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ELLWANGER & GEIGER: Investoren sollten nicht in Übermut verfallen

(fw/ah) "Die Ratingagenturen lassen die europäischen Länder nicht zur Ruhe kommen. Nachdem Griechenland nochmals heruntergestuft wurde und Irland eine starke Herabstufung hinnehmen musste, steht nun wieder einmal Portugal auf dem Prüfstand. Der Euro musste dadurch einen Rückschlag bis 1,30 zum US-Dollar hinnehmen. Die Aktienmärkte zeigten daraufhin keine Reaktion, aber sie nahmen die Nachricht aus China, dass dieses Land konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der angeschlagenen Länder in Europa vornehmen will, zum Anlass, Kurssteigerungen durchzuführen. Zusätzlich konnte Deutschland wieder mit neuen positiven Indikatoren aufwarten, so ist das Verbrauchervertrauen laut dem GfK-Konsumklimaindex weiter angestiegen und scheint diese Tendenz auch ins neue Jahr fortzusetzen.

Es sollte einen schon misstrauisch machen, wie euphorisch die Prognosen über das zukünftige konjunkturelle Umfeld in Deutschland angesetzt werden. Das Weltwirtschaftsinstitut in Kiel setzt den positiven Daten für 2011 noch eins oben drauf und verkündet strahlend, dass 2013 der deutsche Staat wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen könnte. Der Spruch "Übermut tut selten gut" scheint hier doch angebracht zu sein. Sicherlich befindet sich Deutschland in einem komfortablen Zustand gegenüber den übrigen europäischen Ländern. Allerdings wird genau dieser zu Begehrlichkeiten führen und die Frage nach einer Erhöhung des Rettungsschirms und nach Transferleistungen an andere europäische Staaten hervorrufen. Die Investoren sollten im nächsten Jahr weiterhin ihr Augenmerk auf die Wachstumsländer richten, d.h. auf Deutschland und den asiatischen Raum."

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