Corona-Krise – Professionelle Anleger bleiben derzeit noch ruhig

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, äußert sich zu den Folgen der Corona-Ausbreitung auf die Börsen. „Es ist zu früh, die aktuelle Situation mit der Finanzkrise 2008/2009 zu vergleichen. Aber eine Gemeinsamkeit gibt es: die Ansteckungsgefahr....
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Die Weltmacht rafft sich auf


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 Seit einiger Zeit schon bereitet die Stärke des Euro den europäischen Unternehmen Schwierigkeiten. Doch US-Unternehmen profitieren von diesem Trend, wie wir in der letzten Berichtssaison sehen konnten. Wie schätzen Sie die Ergebnisse der Unternehmen ein?

Forsyth: Die letzte Berichtssaison war sehr ermutigend, denn die meisten Unternehmen haben ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen. Die Resultate bestätigen nicht nur die soliden Bilanzen, die vorgelegt wurden, sondern ermöglichen den Unternehmen auch, Initiativen voranzutreiben, die den Shareholder Value steigern.

finanzwelt: Mit Ihrem Fonds investieren Sie hauptsächlich in Aktien und Wandelanleihen, bevorzugen jedoch auch hochverzinsliche Anleihen aus den USA. Janet Yellen hat hingegen kürzlich vor der Überhitzung des Marktes für High Yields gewarnt. Können Sie das nachvollziehen? Was macht das Investment in diese Anlage Ihrer Meinung nach denn so attraktiv?

Forsyth: Die geringe Volatilität, niedrige Zinsen und das mäßige Wirtschaftswachstum sind drei Faktoren für einen anhaltend positiven Ausblick für den High Yield Markt. Auch Fundamentaldaten und Kreditstatistiken unterstützen diese Anlageklasse: solide Bilanzen, die Verschuldungs- und Zinslast-Verhältnisse sind nahe oder unter ihren 25-Jahres-Tiefs, die Unternehmen verfügen über hohe Liquiditätsreserven und es gibt eine anhaltende Akquisitionstätigkeit. Und schließlich gibt es einen ungewöhnlichen Mangel an kurzfristigen Laufzeiten. Verglichen mit anderen Fixed Income Alternativen bleiben High Yields damit sowohl aus Gründen der Diversifikation als auch aus Renditesicht attraktiv.
finanzwelt: In den vergangenen Monaten haben Wandelanleihen ziemlich gut abgeschnitten. Dabei ist der US-Markt der größte weltweit. Bieten Wandelanleihen nach wie vor ein reizvolles Chance-Risiko-Verhältnis und damit verbunden das Beste aus beiden Welten?

Forsyth: In der Tat überzeugen Wandelanleihen mit ihrem asymmetrischen Chance-Risiko-Profil. Wenn sich der Aktienmarkt abschwächt, bieten sie einen Puffer nach unten. Günstige Unternehmensgewinne und andauernde Anstrengungen der Unternehmen, den Shareholder Value durch Investitionen, Aktien-Rückkäufe, höhere Dividendenzahlungen und M&A-Aktivitäten anzukurbeln, sollten neben Aktienkursen weiterhin auch Wandelanleihen unterstützen.

finanzwelt: Seit Auflage Ihres Fonds ist die jährliche Performance um bis zu 13,6 % gewachsen. Die Assets under Management belaufen sich derzeit auf 7 Mrd. Euro. Warum sollten Investoren nach wie vor in einen Multi Asset Fonds mit amerikanischen Titeln anlegen?

Forsyth: Der Fonds erfreut sich großen Interesses, da er eine ganze Reihe an Herausforderungen adressiert, mit denen Investoren im aktuellen Umfeld konfrontiert sind. Eine Top-Priorität für Anleger ist derzeit etwa die Generierung von Einkommen. Die aktuell niedrigen Zinsen erschweren allerdings die Erzielung der Renditen, die sie benötigen. Darüber hinaus schrecken viele Investoren aus Sorge vor einer Rückkehr der Aktienmarktvolatilität vor reinen Aktienstrategien zurück. Mit einem diversifizierten Investment können Investoren einen stetigen Einkommensstrom generieren. Gleichzeitig halten sie die Volatilität gering und sichern sich gegen steigende Zinsen. (ah)

La Française Real Estate verstärkt sein Team

Um Jean-Charles Le Scrill, Technischer Direktor und Eric Tubin, Finanzanalyst verstärkt das Unternehmen sein Asset Management-Team. Mit seinen kunden- und ergebnisorientierten Zielen werden dedizierte Lösungen auf Basis von Core/Core+ und wertschöpfenden-opportunistischen Strategien implementiert. (fw/rm) Weiterhin...

Neuer Vertriebspartner für Gewinner der Digitalisierung

The Digital Leaders Fund hat einen erfahrenen Partner zur Unterstützung beim Ausbau des Fondsvertriebes gewonnen. Der Fonds wird in zwei Ländern vertrieben. Der global investierende Aktienfonds The Digital Leaders Funds investiert in Unternehmen, die zu...

Neuer Deutschland-Chef

Zum 31. März wird Reinhard Berben in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger als Country Head für das Deutschlandgeschäft bei Franklin Templeton wird bereits am 1. Februar starten. Stefan Bauer wird Anfang nächsten Monats neuer Deutschlandchef...
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Fondsbranche in bester Stimmung

(fw/ah) Über die Hälfte des Neugeschäfts entfiel auf Spezialfonds, denen 16,6 Milliarden Euro zuflossen. Publikumsfonds verzeichneten 8,9 Milliarden Euro und freie Mandate 2 Milliarden Euro neue Mittel. Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende Januar ein Vermögen von insgesamt 2,5 Billionen Euro.

Bei den Publikumsfonds war der Januar 2015 der absatzstärkste Monat seit Anfang 2007, als ihnen 10 Milliarden Euro zuflossen. Die aktuelle Absatzliste führen erneut Mischfonds mit Zuflüssen von 4,9 Milliarden Euro an. Dies übertrifft den bisherigen Rekordmonat Januar 2013 (3,8 Milliarden Euro). Das Vermögen der Mischfonds wuchs im Fünf-Jahresvergleich überproportional von 100 Milliarden Euro auf 185 Milliarden Euro. Ihr Marktanteil stieg von 15 auf 22 Prozent des Publikumsfondsvermögens.

Aktienfonds sind mit rund 300 Milliarden Euro weiterhin die volumengrößte Gruppe. Ihr Anteil wuchs in den letzten fünf Jahren von 30 auf 36 Prozent. Aktienfonds sammelten im Januar netto 2,4 Milliarden Euro ein. Anleger kauften insbesondere ETFs auf den Euro Stoxx und den Dax.


www.bvi.de

Deutsche Finance expandiert nach London

London wird der vierte Standort, in dem die Deutsche Finance ein Büro unterhält. Die Leitung werden dort Frank RoccoGrande und Gavin Neilan übernehmen. Die Deutsche Finance Group eröffnet ein Office in London und setzt...
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Jetzt günstige Einstiegskurse sichern

(fw/ah) China, die Philippinen, Malaysia, Vietnam und Nigeria – um nur einige zu nennen – weisen jedoch alle Überschüsse auf. Eine Gemeinsamkeit von mehreren dieser fünf Länder und vieler anderer Emerging Markets ist zudem der „Turbolader" Demografie: Junge, wachsende Bevölkerungen werden durch den Anstieg des Steueraufkommens eine sehr starke Basis für Staatsanleihen bieten. In vielen Fällen werden sie zudem die Abflüsse aus der Staatskasse verlangsamen, indem sie die Abhängigkeitsrate niedrig halten – also den Anteil der Bevölkerung, der zu jung oder zu alt ist, um zu arbeiten im Vergleich zum Bevölkerungsanteil im arbeitsfähigen Alter.

Zudem können Schwellenländer durchaus mit einem moderaten Leistungsbilanzdefizit leben, wenn Investoren glauben, dass dieses Defizit nicht allzu groß ist und sie durch stabile Finanzierungsquellen und eine starke zugrundeliegende Wirtschaft gestützt werden.

„Jetzt ist nicht die Zeit, das Schiff der Schwellenländer-Anleihen zu verlassen. Im Gegenteil ist es jetzt an der Zeit, Kaufgelegenheiten zu suchen wann immer das Schiff sich hebt und senkt – und damit Investoren erlaubt, zu einem guten Preis zu kaufen. Ungerechtfertigte Nervosität ist immer der Freund des langfristigen Investors" kommentiert Brett Diment, Head of Emerging Market & Sovereign Debt bei Aberdeen.


www.aberdeen-asset.com

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Helikoptergeld – Der große Wurf?

(fw) „Helikoptergeld“, also die Verteilung von frisch gedrucktem Geld an die privaten Haushalte, wird immer intensiver diskutiert. Da sich EZB-Chef Draghi zuletzt nicht gänzlich abgeneigt gezeigt hat und vor dem Hintergrund, dass die EZB in der Vergangenheit ein ums andere Mal ihr Mandat weit gedehnt hat, scheint diese geldpolitische Maßnahme nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Die Geldgeschenke an den Verbraucher sollen direkt in Konsumausgaben fließen und so die Inflationsraten anheizen, so die Vorstellung. Bislang wird die Effektivität der Geldpolitik insbesondere dadurch eingeschränkt, dass der Weg über die Kreditvergabe nicht richtig zu funktionieren scheint. Insgesamt ist es fraglich, ob ein Weg gefunden werden kann, der mit den Statuten der EZB und dem Vertrag von Maastricht vereinbar ist.

Daneben gibt es zahlreiche weitere Probleme und Risiken. Es müsste sichergestellt werden, dass je eine Person jeweils eine Zahlung erhält, was eine aufwändige und teure Sisyphos-Aufgabe wäre. Das Verteilungsproblem könnte dadurch gemildert werden, dass die EZB die Geldgeschenke nicht direkt an den Verbraucher auszahlt, sondern in Form von Steuersenkungen an die Haushalte weitergibt. Des Weiteren könnte die EZB Infrastrukturprojekte finanzieren. Wird der Staat eingebunden, dürfte sehr schnell der Vorwurf der direkten monetären Staatsfinanzierung laut werden, auch wenn die EZB diese Maßnahme mit ihrem Mandat zur Wahrung der Preisniveaustabilität rechtfertigen würde.

Daneben ist das Problem zu lösen, dass die Geldgeschenke keine Gegenposition in der EZB-Bilanz haben. Nicht zuletzt muss darüber diskutiert werden, wie lange und wie hoch die Zahlungen jeweils ausfallen und wie eine Exit-Strategie aussieht. Moral-Hazard Probleme müssen so weit wie möglich verhindert werden und die Bevölkerung muss von dieser Maßnahme überzeugt werden.

Die technischen, ideologischen und legalen Hürden von „Helikoptergeld“ sind insgesamt enorm. Unseres Erachtens wäre es wichtiger, dass die Regierungen dringend notwendige Reformen angehen. Solange die Staaten keine Strukturreformen durchführen, wird es für die Notenbank auch mit unkonventionellen Maßnahmen immer schwieriger, die Wachstumsaussichten in der Eurozone zu stärken. Geldpolitik funktioniert nur dann richtig, wenn die Staaten mitziehen. Dieser Grundgedanke wird, auch dank der aktuellen EZB-Politik, in der Eurozone derzeit kaum verfolgt.

www.dzbank.de



Kapitalanleger finanzieren Bauträger

Die aamundo Immobilien Gruppe ist ein auf die deutsche Immobilienwirtschaft fokussierter Investment Manager mit der Kernkompetenz im aktiven Asset Management. Marcus Kraft ist Geschäftsführer der „aamundo Fund Management“ (AFM). finanzwelt: Herr Kraft, innerhalb der aamundo-Gruppe...