Gute Zeiten für High Yield-Anleihen

Angesichts weiterer Zinsanhebungen der US-Notenbank und einem unverändert niedrigen Zinsniveau in Europa sind High Yield-Anleihen auch dieses Jahr eine der interessantesten Anlageklassen im Anleihenuniversum. "Nach einem sehr starken Jahr 2016 mit etwa 14 Prozent...
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Glänzt es nun oder nicht?

Sie haben manches Mal lesen müssen, ob Gold nun läuft oder nicht. Und Sie sehen täglich auf Nachrichtensendern hektische Kommentatoren, die die neuesten Preisschwankungen mit nacherzählten Storylines erklären. Die meisten Fakten der Preisbildung, die großen Zahnräder der Uhr, von der Sie nur die Zeiger sehen, bleiben Ihnen verborgen. Lesen Sie, welche Megatrends den Goldmarkt bestimmen, dass es zwei Arten Gold gibt und welche Fakten die Nachfrage bestimmen:

Zwei Arten Gold. Erstaunlicherweise gibt es zwei Arten Gold, die den Goldpreis bestimmen. Die eine Art haben Sie möglicherweise in Ihrem eigenen Schließfach liegen: physisches Gold in Form von Barren oder Münzen. Am beliebtesten hierzulande der südafrikanische Krügerrand. Die zweite Art ist Gold, das es gar nicht gibt. Es ist „Papiergold" – in Form von ETFs, Zertifikaten oder anderen derivaten Produkten. Bei genauer Betrachtung handelt es sich oft um rechtliche Versprechungen, die in Geld, nicht in physischem Gold, ausgeglichen werden.

Wer sind die Nachfrager? Die abgebildete Grafik (s. Download) zeigt die Nachfrager, so wie sie der World Gold Council aggregiert. Im Einzelnen sind es die Aggregatgrößen Schmuck (selbsterklärend), das Gesamtinvestment in Barren und Münzen, Technologie (oder auch Industrie genannt) und die Netto-Nachfrage der Zentralbanken.

Eine Größe lässt sich als recht konstant aus der Analyse der Nachfrageentwicklung ausklammern: Technologie bzw. Industrie. Die Nachfrage der Industrie nach Gold zwecks Herstellung von elektronischen Leitern und Ähnlichem ist seit Jahren in einer recht konstanten Bandbreite, die hauptsächlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung marginal beeinflusst wird.

Eine genaue Betrachtung lohnt die Position der Nachfrage nach Schmuck-Gold. Einzelne Länder sind hier die Nachfragetreiber. Ganz vorn sind China und Indien, in denen Gold als Schmuck auch eine am Körper getragene Vermögensanlage darstellt. Indien hat im letzten Jahr aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Schmuck-Gold mehrere Importerschwernisse und zuletzt einen 15 % Sonderzoll verhängt. Besonders pikant: Laut Meldung der Times of India vom 31.8.2013 klopft angeblich die Reserve Bank of India bei den reichsten indischen Tempeln von Tirupati bis nach Shirdi an. Diese besitzen teilweise enorme Bestände von Gold, ganze Dächer der Tempelanlagen bestehen teilweise aus Gold. Laut Times of India wird darüber diskutiert, dass einzelne Banken das Recht erhalten sollen, das Tempel-Gold zu kaufen, es in Barren einzuschmelzen und der Reserve Bank of India gegen frisch gedruckte Rupien zu verkaufen. In 2012 wurde für mehr als 56 Mrd. US$ physisches Gold nach Indien importiert, das sind ca. 61 % des Leistungsbilanzdefizits. Geholfen hat alles nichts: Als neulich die Rupie zusammenbrach, waren die Besitzer von Gold statt Geld die lachenden Dritten.

Eine weitere Position, die die Betrachtung lohnt, ist die Nachfrage der Zentralbanken. Die hier angegebenen Zahlen sind aggregierte Nettogrößen, d. h. sie sind die Summe aller Zentralbank-Käufe und -Verkäufe, weltweit. Wie immer steckt der Teufel im Detail: Seit einiger Zeit kauft die chinesische Zentralbank, meist über Hongkong, massive Mengen von physischem Gold. April auf Mai 2013 sprang die über Hong Kong importierte Menge physischen Goldes allein um 40 %. Gleichermaßen, wenn auch in kleineren Mengen, die Zentralbanken der Russischen Föderation, Türkei, Kasachstan und Azerbaijan (letzteres Land eins der ölreichsten Länder am kaspischen Meer) und anderer ostasiatischer Länder. Wenn Sie darüber nachdenken... das, innerhalb einer Netto-Position, in der einer kauft und der andere verkaufen muss... stoßen Sie auf eine nachdenklich machende Tatsache: Seit 1998 unterscheidet die Bundesbank in ihren Bilanzen nicht mehr zwischen (physisch vorhandenem) Gold und Goldforderungen. Ähnlich die schweizerische Nationalbank und die meisten westeuropäischen Nationalbanken. Was bedeutet das? Es bedeutet ganz schlicht, dass in den Tresoren der Nationalbanken mitnichten ausschließlich physisches Gold liegt, sondern eine Menge Schuldscheine irgendwelcher Leute, auf denen steht, dass man der Nationalbank so manche Tonne Gold schulden würde. Wie viel genau physisches Gold ist und wie viel Schuldscheine, das mag keine Nationalbank so genau sagen. Und wer leiht sich Gold gegen Schuldschein bei der Zentralbank? Es handelt sich oft um die sieben „Bullion-Banks" – „Bullion" ist der englische Ausdruck für ungemünztes Gold. Und wenn man Gold gegen Schuldschein geliehen und weiterverkauft haben sollte, dann wäre es misslich, würde der Preis ins Endlose steigen.

Genau daher lohnt ein Blick auf die Entwicklung der Goldnachfrage der ETFs. Wir stellen fest, dass in jüngster Vergangenheit der sprunghaften Zunahme der Nachfrage nach physischen Barren und Münzen – in den USA sogar so stark, dass lange Wartezeiten bei der US-Münze bestehen – enorme Abflüsse von „Papiergold" bei den ETFs gegenüberstehen. Der Preisdruck durch die real existierende Nachfrage nach physischem Gold wird also durch Verkäufe von „Papiergold" möglicherweise abgepuffert. Um die Gründe von institutionellen Investoren zu analysieren, lohnt ein Blick in die COMEX-Bewegungen, insbesondere in die Goldbestände der Institutionellen bei der COMEX. Wir möchten diesen Blick mit Ihnen an dieser Stelle nicht tun, da wir Angst vor den Anwälten dieser Schwergewichte haben – jedoch die Berichte der COMEX sind öffentlich, wir können Ihnen diesen Blick nur wärmstens empfehlen.

Glänzt Gold nun? Dazu müssen wir den Begriff „glänzen" zunächst definieren. Wenn wir damit sagen möchten, dass es sich um ein Asset mit rasanter Nachfrage nach einembegrenzten physischen Produkt handelt, dann sicher ja. Dennoch kann die Nachfrage durch „Papiergold" gepuffert werden, was sich auf den Preis auswirkt. Wir haben festgestellt, dass es neben den uns täglich verkündeten, recht banalen Begründungen im Investment-TV für die tagesaktuellen Preisschwankungen massive Interessen von Nationalstaaten und multinationalen Finanzinstitutionen gibt, die die Megatrends vorgeben. Daher: Wenn Ihnen das nächste Mal ein „milchgesichtiger" Analyst sagt, dass Gold wegen diesem oder jenem Grund liefe oder nicht liefe, dann lachen Sie ihm ins Gesicht.

(Christoph Sieciechowicz)
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Fidelity: Neuer FAST Global Fund

(fw) Fidelity bietet nach eigenen Angaben seit nun fast einem Jahrzehnt mit den FAST-Produkten Zugang zu Fonds, die neben Long- auch Short-Positionen einsetzen können. Die FAST-Fonds verfolgen dabei einen flexiblen Ansatz statt einer starren 130-30-Strategie. So kann Dmitry Solomakhin, Fondsmanager des neuen FAST Global Fund, mithilfe von Long- und Short-Positionen von aus seiner Sicht zu niedrig bzw. zu hoch bewerteten Aktien profitieren. Das Portfolio wird insgesamt 70 bis 110 Long- und Short-Positionen aus weltweiten Aktien enthalten. Solomakhin strebt mittelfristig eine starke risikobereinigte Outperformance gegenüber breiten internationalen Aktienindizes an. Schon ab Januar 2012 bereitete sich Solomakhin mit einem Pilotfonds auf die Auflegung des FAST Global Fund vor. Zuvor zeichnete er seit 2008 als Manager für den Fidelity Global Technology Fund verantwortlich. „Die weltweite wirtschaftliche Erholung und die anhaltende lockere Geldpolitik spricht weiterhin für eine Anlage in Aktien. Diese positiven Rahmenbedingungen und die zusätzlichen flexiblen Möglichkeiten eines FAST-Fonds sind beste Voraussetzungen für Dmitry Solomakhin, erheblichen Wertzuwachs für die Anleger zu erzielen", kommentiert Claude Hellers, Leiter Vertriebspartnergeschäft bei Fidelity in Deutschland. Unter normalen Marktbedingungen wird das Nettoengagement des FAST Global Fund in Aktien 90 bis 110 % betragen. Zudem kann der Fondsmanager bis zu 30 % des Fondsvermögens in Short-Positionen auf unattraktive Aktien investieren.

Die jährliche Verwaltungsgebühr des FAST Global Fund beläuft sich auf 1,5 % für Anteile der Klasse A-ACC-USD (LU0966156126) und auf 1 % für Anteile der Klasse Y-ACC-USD (LU0966156472). Die Mindestanlagesumme beträgt 50.000 US-Dollar. Eine Performance-Gebühr von 20 % der Outperformance wird dann berechnet, wenn die Nettorendite der Anteilklasse um 2 % p.a. über der des MSCI AC World Index (N) liegt.

Fidelity Worldwide Investment
In Deutschland ist (FIL Limited) seit 1992 aktiv im Markt vertreten und verwaltet ein Gesamtvermögen von 25,4 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 12,1 Mrd. Euro.

www.fidelity.de




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LRI Invest-Fonds doppelt prämiert

(fw/ah) "Unserem Fidecum-Fonds liegt die zentrale Annahme einer theoretischen Realinvestition zugrunde", beschreibt Hans-Peter Schupp die Contrarian-Value-Strategie. "Der wertorientierte Anlageansatz besteht im Auffinden von Unternehmen innerhalb des gewählten Anlageuniversums, die gemessen an ihrem Substanz- oder Ertragswert deutlich unterbewertet sind und häufig nicht im Anlegerfokus stehen." Hans-Peter Schupp analysiert und bewertet ein Unternehmen dabei immer so, als ob er es als Ganzes und nicht nur einige Aktien davon erwerben möchte. "Wir verfolgen eine aktive und flexible Anlagestrategie, um möglichst eine absolut positive Rendite zu erreichen", erklärt Albrecht von Witzleben die Strategie des Deutsche Aktien Total Return I. Das Fondsvermögen wird nach dem Grundsatz der Risikostreuung vorwiegend in deutsche Unternehmen (Wertpapiere) investiert. "Entscheidend für den langfristigen, nachhaltigen Anlageerfolg ist neben der Auswahl der Anlageschwerpunkte und ihrer Gewichtung die intensive und fundamental geprägte Auswahl von Einzeltiteln. Dabei streben wir bewusst eine Loslösung von einer Benchmark an.

www.lri-invest.lu

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Assenagon: Europäischer Aktienfonds mit Dividendenfokus

(fw/ah) Der Assenagon Substanz Europa strebt eine geplante jährliche Ausschüttung von 4,5 % des Nettoinventarwertes an, bezogen auf den Jahresbeginn. Dividendenstarke Werte liefern zum einen regelmäßige Erträge durch Ausschüttungen, zum anderen bieten sie die Chance auf langfristigen Wertzuwachs durch Kursgewinne. Damit verbinden sie die Vorzüge von Anleihen und Aktien.
Die Portfolio Manager des Assenagon Substanz Europa greifen auf ein Anlageuniversum mit rund 600 Werten zurück. Die Portfolio Manager analysieren diese vor allem anhand der folgenden Kriterien:
– Dividendenrendite
Die Auswahl der Aktientitel ergibt sich aus der Analyse der prognostizierten, impliziten und angekündigten Dividendenzahlung im Verhältnis zum jeweiligen Aktienkurs.
– Kontinuität
Die Kontinuität der Dividendenzahlung wird aus dem Verlauf der Dividendenhistorie sowie der Quelle des Ausschüttungsbetrags (Gewinn- vs. Substanzausschüttung) abgeleitet.
– Handelbarkeit
Für die Aufnahme einer Aktie in das Portfolio werden Mindestanforderungen an die Marktkapitalisierung sowie die Liquidität (gemessen am täglichen Handelsvolumen) vorausgesetzt.

Anhand dieser Kriterien wählen die Portfolio Manager ca. 50 Einzeltitel aus, die sie gleichgewichtet in den Fonds aufnehmen. Die Portfolio Manager verwenden die Dividendenerträge neben der Fondsausschüttung für ein risikoadjustiertes Substanzwert-Management. Dieses erfolgt über eine kontinuierliche Teilabsicherung des Aktienportfolios mit Put-Optionen und soll das Verlustrisiko des Fonds nachhaltig reduzieren. Um eine höhere Absicherungsquote zu finanzieren, verkaufen die Portfolio Manager regelmäßig Aus-dem-Geld-liegende Call-Optionen.


www.assenagon.com
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Aquila Capital stärkt Vertrieb

(fw/ah) „Die Verstärkung durch Jürgen Warnecke spiegelt die zunehmende Bedeutung alternativer Investmentlösungen für institutionelle Anleger wider. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit ihm einen weiteren Experten für unser Team gewinnen konnten, der über langjährige Erfahrung bei der Beratung institutioneller Investoren verfügt und ihre Anlagebedürfnisse im Detail kennt", so Christian Kiefer, Geschäftsführer bei Aquila Capital.

Vor seinem Wechsel zu Aquila Capital war der gelernte Bank- und Diplomkaufmann Jürgen Warnecke fast 14 Jahre bei Frankfurt-Trust vorrangig für die Beratung Berufsständischer Versorgungswerke und Versicherungen zuständig. Davor arbeitete er über sieben Jahre als Firmenkundenbetreuer bei der Deutschen Bank.


www.aquila-capital.de
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Japan – das Land der aufgehenden Sonne?

Geldpolitisches Experiment

Nachdem Abe Ende 2012 ins Amt des Ministerpräsidenten gewählt wurde, startete er kurz darauf ein geldpolitisches Experiment mit dem Ziel, Japans Wirtschaft noch einmal auf die Beine zu stellen. Diese ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank sorgt anhand der niedrigen Leitzinsen und der massiven Anleihenkäufen dafür, dass sich die Geldmenge des YENs drastisch erhöht. Sein Plan sieht vor, dass sich die Geldmenge von etwa 140 Billionen Yen im April 2013 bis Ende 2014 auf 270 Billionen Yen fast verdoppelt.
Zusätzlich soll die Konjunktur durch milliardenschwere Wachstumsprogramme in Kombination mit Strukturreformen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Agrar- und Gesundheitssektor angekurbelt werden. Dieses aktive Eingreifen soll den Preisverfall stoppen, die Unternehmensgewinne steigern und die Löhne der japanischen Bevölkerung auf ein vernünftiges Niveau heben.

Das Zwischenfazit des vor zehn Monaten gestarteten Experiments ist positiv. Seither hat der Yen im Vergleich zum Euro und dem US-Dollar fast 30 Prozent an Wert verloren. Diese Währungsabwertung beschert den japanischen Unternehmen einen großen Vorteil, da diese ihre Produkte am Weltmarkt deutlich konkurrenzfähiger anbieten können. Dieser Währungstrumpf beflügelte auch Japans Börsen, so stieg der Nikkei im Jahr 2013 um 56 Prozent, der breiter gefasste Topix legte um 51 Prozent zu. Der jahrelange Preisverfall, welcher als Deflation bezeichnet wird, neigt sich dem Ende. So stiegen die Verbraucherpreise in den letzten Monaten an und liegen aktuell bei 1,6 Prozent. Bei aller Euphorie birgt dieses Experiment allerdings auch erhebliche Risiken.

Steigende Löhne sind die Grundvoraussetzung zum Erreichen der Ziele. Die Unternehmen müssen die gestiegenen Profite in Form von Lohnerhöhungen an die Mitarbeiter weitergeben, sodass diese die Preissteigerungen abfedern und den Binnenkonsum ankurbeln können. Bleiben diese Lohnerhöhungen aus, wäre ein wirtschaftlicher Rückschritt vorprogrammiert.
Zwar hat der schwache YEN den Export enorm beflügelt, verteuert aber den Import. Da Japan nach der Katastrophe in Fukushima alle Atomkraftwerke abschaltete, muss die Energie nahezu vollständig aus dem Ausland teuer eingekauft werden. Die demographische Lage in Japan ist besorgniserregend, da der Anteil der Alten im Vergleich zu anderen Industrienationen deutlich höher ist. Dies lässt die Nachfrage in vielen Bereichen sinken.
Die Staatsverschuldung hat mit 240 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eine Rekordhöhe erreicht. Bleibt die wirtschaftliche Erholung aus und somit auch die Möglichkeit durch höhere Steuereinnahmen die Staatsschulden zu senken, könnte es bei der Refinanzierung schwierig werden. Grund hierfür ist die Schuldenstruktur des Landes, da etwa 95 Prozent der Staatsanleihen von japanischen Bürgern gehalten werden. Aufgrund des zunehmenden Alters und der Preissteigerungen wird die Bevölkerung aber darauf angewiesen sein, das Gesparte zum Decken der Lebenshaltungskosten auszugeben und somit nicht in Staatsanleihen zu reinvestieren. In diesem Zusammenhang sei aber erwähnt, dass Japan im Vergleich zu den europäischen Olivenstaaten den Vorteil hat, sich in seiner Landeswährung zu verschulden.

Fazit
Für chancenorientierte und global ausgerichtete Investoren bietet Japan auch nach dem starken Anstieg der Aktienkurse weiterhin Potential. Kursrückschläge können zum Kauf genutzt werden solange der Aufwärtstrend intakt ist. Jedoch sollten sich die Anleger gegen einen weiteren Verfall des Yens absichern. Es bleibt abzuwarten, ob die Sonne nach den Abenomics weiterhin über Japan scheint.

(Autor: Manuel Peiffer, Portfoliomanager bei der MERITO Asset Management GmbH)

So können Anleger vom demografischen Wandel profitieren

Das Thema demografischer Wandel gilt als eines der Zukunftsthemen an der Börse. Zum einem werden immer mehr Menschen geboren, zum anderen wird die Bevölkerung immer älter. Diese Entwicklung hat nachhaltige Auswirkungen auf die Wirtschaft....

Gestärkte europäische Hochzinsanleihen

(fw) Denn der mehrfach ausgezeichnete Fondsmanager sieht High-Yield-Bonds insbesondere gegenüber Schwellenländer-Anleihen im Vorteil.

Bereits in jüngerer Vergangenheit schnitt das Hochzinssegment außerordentlich gut ab. So erzielte der von Leidman verantwortete Schroder ISF EURO High Yield seit November 2012 einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 7,05 % pro Jahr. Der Fonds wurde gerade drei Jahre alt.

Leidman blickt als Manager von Hochzinsanleihen-Fonds auf einen beachtlichen Track Record von insgesamt acht Jahren. Seit 2009 lag die Wertsteigerung des Schroder ISF EURO High Yield konstant über der im Durchschnitt erzielten Wertentwicklung anderer Euro-Hochzinsanleihen-Manager.

Schwellenländer in der Krise

„Die Schuldenkrise in den Emerging Markets ist noch lange nicht vorüber“, analysiert Leidman. Der Portfoliomanager erinnert daran, dass zahlreiche Unternehmen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften ihre Verschuldung im Zuge des zurückliegenden Rohstoff-Booms stark ausgeweitet haben. „Im August und September wurden vielen Investoren offenbar das Ausmaß der aktuellen Abschwächung erst vollständig bewusst“, kommentiert der Fondsmanager die Marktbewegungen. In Europa hingegen sanken Firmenverbindlichkeiten, was das Umfeld für Hochzinsanleihen verbesserte.

Leidman investiert nicht nach Indexvorgaben. Anspruch des Managers ist es vielmehr, Geschäftsmodell und Marktumfeld der hinter den selektierten Anleihen stehenden Unternehmen genau zu verstehen und anschließend zu bewerten.

Werttreibende Trends

Der Investmentprozess des Schroder ISF EURO High Yield basiert zudem auf dem Aufspüren werttreibender Investment-Themen. Hierzu zählen starke Wirtschaftstrends, wie etwa der Aufschwung des Internethandels, die Bekämpfung von Deflationsrisiken durch die Europäische Zentralbank und die Bereinigung der Bankbilanzen im Euroraum. Leidman bescheinigt insbesondere spanischen Kreditinstituten erhebliche Restrukturierungsfortschritte.

Der größte Anteil des Fondsportfolios entfällt derzeit auf Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Telekommunikation, Dienstleistungen und Finanzen. Das Anlagekapital verteilt sich auf insgesamt 189 Einzelpositionen, was eine breite Streuung gewährleistet. Werden Wertpapiere von Nicht-Euro-Staaten – wie zum Beispiel Großbritannien – erworben, erfolgt eine Währungsabsicherung gegenüber dem Euro.

Anspruchsvolles Ziel

Um ein leistungsstarkes Portfolio zu konstruieren, greift Leidman auf rund 120 hauseigene Analysten und Investment-Spezialisten zurück. Ziel der Manager ist es, den Vergleichsindex für Hochzinsanleihen über einen Marktzyklus hinweg um 1,5 Prozentpunkte pro Jahr zu übertreffen. In den ersten drei Jahren seines Bestehens rangierte der Schroder ISF EURO High Yield kontinuierlich im Spitzenfeld. Der Hochzinsanleihen-Fonds belegte Jahr für Jahr einen Platz im ersten Quartil seiner Vergleichsgruppe.

Leidman ist überzeugt, dass sich Hochzinsanleihen bei einem möglichen allgemeinen Renditeanstieg am Bondmarkt als gutes Diversifikations-Instrument erweisen. „Europäische High-Yield-Papiere korrelieren nur wenig mit Staatsanleihen. Zudem bietet das Hochzinssegment weiterhin attraktive Renditeaufschläge, die teilweise 500 Basispunkte erreichen.“ Einen besonderen Vorzug sieht der Brite in den überschaubaren Restlaufzeiten vieler attraktiver Hochzinsanleihen. Deren Duration belief sich im Schroder ISF EURO High Yield zuletzt auf 4,25 Jahre.


www.schroders.de

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Bunter Schwarzer Kontinent

Trotz Korruptionsvorwürfen, einer festgefahrenen wirtschaftlichen Lage und fehlendem Reformwillen konnte sich die ehemalige Regierung wieder im Amt behaupten, nicht zuletzt dank eines großzügigen Sozialsystems, das wenigen Steuerzahlern Heerscharen von weitgehend ungelernten Arbeitssuchenden gegenüberstehen lässt. Umso überraschender erscheint die hohe Anzahl an erfolgreichen Unternehmen, die sich sowohl im Konsum-, Telekommunikations- und Transportwesen als auch dem Finanzsektor finden lassen. Dem stehen jedoch die Unternehmen negativ gegenüber, die man gemeinhin mit Südafrika in Verbindung bringt: Rohstoffförderer – sei es Platin, Gold oder anderes – kämpfen mit hohen Kostenstrukturen und starken Gewerkschaften, die auch politisch rege Einfluss nehmen. Fragt man sich, wo denn der wirtschaftliche Erfolg manches Unternehmens herrührt, so zeigt sich schnell die Situation, dass diese meist international diversifiziert sind und sich in Europa genauso heimisch fühlen wie in Australien oder vermehrt auch in Subsahara-Afrika. So verwundert es zunächst, dass mancher Möbelanbieter oder Logistikdienstleister mit vermeintlich europäischer Herkunft eigentlich aus Südafrika stammt. Das erklärt sich aber schnell dank der langen wirtschaftlichen Historie Südafrikas, die viel von den ehemaligen englischen Kolonialherren übernommen hat. Ein sich verstärkender und heiß diskutierter Trend ist jedoch die Expansion in Länder der direkten Umgebung. Noch ist der Beitrag Subsahara-Afrikas zu den Umsatzzahlen der führenden Unternehmen minimal und liegt meist unter 10%, abgesehen von manchen Rohstoffunternehmen. Das Wachstum jedoch ist meist im zweistelligen Bereich, ebenso schiebt sich der Fokus für Neuinvestitionen vermehrt auf bevölkerungsreiche Länder wie Nigeria, Kenia und Ghana. Besonders der Telekommunikationssektor liegt hier weit vorn und generiert teilweise mehr an Erträgen außerhalb Südafrikas als innerhalb.
Mit Blick auf die aktuelle Anzahl der modernen Einkaufszentren in Metropolen wie Lagos zeigt sich ein weiterer Trend: mit wachsenden Reallöhnen, insbesondere wenn die Pro-Kopf-Einkommen pro Tag über $2 steigen, nimmt die Nachfrage nach höherwertigen Konsumgütern sprunghaft zu. Folglich ist auch die Anzahl der geplanten Einkaufszentren deutlich gestiegen, während beispielsweise Bierkonzerne konstant steigende Absatzzahlen vermelden. Dass dies kein Selbstläufer ist, zeigen Risiken wie terroristische Anschläge, die jedoch bisher kaum Einfluss auf das rapide Wachstum dieser Volkswirtschaften nehmen konnten. Wachstumsraten von mehr als 5 % pro Jahr haben afrikanische Volkswirtschaften unter den 10 am schnellsten wachsenden Ländern weltweit etabliert und es ist unwahrscheinlich, dass sich dies kurzfristig ändern wird. Ausgehend von dem bis dato relativ geringen inter-afrikanischen Handel versuchen südafrikanische Unternehmen derzeit verstärkt, in diesem Segment Fuß zu fassen.
Da ist es nur bestärkend zu sehen, wie sich das Investitionsvolumen südafrikanischer und internationaler Unternehmen zunehmend erhöht und im besten Fall einen sich selbst verstärkenden Trend auslöst, der auch die institutionelle Stabilität der Länder vorantreibt.

(Autor: Sebastian Kahlfeld, Portfolio Manager bei Deutsche Asset & Wealth Management)

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