Bank J. Safra Sarasin AG

Neue Schweizer Banknoten und die Implikationen für die Geldpolitik

Die Noten werden sogar etwas kleiner sein, so dass die Lagerhaltungskosten von Franken noch tiefer werden. Bereits bei Negativzinsen von -0.75% lässt sich eine vermehrte Hortung von Bargeld beobachten und limitiert den geldpolitischen Handlungsspielraum der SNB.

Monopoly-Fans dürfen sich freuen. Bei der neuen 50er Note handelt es sich nicht um Spielgeld, sondern um die erste Note der bereits lange geplanten Banknotenserie, welche die Schweizerische Nationalbank ab dem 12. April in Umlauf bringen wird. Während die Lancierung der neuen Noten und insbesondere deren langen Verzögerung viel Gerede ergab, wird die Ausgabe des neuen 50er-Scheins keinen direkten Einfluss auf den Frankenkurs haben. Bemerkenswert ist die neue Lancierung trotzdem. Schließlich wird die SNB auch in der neuen Banknotenserie an der höchsten Notierung, dem 1000-Franken-Schein, festhalten. Dies ist ganz im Gegensatz zu den Plänen der europäischen Zentralbank, den 500-Euro-Schein in naher Zukunft abzuschaffen. Die 500-Euro-Note werde insbesondere für illegale Aktivitäten genutzt, betonte der EZB-Präsident Mario Draghi im Februar.

Der Entscheid der SNB, die 1000er Franken-Note weiterzuführen dürfte direkte Implikationen für die Schweizer Geldpolitik haben. Schließlich gilt die einfache Regel: je höher die Notierungen der Währungen sind, desto einfacher und damit auch günstiger kann Bargeld gelagert werden. Ein möglicher Ansturm auf Bargeld limitiert jedoch den Wirkungsgrad von Negativzinsen. In der akademischen Literatur gibt es viele Verfechter der Meinung, dass Negativzinsen nur dann funktionieren, wenn das Bargeld sogar ganz abgeschafft wird. Tatsächlich dürfte die Schmerzensgrenze bei Negativzinsen an einem bestimmten Punkt erreicht sein, ab welchem die Bankguthaben abgezogen werden, um Negativzinsen zu umgehen.

Das unabhängige Forschungsinstitut Capital Economics hat in einem Report im Februar berechnet, wie leicht sich 1 Milliarde US-Dollar in den einzelnen Währungen verstauen lassen. In keiner einzigen Währung lässt sich 1 Milliarde US-Dollar so einfach lagern wie beim Schweizer Franken. Dem Franken kommt sogar eine höhere Wertedichte zu als Gold. Da die neuen Banknoten noch kleiner sind als die bisherigen Scheine, wird sich 1 Milliarde künftig sogar auf noch geringerem Raum verstauen lassen. Damit dürfte die Schmerzensgrenze in der Schweiz früher erreicht sein.

Mit Negativzinsen von -0.75% ist die SNB im internationalen Vergleich bereits sehr weit gegangen. Mit den gegenwärtigen Ausnahmeregelungen blieb der Bankkunde in der Regel jedoch von Negativzinsen verschont. Trotzdem ist bereits heute eine vermehrte Bargeldhortung auszumachen. Die 1000er Scheine machen mehr als 60% des Wertes der sich im Umlauf befindlichen Noten aus. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren gestiegen. Ein erster sprunghafter Anstieg war im September 2008 zu beobachten aufgrund der Ängste, dass weitere Banken dem Zahlungsausfall von Lehman folgen könnten. Ein zweiter merklicher Anstieg fand im Januar 2015 statt, als die SNB die Negativzinsen auf -0.75% erhöhte. Seither blieb die Bargeldhortung stabil. Die Schmerzensgrenze ist offenbar noch nicht erreicht. Doch die Negativzinsen bleiben ein Experiment. Die 1000er Noten erleichtern die geldpolitischen Entscheide der SNB nicht.

Autorin: Ursina Kubli,
Ökonomin, Bank J. Safra Sarasin AG




Ufuk Boydak

Schwankungsarm in Aktien investieren? Nicht unmöglich!

Es braucht deshalb auch alternative Konzepte, die schwankungsärmere Aktieninvestments ermöglichen, meint Ufuk Boydak, Vorstandsmitglied der LOYS AG und Manager des LOYS Global L/S. Eine Möglichkeit: Aktienfonds mit passiver Absicherungsstrategie.

In jedem Risiko steckt auch eine Chance, heißt es. Das gilt auch und in ganz besonderem Maße für die Aktienmärkte. Seit Anfang Dezember kam es dort zu heftigen Turbulenzen. Ende November notierte der deutsche Leitindex DAX noch bei 11.382 Punkten. Dann aber brach der Markt ein und bis Mitte Februar ging es bis auf 8.752 Punkte nach unten. Ein Minus von über 20 Prozent. Ende März knackte der DAX wieder die 10.000er Marke.

An so heftige Kursausschläge werden sich Anleger gewöhnen müssen. Denn in den vergangenen Jahren kam es zu einer Art Neubewertung, einem Re-Rating, an den Aktienmärkten. Investoren sind seit vergangenem Jahr bereit, den Unternehmen am Aktienmarkt eine höhere Bewertung zuzugestehen als früher. Der Grund: das Zinsniveau. Denn bei einem Zins von null Prozent oder sogar darunter sind drei oder vier Prozent Rendite bei anderen Anlageklassen äußerst anziehend. Es war diese antagonistische Wechselwirkung zwischen Aktien und Zinsen, die die Aktienkurse nach oben getrieben hat.
Der Haken: Auf diesem höheren Niveau sind Anleger sensibel für schlechte Nachrichten, das bedeutet, dass die Märkte schnell umstürzen können. Genau das war in den vergangenen Monaten gut zu beobachten. Da kamen mehrere Dinge zusammen: die Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed, dazu schwächere Konjunkturdaten aus China, die Schwierigkeiten etlicher Schwellenländer und der anhaltende Ölpreisverfall.
Bei erneut enttäuschenden Konjunkturdaten drohen deshalb erneut Rückschläge – die zudem durch das prozyklische Verhalten vieler Investoren verstärkt werden.

Anleger stehen deshalb vor einem Dilemma: Einerseits sind Aktien auf Grund der extrem niedrigen Zinsen alternativlos, andererseits müssen sie in dieser Anlageklasse mit hohen Kursschwankungen leben. Volatilitäten eröffnen aktiven und erfahrenen Aktienfondsmanagern Chancen, da in einem solchen Umfeld, wie zu Jahresbeginn, prozyklisch in der Regel alle Werte verkauft werden – ob dies nun gerechtfertigt ist oder nicht. In jedem Fall ermöglicht das irrationale Vorgehen der Anlegermasse, bei qualitativ guten Titeln am Aktienmarkt einzusteigen. Doch kann eben auch nicht jeder Anleger mit hoher Volatilität leben. Aus diesem Grund sind Konzepte gefragt, mit denen Investoren abgesichert und schwankungsarm in Aktien investieren können. Genau das setzt der LOYS
Global L/S um.

Wir setzen im Fonds antizyklisch auf qualitativ gute und unterbewertete Unternehmen, die wir durch Short-Positionen auf Marktindizes absichern. Bei der geographischen Auswahl der Einzeltitel liegt der Fondsfokus bei Firmen auf sich langfristig stabil entwickelnden Industrien aus Europa, den USA und den entwickelten Ländern Asiens. Was die strukturelle Analyse der Einzeltitel betrifft, konzentrieren wir uns auf Unternehmen, die über ein nachweislich erfolgreiches Geschäftsmodell sowie ein solides und vertrauenswürdiges Management verfügen. Zudem ist neben den üblichen Kennziffern zur Unternehmensbewertung die Cashflow-Stärke ein entscheidender Faktor. Diese Kennzahl gibt an, was nach allen notwendigen Investitionen und Kosten für die Aktionäre übrigbleibt. Ferner muss ein Unternehmen einen Bewertungsabschlag von wenigsten 30 Prozent gegenüber dem von ihm errechneten fairen Wert aufweisen. Die so herausgefilterten 60 bis 80 Titel werden mit maximal zwei bis zweieinhalb Prozent im Portfolio gewichtet, wobei wir die Gewichtungen immer wieder anpassen.

Und genau bei den so identifizierten Titeln ergeben sich dann in Korrekturphasen Chancen. So haben wir beispielsweise den Kursrückgang Anfang des Jahres genutzt, um unsere Portfolioposition bei Implenia, einem Schweizer Bauunternehmen, aufzustocken. Andere Beispiele für Unternehmen, die unseren Kriterien entsprechen, sind die Deutsche Post oder der österreichische Kartonhersteller Mayr-Melnhof.

In einem zweiten Schritt folgt die Absicherung des Portfolios über Marktindizes des jeweiligen Landes: Zum Beispiel sichern wir eine Allokation von zehn Prozent in deutschen Aktien stets mit mindestens sieben Prozent durch eine Short-Position auf den DAX-Future ab. Beobachten wir, dass der Markt zu teuer wird, können wir die Absicherung auf bis zu zehn Prozent erhöhen. Fallen dagegen die Kurse, dann greift die Short-Seite und dämpft die Verluste. So können wir zu einem schwankungsärmeren Portfolio kommen.

Diese Vorgehensweise der Absicherung über Terminkontrakte auf Aktienmarktindizes hat zudem zwei gewichtige Vorteile: Zum einen ist sie kostengünstig und bietet ein hohes Maß an Flexibilität. Zum anderen sichern wir auf diese Weise Aktien durch Aktien ab. Während die Absicherung über Anleihen zuletzt nicht immer funktionierte, weil diese zeitweise einen sehr hohen Gleichlauf mit Aktien hatten, liegt die Korrelation bei unserer Vorgehensweise stets bei null oder im negativen Bereich.

Aktuell sind wir mit dem LOYS Global L/S, dessen verwaltetes Vermögen allein in den vergangenen drei Monaten es um 50 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro angewachsen sind, zu ca. 60 Prozent in Long-Positionen investiert. Die Absicherung über Indizes liegt momentan bei etwa 33 Prozent, womit die Nettoinvestitionsquote rund 26 Prozent beträgt. Ein deutliches Übergewicht hat der Fonds derzeit wegen der Konjunktur in Europa: Der schwache Euro sowie die niedrigen Rohstoffpreise wirken unserer Ansicht nach wie ein Konjunkturprogramm für die europäischen Unternehmen.

Eher verhalten sind wir dagegen mit Blick auf die USA, wo die Unternehmen nach wie vor unter dem starken US-Dollar leiden. Zugleich sehen wir in den Schwellenländern erhebliche Unsicherheiten auf Grund der schwachen Konjunktur, der mancherorts politisch instabilen Systeme, zum Teil hoher Budgetdefizite und vor allem auch der Währungsseite. Aus diesem Grund halten wir derzeit ausschließlich Titel aus Industrienationen in unserem Portfolio.

Marktkommentar von Ufuk Boydak,
Vorstand LOYS AG



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Deutsche sind keine Weltmeister im Konsum

2016-04-05 (fw/db) Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) verordneten Niedrigzinsen geben dem Sparziel „Konsum/Langfristige Anschaffungen“ erneut Auftrieb. Das ist das Ergebnis der Frühjahrsumfrage 2016 zum Sparverhalten der Deutschen. Das Institut TNS Infratest befragte dazu im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum 56. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.



Auf Platz 1 der Sparmotive der Deutschen landete im Frühjahr 2016 mit 61 Prozent, wie in den Vorjahren, die Ziele „Konsum und langfristige Anschaffungen“. Gegenüber dem Herbst 2015 bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um acht Prozentpunkte.

Erst auf Rang 2 findet sich die „Altersvorsorge“ mit 59 Prozent der Nennungen – nach zuvor 60 Prozent.

Auf Platz 3 der Rangliste folgt traditionell mit nun 43 Prozent das Sparmotiv „Wohneigentum“. In der letzten Umfrage wurde es noch von 44 Prozent der Befragten genannt.

Investmentfonds und Aktien sind nach wie vor nicht die Lieblinge der deutschen Anleger und Sparer. Dies zeigt sich beim Sparmotiv „Kapitalanlage“. Hier ist sogar ein Rückgang von 30 auf 28 Prozent zu verzeichnen. Die Wahl der Geldanlagen wird offensichtlich vom allgemeinen Trend zu Sachwerten und einer damit einhergehenden Vermögensumschichtung als von einem speziellen Sparmotiv bestimmt.

Einen Zuwachs um jeweils einen Prozentpunkt auf fünf Prozent verzeichnen die Sparmotive „Ausbildung der Kinder“ und „Notgroschen/Reserve“.

Dietmar Braun

„Murmeltiertag“ für die Finanzmärkte

Denn jene drei Sorgenkinder, die die Anleger zu Anfang des Jahres beschäftigten, darunter der ungewisse Zeitpunkt der ersten Zinsanhebung durch die Fed, die gedämpfte Weltkonjunktur und die anhaltende makroökonomische Ungewissheit in China, sind praktisch noch genauso akut wie im Sommer. Entsprechend lohnt sich möglicherweise die Klärung der Frage, was sich an den Märkten verändert hat und was nicht.

Die US-Notenbank hat alles darangesetzt, um die geldpolitische Sitzung von Dezember weiter im öffentlichen Bewusstsein zu halten (gemäß den derzeitigen Marktbewertungen ist eine Erhöhung im Dezember wahrscheinlich, nachdem die Wahrscheinlichkeit vor der Oktober-Sitzung noch unter 30 % gelegen hatte). Nichtsdestotrotz lässt sich noch immer nicht mit vollständiger Sicherheit absehen, ob die Fed vor Jahresende erhöhen wird oder nicht. Hauptgrund hierfür ist der saisonbedingte Rückgang der Marktliquidität im Dezember. Kritiker der Fed würden anführen, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) schlichtweg zu transparent zu Werke ging und sich die politischen Entscheidungsträger in eine Sackgasse manövriert haben. Wenn nicht einmal der FOMC selbst weiß, was er tun sollte, kann auch niemand anders genau vorhersagen, wie sich die Fed verhalten wird.

Ohne Frage waren die Entscheidungen (bzw. Unterlassungen) der Fed das beherrschende Thema der letzten Wochen. Doch die größte Sorge stellt möglicherweise die gedämpfte Weltkonjunktur dar. Obwohl die Lehman-Krise schon mehr als sieben Jahre zurückliegt, sind Anzeichen einer traditionellen Konjunkturerholung noch immer mit der Lupe zu suchen. Wenn überhaupt, sorgen sich die Märkte derzeit um die Überkapazität in China und was diese nicht nur für Rohstoff- und Energieunternehmen, sondern auch für die Rentabilität der Industrie im Allgemeinen implizieren wird. Auch wenn wir keine Rezession erwarten, liegt es auf der Hand, dass zahlreiche globale Branchen eine Krise durchmachen und eine Verschlimmerung ihrer Lage verzeichnen dürften. Von einem Rückgang der Gewinne der Industrie zu sprechen, mag an Panikmache grenzen. Doch für Hersteller von Bergbau- oder Landmaschinen (Bereiche mit signifikantem globalem Überangebot) dürfte das nicht ganz unzutreffend sein. Wer standardisierte, undifferenzierte Produkte wie zum Beispiel Stahlplatten herstellt, hat einen schweren Stand. Unternehmen in dieser Branche geraten derzeit in die Insolvenz.

Bleibt die Frage, warum das globale Wachstum bislang so gedämpft ausfällt. Ein Grund hierfür besteht darin, dass sich Investitionen für Unternehmen nur dann auszahlen, wenn Letztere von einer Nachfrage nach ihren Gütern ausgehen. Daran ändert auch nichts, dass die QE den Nährboden (d. h. Zinsen nahe null) für Unternehmensinvestitionen geschaffen hat. Und diese Nachfrage stellte sich nach der Krise außerhalb der Schwellenländer nicht ein. Gewiss ist, so wie dies pausenlos diskutiert wurde, einzuräumen, dass die Schwellenländer (insbesondere sofern ihre Wirtschaft dafür ausgelegt ist, den chinesischen Rohstoffhunger zu stillen) inzwischen unter starkem Druck stehen, wodurch die Aussichten für den globalen Konsum bestenfalls gedämpft sind. Aufgrund dessen überrascht es kaum, dass sich Unternehmen entschlossen haben, Kosten zu senken und ihre Cashreserven für die Zahlung von Dividenden (oder Sonderdividenden) zu verwenden. Und um den Aktienkurs zu stützen, wurden in jüngster Zeit sogar spezielle Techniken wie Aktienrückkäufe herangezogen. In einer Welt, in der organisches Wachstum kaum noch zu finden ist, ist es wesentlich sinnvoller, Aktien zurückzukaufen, als sich teuren und langfristigen Projekten mit riesigem Investitionsvolumen und ungewisser Rendite hinzugeben – wie zahlreiche Bergbauunternehmen zu ihrem Leidwesen feststellen mussten.

Dass es den Unternehmen an Zuversicht mangelt, ist nur die eine Seite der Medaille. Als die Ölpreise einbrachen, gingen wir davon aus, dass die Verbraucher von einer Dividende in Form „günstiger Energie“ profitieren würden. Doch dieses Szenario trat nicht so ein wie erwartet. Welches sind die Gründe hierfür? Vergleichbar mit Unternehmen, die sich nur ungern in großen Investitionsprojekten engagieren möchten, sind wir der Auffassung, dass zahlreiche Verbraucher schlicht und einfach dafür dankbar sind, trotz vorangegangener Krise in Arbeit zu stehen. Entsprechend bringen sie ihre Ersparnisse durch niedrigere Ölpreise lieber auf die Bank. Möglicherweise noch stärker ins Gewicht fällt, dass die Lohnzuwächse äußerst moderat ausfielen, und das trotz angespannter Arbeitsmärkte in Ländern wie den USA und dem Vereinigten Königreich. Ebenso ist nicht zu vergessen, dass eine ganze Generation von Menschen, die gegen Ende des ersten Jahrzehnts der 2000er-Jahre die Schule oder Universität verließen, als Erwachsene niemals wissen werden, wie reichlich und günstig Finanzmittel vor der Lehman-Krise verfügbar waren. Dass der kreditgestützte Konsum in den USA oder sonst wo der Vergangenheit angehört, wird sich wesentlich auf das BIP-Wachstum im nächsten und in den kommenden Jahren auswirken. Anders ausgedrückt: Die „unheilige Dreifaltigkeit“ aus verschärfter Regulierung, höheren rechtlichen Kosten und verschärften Kapitalanforderungen wird dazu führen, dass Retail-Banken künftig verstärkt wie Versorgungsunternehmen erscheinen werden.

Bleibt die Frage, was dies für die Anleger bedeutet. Nach unserer Einschätzung wird organisches Wachstum nur schwer zu erzielen sein, was möglicherweise den jüngsten Zuwachs an M&A-Transaktionen erklärt. Unternehmen, die ihre Kostenbasis bereits gesenkt und ihren Aktienkurs mit Finanztechniken erhöht haben, verbleibt weniger Spielraum. Tatsächlich hat die verstärkte M&A-Aktivität und die Tatsache, dass Unternehmen bei ihren Bilanzen kreativer zu Werke gehen, die jüngste Verschlechterung der fundamentalen Bonität in den USA begünstigt.

Dass das Wachstum weiter gedämpft ausfallen dürfte, bedeutet, dass auch die Zinsen längere Zeit niedrig bleiben werden. Entsprechend könnte der letztliche Fed-Funds-Satz in diesem Konjunkturzyklus bei gerade mal 2 % liegen. Auch wenn das für Anleihen theoretisch positiv ist, hält sich die Euphorie in Bezug auf Staatsanleihen in Grenzen, wenn man die damit verbundenen Renditen und die Tatsache bedenkt, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Attraktiv erscheint hingegen das europäische Hochzinssegment. Das liegt am nennenswerten Renditevorsprung gegenüber Staatsanleihen und daran, dass die Anlageklasse im Gegensatz zum Investment-Grade-Segment in der Regel von M&A-Transaktionen profitiert.

Auch wenn ein niedriger Diskontsatz für Aktien theoretisch stark zu begrüßen ist, legen die vorgenannten Sachverhalte den Schluss nahe, dass das Wachstum und entsprechend die Gewinne schwächer ausfallen dürften als bei einer teilweisen Nutzung der übermäßigen globalen Produktionskapazität. Nach unserer Einschätzung wird sich ein selektiver Ansatz bei Aktien auszahlen, insbesondere da die Sorgen in Bezug auf das chinesische Wachstum in absehbarer Zeit nicht nachlassen dürften. Ebenso meinen wir, dass sich die Anleger stärker auf die Bewertungen und die Fundamentaldaten konzentrieren werden, zumal die globale Liquidität weiter zurückgeht. Vor einem solchen Hintergrund sollten sich die Anleger auf weitere aktienspezifische Enttäuschungen gefasst machen. Die US-Notenbank wird den Aktienmärkten künftig nicht mehr unter die Arme greifen. Und auch wenn weitere EZB-Maßnahmen wahrscheinlich sind, wird die globale, alles mitreißende QE-Flut künftig der Vergangenheit angehören.

Autor: Mark Burgess, CIO EMEA and Global Head of Equities bei Columbia Threadneedle Investments



BCG: Erträge im Retail Banking auf Talfahrt

(fw/ah) Für das vierte Quartal 2012 weist der Index einen Ertragsrückgang von 110 auf 107 Indexpunkte aus. Wenngleich dies lediglich eine Veränderung um drei Prozent darstellt, so fällt der Ertragsindex damit auf den niedrigsten Stand seit 2007. Eine noch negativere Entwicklung zeigt die Profitabilität der untersuchten Banken: Sie reduziert sich um fast 40 Prozent von 68 auf 42 Indexpunkte, vor allem bedingt durch sinkende Erträge, die bei vielen Banken das Ergebnis schmälern, sowie durch steigende operative Kosten bei fast allen Instituten. Wie die BCG Retail Banking Revenue Pools mit Prognosen bis 2017 zeigen, wird sich mittelfristig auf der Ertragsseite keine Verbesserung einstellen. Im Gegenteil: Während in den letzten Jahren jeweils eher stabile Erträge prognostiziert wurden, zeichnet sich nun eine deutliche Korrektur nach unten ab.

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Unangenehmes Aufwachen der Zentralbanken

Inzwischen müssen sie allerdings erkennen, dass der Grenznutzen ihrer politischen Instrumente sinkt. Bezeichnend ist, dass im Grunde die einzige Diskussion, die zuletzt von den Notenbanken ausgelöst wurde, die Frage betrifft, ob es sinnvoll ist, Banknoten mit hohem Nennwert, wie die 500-EUR-, 1000-CHF und 100-USD-Scheine, abzuschaffen – eine Massnahme, die eindeutig nur begrenzte wirtschaftliche Auswirkungen und eher symbolischen Charakter hätte.

Augenfällig ist derzeit, wie unwirksam oder sogar kontraproduktiv die Einführung negativer Einlagenzinsen durch die Bank of Japan (BoJ) in diesem Jahr gewesen ist. Anstatt abzuwerten, wertete der Yen gegenüber den meisten Haupthandelswährungen auf. Die in diesem Jahr bislang zu beobachtende Underperformance von Banken im Vergleich zu anderen Aktiensektoren und die insgesamt schwache Entwicklung der Aktienmärkte sind zusätzliche Hinweise darauf, dass die Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungsschritte nicht länger der bestimmende Treiber der Finanzmärkte ist. Deren Reaktion auf die in der vergangenen Woche veröffentlichten Protokolle der jüngsten EZB- und Fed-Sitzungen spricht eine deutliche Sprache und hätte drastischer nicht ausfallen können: Gleichgültigkeit nahezu allenthalben. Es ist zwar richtig, dass das EZB-Protokoll nicht über die Aussagen von Präsident Draghi auf der Pressekonferenz hinausging. Detailliertere Informationen über etwaige im März anstehende Massnahmen fehlten ebenfalls. Und auch die Fed liess im Hinblick auf ihre Interpretation der jüngsten Konjunkturindikatoren keine klare Tendenz erkennen. Die wichtigste Erkenntnis ist aber klar: Signaleffekte der Geldpolitik lassen sich nicht endlos wiederholen. Sie greifen nur dann, wenn die Zentralbankmassnahmen bereits in der Vergangenheit erfolgreich waren. Bei der «Whatever it takes»-Politik und beim OMT-Programm war dies möglicherweise der Fall. Bei der Bekämpfung der Niedriginflation indes nicht. Bedeutet dies nun, dass die Zentralbanken noch vehementer vorgehen sollten? Nein. Sie sollten sich aber expliziter, transparenter und realistischer in Bezug auf die Kanäle äussern, über die ihrer Meinung nach die Geldpolitik wirkt. Darüber hinaus könnte eine bessere internationale Abstimmung der Massnahmen ebenfalls hilfreich sein. In einer Zeit, in der alle Industrieländer mit niedrigen Inflationsraten konfrontiert sind und alle Schwellenländer einen tief greifenden Anpassungsprozess durchlaufen, ist der Wechselkurskanal möglicherweise nicht der geeignete Weg, Wachstum zu stimulieren. Es würde lediglich ein unnötiger Währungskrieg ausgelöst, der die Reputation der Zentralbanken schädigt. Das gleiche gilt für den Kreditkanal. Es war zwar wichtig, diesen Kanal zu reparieren. Man sollte aber realistischer Weise sehen, dass nach einer Bilanzrezession nur moderates Kreditwachstum erwarten werden kann. Statt einer noch expansiveren Geldpolitik sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass Länder, die es sich leisten können, fiskalpolitische Massnahmen (begleitet von Strukturreformen) aktiver verfolgen sollten.

Autor: Karsten Junius, Chefökonom, Bank J. Safra Sarasin AG






Der Mai wird kommen …

Nachdem in vielen Artikeln nachzulesen ist, warum der Börsenaufschwung weitergeht, will ich mich heute mit den Argumenten auseinandersetzen, die für einen Ausstieg sprechen.

Wie ich schon in meiner Dezemberkolumne schrieb, ist die Hausse in die Jahre gekommen und mit über sieben Jahren außergewöhnlich lang. Die lockere Notenbankpolitik hat sicher dazu beigetragen. Obwohl die Gewinne der DAX-Unternehmen seit 2010 insgesamt stagnieren, hat der Index in 2015 ein neues All-Time-High erzielt. Vorläufer des letzten Crashs sind wieder im Abwärtstrend: Caterpillar, Alcoa, Sotheby´s und vor allem der USA Transport-Index.

Noch immer waren in den USA im Januar Aktien in Höhe von 447 Mrd. Kredit finanziert. Im Crashjahr 2000 waren es 278 Mrd., in 2007 381 Mrd. Die Stimmung ist nach ca. 15 Prozent Kursverlusten noch immer gut. Aktien sind alternativlos! Es hat ein Hedgefonds-Sterben begonnen. Im letzten Jahr schlossen fast 1.000 Fonds ihre Türen, so viele wie seit 2009 nicht mehr.

Zu einem dramatischen Problem könnte der Derivatemarkt werden. Gemäß der BIZ beträgt das Welt-BIP etwa 63 Billionen Dollar. Der Derivatemarkt ist mehr als zehnmal so groß (etwas 750 Bill.). Solche Summen werden den gesamten Kapitalmarkt destabilisieren. Völlig unverständlich ist mir, dass dieser Markt immer noch sehr intransparent ist. Viele Umsätze werden außerbörslich abgewickelt. Viele Zahlen sind geschätzt! Sie werden nicht in den Bilanzen der Banken ausgewiesen. Die Schweizer CS sollen 51 Bill. in den Büchern haben, die Deutsche Bank 54 Bill. (bei 1,6 Bill. Bilanzsumme). Aufsichtsbehörden und Kontrollorgane werden beruhigt, schließlich gleichen sich Netto (Calls und Puts gegengerechnet) die Risiken aus. Aber wehe am Wochenende passiert etwas Gravierendes, die Teilnehmer können erst am Montag reagieren und/oder ein Gegenpart der Geschäfte (wie damals Lehman Brothers) geht Pleite. Ein Domino-Day könnte blühen. Schon Warren Buffett bezeichnete diese Instrumente als Massenvernichtungswaffe der Finanzindustrie. Die Banken und Kontrollorgane agieren, als hätte es die Pleiten von LTCM, AIG, Fanny Mae und Freddy Mac nie gegeben.

In diesem Jahr weist Gold die beste Performance aus. Will uns der Krisen-Seismograph etwas sagen? Die Bestände der goldhinterlegten ETFs und des Spider Trust (+28,51 Prozent) in USA steigen kräftig. Nun erzielen Spezialinvestments wie Weine, Oldtimer und Kunst Höchstkurse, die zum Teil an Irrsinn grenzen und keinen Werterhaltungssinn konstatieren. Diese Entwicklung war oft Vorbote stark ansteigender Inflation.

Besonders die Beträge im Derivatebereich grenzen an Horror. Sollte das Segment implodieren, ist es nicht mehr beherrschbar. Egal in welchem Monat. Es sollen allein bei Zinsswaps „Wetten“ in Höhe von 320 Bill. existieren. Wenn die Zinsen „unerwartet“ und schnell anziehen, werden sich diese „Absicherungsgeschäfte“ sehr schnell als „Versicherungsbetrug“ herausstellen, weil heute schon klar ist, dass kaum ein Finanzinstitut in der Lage ist, ihrer Verpflichtung nachzukommen. Die Suprimekrise war dann dagegen nur ein Kindertheater. Dabei wollte man doch nach Lehman die Finanzmärkte eingrenzen und kontrollieren.

Aber das Gegenteil ist der Fall: Die globalen Schulden sind weiter angestiegen, der Finanzsektor unkontrollierbar aufgeblasen und damit sind die Risiken für das System um ein Mehrfaches gestiegen. Angeheizt durch die zinslose Liquidität der Notenbanken. Obwohl diese Strategie noch nie Erfolg hatte, wird sie verschärft fortgesetzt. Dies hat dazu geführt, dass den Giganten der Finanzbranche klar ist, dass sie im Notfall mit allen Mitteln (Steuerzahler und Sparer) gerettet werden. Gehen ihre Spekulationen auf, winken den Verantwortlichen (eher Verantwortungslosen) astronomische Boni. Im negativen Fall muss nicht nur die Allgemeinheit die Schieflage bezahlen, die Finanzmärkte werden kollabieren, wenn solche Wahnsinnssummen auf die Börsen treffen.

Denn diese idiotischen Größenordnungen gibt es nicht nur für Zinsen sondern auch als Kreditswaps oder für Aktien, Währungen und Edelmetalle. Zum Beispiel hat eine Unze Gold mehr als 500 mögliche Besitzer. Da die Margen der Spekulation höher sind als die Kreditspannen im traditionellen Kreditgeschäft, fließen die EZB-Gelder (logischerweise) direkt in die Spekulation. Anstatt diesem Trend entgegenzuwirken, werden jetzt sogar die Summen erhöht. Man könnte fast Böswilligkeit unterstellen. Und viele klatschen Beifall. Das haben die Tänzer für die Musiker auf der Titanic auch getan. Bis das erste Glas von Tisch rutschte ...

Wenn man die Gedanken weiterdenkt, müsste ein Berater seinen Kunden raten, einen Teil ihres Vermögens in bar und in Gold- bzw. Silbermünzen oder Barren (bevor die Bargeldbegrenzung Gesetz wird) zuhause in einen Safe zu legen. Damit wäre man mit der Münchner Rück-Versicherung ja auch in bester Gesellschaft. Die Letzten beißen bekanntlich die Hunde.

Autor: Rolf Ehlhardt, Vermögensverwalter,
I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim GmbH

Alter! Was geht …?

Zertifikate eröffnen hier beste Anlagemöglichkeiten und Anlagestrategien, denn Zertifikate-Sparpläne eignen sich für diesen Zweck hervorragend. Hier paaren sich die von der Investment-Seite her altbekannten Vorteile einer regelmäßigen, meist festen monatlichen Sparrate mit den besonderen Möglichkeiten, die Zertifikate bieten.

Zwei Faktoren sind dabei vom Anleger vorab zu beachten: Das Zertifikat, z.B. ein Index-Zertifikat, muss auf einen Performance-Index laufen, es müssen also die Dividenden mit im Spiel sein. Ansonsten geht, vor allem bei dividendenstarken Werten bzw. Indices, der Zinseszinseffekt der Dividendenzahlungen verloren. Zum anderen ist bei einem solchen langfristig ausgelegten Sparplan von hoher Bedeutung, auf die absolute Qualität des Emittenten zu achten. Denn schließlich soll dieser auch in 20 oder sogar 30 Jahren noch solvent und nicht das Zertifikat wertlos sein.

Ganz wichtig ist die Auswahl des oder der richtigen Zertifikate. Das muss der Anleger sich nun entsprechend seinen Anlage-Intentionen auf den Leib schneidern. Angeboten werden von den Banken meist eine ganze Reihe von Index-Zertifikaten, Branchen- und Themen-Zertifikaten, oft auch Renten-Zertifikate sowie Strategie-Zertifikate und verschiedentlich auch Hedgefonds-Zertifikate.
Der Anleger selbst bleibt ständig liquide, da seine Zertifikate ja börsennotiert, also täglich veräußerbar sind. Allerdings sollte diese Flexibilität nicht zu spontanen Entnahmen – für ein neues Auto statt für das Alter – verleiten.


(Autor: Lars Brandau, Geschäftsführer Deutscher Derivate Verband (DDV)
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BNPP IP: Schaut auf die Nebenwerte!

(fw/ah) „Wer in Europa Rendite erzielen will, sollte sich nicht nur auf die großen und bekannten Titel beschränken", sagt Damien Kohler, Chief Investment Officer für europäische Small Caps bei BNP Paribas Investment Partners. „Im Small Cap-Bereich gibt es viele solide wirtschaftende Unternehmen mit hervorragenden Bilanzen. Hier lassen sich bei sorgfältiger Einzeltitelauswahl deutlich unterbewertete Titel mit hohem Aufwärtspotenzial identifizieren. Die Unternehmen aus der zweiten Reihe sind durchaus reizvoll."
In Europa gibt es für Kohler aktuell etwa 1.000 investierbare Unternehmen, die oft Nischenprodukte anbieten und ebenfalls Absatzmärkte in Schwellenländern bedienen. Der britische Finanzdienstleister International Personal Finance bietet Privatpersonen in Schwellenländern Kredite an – der Aktienkurs des Unternehmens stieg 2012 um 120 Prozent. Ein weiteres Beispiel ist das englische Telekom-Unternehmen Talk Talk Telecom: das Unternehmen ist auf günstige Produkte in Märkten mit weniger konsumstarken Käufern spezialisiert und erzielte mit dieser Strategie im vergangenen Jahr Erträge von 70 Prozent. Small Cap Aktien performen in schwierigen Marktlagen oft deutlich besser als Aktien von großen Unternehmen.
Dabei ist laut Damien Kohler von BNP Paribas Investment Partners das Risiko bei Investments in
Nebenwerte nicht zwangsläufig größer als das bei großen Unternehmen.

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Umfrage: Bundesbürger befürchten Inflationsanstieg

(fw/ah) Laut der neuen, vierteljährlichen Umfrage des Vermögensverwalters M&G Investments zu den Inflationserwartungen in neun Ländern haben die meisten Verbraucher kaum Vertrauen in die Fähigkeit der Zentralbanken, die Inflation kurz- und mittelfristig unter der jeweiligen Zielmarke zu halten. Eine Ausnahme dieses Trends bilden lediglich Singapur und die Schweiz. An der Befragung – durchgeführt durch das Marktforschungsinstitut YouGov – sind Verbraucher aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Hongkong, Italien, Singapur, Spanien, Großbritannien und der Schweiz beteiligt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten europäischen Verbraucher, einschließlich der Befrag-ten in Deutschland, innerhalb der nächsten zwölf Monate eine niedrigere Inflationsrate erwarten. Die Erwartungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung in den kommenden fünf Jahren haben sich zwar in Deutschland von 3,5 Prozent auf 3,0 Prozent verringert. Nach wie vor gehen die Verbraucher jedoch davon aus, dass die Inflationsrate sowohl in einem als auch in fünf Jahren über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent liegen wird. Diese Werte liegen auch über der aktuellen Inflationsrate in Deutschland von 1,6 Prozent.


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