzögerungen 2015 um mehr als ein Viertel angestiegen. Gute Nachrichten gibt es nur aus der Automobil- und Elektronikbranche, in denen die Zahlungsmoral sich verbessert hat. Zahlungsverzögerungen nahmen um 12 beziehungsweise 15 Prozent ab.

Die Baubranche verzeichnete neben dem hohen Anstieg einen weiteren Negativrekord: Es gab insgesamt mehr Zahlungsverzögerungen als in jedem anderen Sektor. 31 Prozent aller gemeldeten Zahlungsvorfälle entfielen auf die Baubranche. Das ist nicht überraschend, da es bei Projekten durch Streitigkeiten häufiger zu Verzögerungen kommt. Der Anstieg ist jedoch erheblich und zeigt, dass viele Unternehmen unter den margenschwachen Verträgen leiden, die sie in der wirtschaftlichen Rezession bereits abgeschlossen haben. Hinzu kommen höhere Kapitalkosten und ein zunehmender Fachkräftemangel. Dies alles bringt die Zahlungskonditionen weiter unter Druck.

Seit 2013 analysiert Euler Hermes quartalsweise in einem „Overdue Payment Report“ gemeldete Zahlungsverzögerungen in den 17 wichtigsten Branchen in Großbritannien. Ausgewertet werden die täglichen Meldungen solcher Vorfälle der 250.000 britischen Versicherungskunden des Weltmarktführers. 2015 hat Euler Hermes mehr als 32.000 einzelne Zahlungsverzögerungen verzeichnet, die Kunden gemeldet haben. Als Zahlungsverzögerung werden dabei offene Forderungen gewertet, die zwei Monat nach dem vereinbarten Fälligkeitsdatum noch nicht bezahlt wurden. Diese Zahlungsverzögerungen oder „Zahlungsvorfälle“ enthalten entsprechend auch Nichtzahlungen, Zahlungsausfälle, Insolvenzen und sonstige Schadensmeldungen.

finanzwelt-Leserservice: Die Euler Hermes Studie „Brexit me if you can“ sowie Einschätzungen zu Auswirkungen eines „Brexit“ auf die dortigen Unternehmen finden Sie hier im Internet. Ein ausführliches Interview mit Euler Hermes Volkswirtin Ana Boata zum Thema „Brexit“ finden Leser und Nutzer im Allianz-Portal.

Dietmar Braun
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Litauen hat EU-Ratspräsidentschaft inne

(fw/ah) Mit etwas mehr als 3 Millionen Einwohnern ist Litauen eines der kleinsten EU-Länder. Es ist nicht nur die erste Ratspräsidentschaft, sondern auch für den gesamten baltischen Block. Im Mittelpunkt soll die Intensivierung der Partnerschaften mit Ostländern stehen, verkündeten die Regierung als hehre Maxime. Sie will zum Beispiel Bewegung in Gespräche mit der Ukraine und Georgien bringen.

www.lrv.lt
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Je volatiler der Markt, desto besser für Wandelanleihen

Neben dem Kupon gewähren Wandelanleihen die Option, in eine definierte Zahl von Aktien getauscht (gewandelt) zu werden. Das macht sie in steigenden Märkten aktienähnlich. Fallen die Märkte, fällt die Wandelanleihe nur bis zum so genannten Bond Floor. Das heißt bis zum Wert der Anleihe – wenn der Wert der Aktienoption außer Acht gelassen wird. In der Nähe dieses Bond Floors sind Wandler klassischen Anleihen ähnlich. Grundsätzlich haben Wandelanleihen eher etwas mehr von einer Aktie als von einer Anleihe.

Der Vorteil des asymmetrischen Risikoprofils wirft die Frage auf, warum nicht mehr Investoren in diesen Markt einsteigen. Zum einen liegt dies am relativ kleinen Gesamtvolumen von gut 500 Milliarden Dollar. Zum anderen sind die Papiere recht kompliziert. Interessenten müssen die Bedingungen genau studieren, die Wandelanleihe und die dazugehörige Aktie beobachten und die Fristen im Blick haben. Für viele Privatanleger, aber auch Institutionelle, ist das schwierig. Hinzu kommt die Herausforderung, die Papiere im Reporting korrekt zu verbuchen. So empfehlen sich Fondslösungen.

Mittel- bis langfristig werden Wandelanleihefonds sicherlich von den weiteren Entwicklungen am Aktienmarkt bestimmt. Eine Faustregel besagt, dass Convertibles zu etwa zwei Dritteln am Aufschwung des Aktienmarkts teilhaben, während sie eine Abwärtsbewegung nur zu etwa einem Drittel nachvollziehen. Das mag sehr pauschal klingen, lässt sich jedoch anhand historischer Daten empirisch belegen.

Viele Anleger wollen das Thema Wandelanleihen gern mit vermeintlich risikoarmen Investment-Grade-Bonds spielen. Die Tendenz zur Überbewertung von Wandelanleihen mit hoher Bonität ist jedoch stark. Daher sehen wir als Fondsmanager derzeit die attraktivsten Wertpapiere außerhalb des Investment-Grade-Bereichs, dies umfasst neben High-Yield-Anleihen auch Wandelanleihen ohne offizielles Rating.

Fazit: Langfristig sind Wandelanleihen ein strategisch interessanter Markt, den Anleger aufgrund des attraktiven Risiko-Rendite-Profils beimischen sollten.


(Autoren: Uli Sperl und Alain Eckmann, UBS Global Asset Management)
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NORD/LB AM nun auch in Mainhattan

(fw/ah) Leiter der neuen Repräsentanz ist Guido Hupe. „Die neue Repräsentanz wurde notwendig, weil unser Kundenstamm auch im südlichen Raum immer weiter wächst", sagt Andreas Lebe, Vorstand der NORD/LB Asset Management AG. „Uns ist wichtig, dass auch die Wege zu einer individuellen und persönlichen Kundenbetreuung kurz sind – das ist ein wesentliches Element unserer Geschäftsstrategie. Als mittelständisches Haus, das Portfolio Management und Master KVG unter einem Dach anbietet, spielen wir im Vergleich zu großen Gesellschaften Vorteile aus, indem wir individuelle Kundenanforderungen schneller und passgenauer umsetzen können", so Lebe weiter.

„Mit Guido Hupe haben wir einen erfahrenen Experten als Repräsentanten in Frankfurt", erläutert Lebe. Hupe verfügt über rund 30 Jahre Erfahrung in der Betreuung institutioneller Kunden, davon 14 Jahre im Bereich Asset Management. Vor seinem Engagement für die NORD/LB Asset Management AG war Hupe als Head of Sales Asset Management für Kepler Capital Markets und QC Partners tätig.


www.nordlb-am.de
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Risk-Parity – Allwetterfonds für die Zukunft

Das Thema Diversifikation ist nicht erst seit kurzem der zentrale Baustein in der Portfolioallokation. Strategien, die eine von den Investoren nach wie vor als notwendig erachtete Streuung über verschiedene Assetklassen bieten, rücken immer mehr in den Vordergrund. Hierzu zählen auch die sogenannten Risk-Parity-Konzepte, die zu den Anlagestrategien gehören, die es auch während der Krise 2008/2009 geschafft haben, positive Returns für ihre Anleger zu generieren. So schloss der AC – Risk Parity 7 Fund EUR A (ISIN: LU0326194015) das Jahr 2008 mit + 7,0 % ab und auch in 2009 waren es zu Jahresende + 4,4 %. „Der Risk-Parity-Ansatz folgt dem Grundgedanken, dass in einem diversifizierten Portfolio nicht die prozentuale Gewichtung der Anlagesegmente entscheidend ist, sondern der prozentuale Risikobeitrag", sagt Gudat. Die Risikogleichgewichtung über verschiedene Anlagesegmente postuliert, dass die langfristige Entschädigung je Risikoeinheit eines Anlagesegments gleich ist. Gleichwohl es verschiedene Strategien innerhalb des Risk-Parity-Ansatzes gibt, eint sie doch, dass alle auf einem prognosefreien, emotionslosen Verfahren basieren. „Wir investieren in vier Anlageklassen. Rohstoffe, Aktien, kurzfristige Zinsen und Anleihen", so Gudat und ergänzt, dass es im vergangenen Jahr für alle Assetklassen schwierig war und die Diversifikation nicht sehr geholfen habe. Der AC - Risk Parity Fund 7 büßte im Juni 2013 5,2 % seiner Wertentwicklung ein.

Nun stellt sich für die geneigten Investoren die Frage, ob solche gleichzeitigen Verluste in Aktien als auch in Anleihen (Hintergrund war auch Tapering) öfters auftreten. „Nein, das ist nicht der Fall. Wir können nachweisen, dass im Rückblick seit 1928 diese gleichzeitigen Verluste nur in neun Monaten aufgetreten sind. Der Kurseinbruch im Frühsommer 2013 ändert nichts daran, dass sich die Risk-Parity-Philosophie langfristig bewährt hat. Rückrechnungen eines modellhaften Risk-Parity-Ansatzes mit einer Jahresvolatilität von 10% zeigen, dass die Strategie der Risikogleichgewichtung seit 1960 8,7 % p.a. (Stand 31.03.2014) erwirtschaftet hätte und zwar auch in Phasen steigender Zinsen", so Aquila Capital-Experte Gudat. Der risikoparitätische Ansatz werde noch weiter an Popularität zunehmen, ist man sich im Hause Aquila Capital sicher, nicht zuletzt aufgrund der erneut guten Performance im laufenden Jahr, die beim AC - Risk Parity 7 Fund EUR A bei 4,6% per 30.09.2014 liegt.

Info: Risk Parity ist ein Investmentansatz, der darauf abzielt, Risiken gleichmäßig zu verteilen. In einem klassischen Portfolio sind Aktien und Anleihen nach dem Marktwert paritätisch balanciert. Da Aktien allerdings normalerweise riskanter als Anleihen sind, dominieren sie das Risikoprofil. In einem Risk-Parity-Portfolio wird dagegen der Risikobeitrag von Aktien zugunsten von Anleihen reduziert, sodass beide Klassen hälftig zum Portfoliorisiko beitragen.


Das Gespräch führte Alexander Heftrich
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Zykliker sollten 2015 laufen

(fw/ah) "Gut drei Jahre ist es her, dass die Schuldenkrise in der Eurozone die Aktienmärkte erschütterte. Von den Tiefstständen im September 2011 haben sich Europas Aktien längst deutlich erholt. Die Bewertungen sind wieder nahe dem historischen Durchschnitt. Welche europäischen Aktien sind jetzt ein Investment wert - vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die Wirtschaftsdaten in Europa sehr gemischt ausfallen?

Ich suche attraktiv bewertete Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und Erträgen sowie starken Cashflows, die sie reinvestieren und so für Wachstum sorgen. Die historische Erfahrung zeigt, dass Aktien solcher Unternehmen den breiten Aktienmarkt langfristig schlagen.

In diesem Jahr haben sich defensive Sektoren wie Versorger, Telekom und Gesundheit besser entwickelt als zyklische Werte - und das, obwohl letztere bessere Gewinnerwartungen aufweisen. Eine Ursache für das gute Abschneiden defensiver Branchen ist der gesunkene Risikoappetit der Anleger, weil die erhoffte Erholung in Europa hinter den Erwartungen zurückbleibt. Allerdings erzielen europäische Unternehmen rund 50 Prozent ihrer Profite außerhalb Europas. Das Wachstum in den USA wird, genauso wie die deutliche Abwertung des Euro, exportorientierte Unternehmen stärken.
In diesem Umfeld finde ich vor allem in zyklischen Sektoren interessante Aktien, deren Bewertungen wieder auf ein attraktives Niveau gesunken sind. Hier sind bereits nach unten korrigierte Erwartungen bei Unternehmensgewinnen eingepreist. Zykliker werden im Vergleich zu defensiven Titeln mit dem größten Abschlag seit 2008 gehandelt.

Dagegen habe ich eine Reihe traditioneller defensiver Aktien wie Versorger- und Telekomwerte untergewichtet. Eine Ausnahme sind Gesundheitstitel. Ein Beispiel hierfür ist Novo Nordisk: Das dänische Gesundheitsunternehmen erscheint zwar auf den ersten Blick teuer, wenn man sich nur das Kurs-Gewinn-Verhältnis anschaut. Allerdings ist es auf Basis des freien Cashflows attraktiv bewertet. SAP ist aktuell ein Beispiel für ein qualitativ hochwertiges Unternehmen zu einem attraktiven Preis. Volkswagen dagegen sehe ich derzeit als taktische Chance, die sich bei Aktien nicht ganz so hoher Qualität ergeben kann, wenn sie sehr günstig bewertet sind."


www.fidelity.de

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