Positive Jahresbilanz

(fw/mo) Grund hierfür ist der günstigere Schadenverlauf in der Sparte Wohngebäude. In den Sparten Hausrat, Haftpflicht und Rechtsschutz blieben die Schadenquoten auf Vorjahresniveau. Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt lassen allerdings eine deutliche Kostensteigerung in der Rechtsschutzsparte erwarten. Durch den Verkauf von Tarifen mit Selbstbeteiligungen und Serviceleistungen wie telefonische Erstberatung, Kostenschutz bei Mediationsverfahren und Zugriff auf das Anwaltsnetzwerk der Rechtsschutz Union sind bereits Maßnahmen ergriffen worden, um diese Entwicklung abzufedern. In den Jahren 2007 und 2008 sank die Anzahl der Vermittler leicht. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten und den starken Auftritt auf der DKM 2009 konnte die Zahl deutlich gesteigert werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zählten degenia 2.586 aktive und DIHK registrierte Vermittler.

Im Jahr 2009 wurden 5 Angestellte und 3 Auszubildende neu eingestellt. Insgesamt beschäftigt die degenia AG 33 Mitarbeiter/innen. Bis Ende 2010 wird das Team auf ca. 40 Mitarbeiter/innen wachsen. Die notwendigen Arbeitsplätze werden aktuell im Rahmen der Baumaßnahmen (+ 1.100m²) geschaffen. Die positive Umsatzentwicklung spiegelt sich, trotz der umfassenden Baumaßnahmen, auch im Jahresergebnis wieder. Vor Steuern weist das Unternehmen einen Überschuß von 410.000€ aus. Der Gewinn nach Steuern und Abschreibungen wird bei ca. 200.000€ liegen. Damit konnte der Gewinn trotz hoher Investitionen und gestiegener Personalkosten um 229% gesteigert werden.

degenia wird auch im Jahr 2010 unabhängiges Wachstum erzielen! Schon in der 2. Januarwoche konnten die Abgänge zur Hauptfälligkeit 01.01. durch das starke Neugeschäft ausgeglichen werden. "Hier mussten wir uns im Vorjahr bis Ende Februar gedulden. Die Zahl der im Januar dokumentierten Verträge lässt auf ein weiteres, sehr erfolgreiches Jahr hoffen" kommentiert Finanz- und Personalchef Holger Koppius. Die Einführung der neuen degenia Tarife im Mai und Juni 2009 wurde von den Vertriebspartnern und Kunden der degenia AG sehr gut angenommen. "Unsere Erwartungen, auch im Hinblick auf unser Rechtsschutzkonzept, wurden deutlich übertroffen. Mitte 2010 werden wir unsere Produktpalette mit den neuen Flextarifen komplettieren. Diese werden uns im Wettbewerb noch deutlicher an der Spitze positionieren." so Frank Löffler, Vertriebsleiter der degenia AG. Im Bereich der gewerblichen Sachversicherungen konnten im Jahr 2009 die deutlichsten Zuwächse erwirtschaftet werden. Die Umsätze in dieser beratungsintensiven Sparte konnten im Vergleich zum Vorjahr um annähernd 300% gesteigert werden. Auch für die seit Juni 2009 angebotenen Dienstleistungen im Bereich der privaten Krankenversicherung zieht das Unternehmen eine positive Bilanz.

0da1fad507070e00.portfolio.jpg

WealthCap legt neuen Zweitmarktfonds auf

(fw/kb) Investoren können zwischen drei unterschiedlichen Investmentportfolien wählen. Die "Basis-Variante" sieht ausschließlich Investments in Immobilienbeteiligungen vor, während die Variante "Basis Plus" zu 30 Prozent bzw. die Variante "Plus Plus" zu 60 Prozent jeweils in andere Assetklassen wie Flugzeug-, Infrastruktur-, Private Equity-, Schiffs- und Energiebeteiligungen investieren. Bei allen Varianten liegt der Schwerpunkt innerhalb der Immobilieninvestitionen auf inländischen Immobilien.

WealthCap plant mit diesem Beteiligungsangebot 100 Millionen Eigenkapital zu platzieren. Die prognostizierte Laufzeit beträgt ca. 15 Jahre. Prognosegemäß schütten die Gesellschaften erstmals 2013 aus. Bis zur Beendigung der Beteiligung sollen je nach Variante rund 217,5 Prozent bzw. rund 227,8 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals an die Investoren zurückfließen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 5.000 Euro zzgl. fünf Prozent Agio.

Wealth Cap ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der HypoVereinsbank. 160.000 Anleger haben nach Angaben des Unternehmens bisher in 119 Fonds mit insgesamt 6,2 Milliarden Euro Eigenkapital investiert.

www.wealthcap.com

Geschlossene Fonds mit erwartetem Rückgang

(fw/mo) Konkret hat sich das Platzierungsvolumen beim Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 3,09 Mrd. EUR auf nun 5,23 Mrd. EUR verringert, was einem Rückgang von 37,09 % im relevanten Markt entspricht. Auch das Investitionsvolumen ging von 15,40 Mrd. EUR in 2008 auf nun 9,46 Mrd. EUR zurück.

Mit minus 71,29 % gegenüber zeichnete sich das Segment Lebensversicherungszweitmarktfonds als der größte Verlierer aus. So sammelten diese Assetklasse in 2009 gerade noch einmal knapp über 100 Mio. EUR ein. Auch Schiffsbeteiligungen und Private Equity Fonds mussten harte Verluste hinnehmen. Während letztgenannte in 2009 mit 239,32 Mio. EUR satte 65,35 % (2008: 711,17 Mio. EUR) Verlust hinnehmen mussten, verringerte sich das platzierte Eigenkapital bei den Schiffsfonds in 2009 um 67,32 % auf 824,11 Mio. EUR. Dennoch gehören Schiffsfonds auch weiterhin zu den Top 3 der Produktklassen und damit auch weiterhin zu den bedeutendsten Anlageklassen im Markt der geschlossenen Fonds.

Aber auch positive Trends zeigte die Finanzkrise bei den geschlossenen Fonds. So konnten geschlossene Immobilienfonds mit Investitionsobjekten in Deutschland sowie Portfolio-, Infrastruktur- und Energiefonds in 2009 Zuwächse verzeichnen. Das platzierte Eigenkapital stieg bei "Deutschland Immobilienfonds" um 12,49 % gegenüber 2008 auf 1,12 Mrd. EUR. Über 150 % Zuwachs konnte sich die Assetklasse der Energiefonds freuen und sammelte in 2009 556,49 Mio. EUR ein. Wohl auch ein Grund, weshalb einige Anbieter im Rahmen der VGF-SUMMIT 2010 Veranstaltung in Frankfurt bekannt gaben, dass sie bereits Produkte aus dieser Klasse in ihrer Pipeline hätten.

Auch Portfoliofonds legten auf 87,71 Mio. EUR zu. Gegenüber 2008 (54,89 Mio. EUR) ist dies ein Zuwachs um 59,79 %. In Infrastrukturfonds flossen mit 70,18 Mio. EUR 66,7 % mehr als im Vorjahr. Das war sicher auch der Anlass, weshalb der VGF diesen beiden Produkten eine eigene Assetklasse im Rahmen ihrer Auswertung der VGF Branchenzahlen 2009 vergab.

Der stärkste Vertriebskanal für geschlossene Fonds war übrigens überaschenderweise sehr deutlich der Bankenvertrieb. 52 % aller Beteiligungen wurden demnach über diesen Kanal platziert (2008: 49 %). Der Vertrauensverlust in die Banken war demnach nicht spürbar. Gefallen ist das Vertrauen eher in den freien Vertrieb - wie kann man sonst deuten, dass in 2009 ein Rückgang um 3 % auf nunmehr 29 % stattfand. Dabei hatte man sich gerade hier einen Zuwachs im Verhältnis zu den Banken erhofft. Gestiegen ist die Bedeutung des Direktvertriebs durch die Anbieter geschlossener Fonds: In 2009 realisierten sie 12 % aller platzierten Beteiligungen und damit 69,15 % mehr als im Vorjahr (7 %).

Wohin geht der Weg? Für 2010 erwartet der VGF eine Konsolidierung des Marktes auf niedrigerem Niveau. "Unsere vorsichtig optimistischen Erwartungen für 2009 haben sich leider nicht bestätigt. Die Auswirkungen der Finanzkrise haben die Branche erst in 2009 voll erwischt", stellt VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba fest. "Wir hoffen jedoch, dass sich der Aufwärtstrend vom Ende des Jahres in 2010 weiter stabilisiert. Die Stimmung im Markt hat sich verbessert, wir haben den Boden hoffentlich erreicht", fasst Romba die aktuelle Situation zusammen.

Deutscher Ring-Gesellschaften: BaFin erlässt Verwaltungsakte

(fw/mo) "Der Verwaltungsakt der BaFin bestätigt unsere Auffassung, dass die derzeitige Situation, in der sich unsere Gesellschaften befinden, rechtswidrig ist", sagte Martin Strobel, der Vorsitzende der Konzernleitung der Baloise. "Wir wollen diesen rechtswidrigen Zustand so schnell wie möglich beseitigen und die Gesellschaften im Sinne aller Beteiligten zügig entflechten. Wir fordern die Signal Iduna erneut auf, jetzt an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

Die BaFin hat das derzeit von DR Kranken beanspruchte Vetorecht gegen unternehmerische Massnahmen und Weisungen von DR Leben/Sach mit sofortiger Wirkung ausser Kraft gesetzt. In ihrer Begründung führt die BaFin u.a. aus:
- Die derzeitige Aufbau- und Ablauforganisation der Deutscher Ring-Gesellschaften, d.h. die derzeitige Verflechtung der Deutscher Ring-Gesellschaften, verstösst insbesondere gegen Versicherungsaufsichts- und zwingendes Gesellschaftsrecht.

- Rechtlich erforderlich ist eine jeweils eigenverantwortliche und unabhängige Geschäftsleitung sämtlicher Deutscher Ring-Gesellschaften.

Aus Sicht der BaFin ist die organisatorische Trennung bzw. Entflechtung aller wesentlichen Bereiche (u.a. IT, Räumlichkeiten, back office, Risikomanagement und sonstige Leitungsfunktionen) erforderlich, um eine eigenverantwortliche und unabhängige Unternehmensleitung herzustellen Die BaFin weist weiter darauf hin, dass auch die bislang nicht entflochtenen Mehrfacharbeitsverträge zu hohen operationellen Risiken führen. Auch dieses organisatorische Defizit sei zu beheben. Die BaFin fordert zudem beide Unternehmen auf, regelmässig detailliert und anhand von Kennzahlen über ihre operative Situation zu berichten. Das gibt der BaFin die Möglichkeit, die Situation in Hamburg kontinuierlich zu überprüfen und ggfs. weitere Massnahmen zur Beendigung des rechtswidrigen Zustandes zu treffen.

Schliesslich führt die BaFin aus, dass einer organisatorischen Trennung der Deutscher Ring-Gesellschaften auch keine rechtlichen Hindernisse wie z.B. Vertraulichkeits-vereinbarungen und -anweisungen entgegengehalten werden können. Insoweit fordert die BaFin von den Deutscher Ring-Gesellschaften die Vorlage eines Plans über die Vorkehrungen der Deutscher Ring-Gesellschaften für den Fall der Beendigung des Orga-Vertrags. Die derzeitige Situation bei den Deutscher Ring-Gesellschaften verstösst gegen zwingendes Wettbewerbsrecht, Gesellschaftsrecht und Versicherungsaufsichtsrecht. Signal Iduna ist ein direkter Wettbewerber von DR Leben/Sach. Bisher wurde aufgrund gemeinsam genutzter Ressourcen von DR Kranken faktisch ein Vetorecht gegen unternehmerische Entscheidungen von DR Leben/Sach praktiziert; wesentliche Leitungsentscheidungen und arbeitsrechtliche Weisungen beispielsweise wurden von der Zustimmung des DR Kranken abhängig gemacht. Die BaFin ordnet nun an, dass diese Praxis mit sofortiger Wirkung ausser Kraft gesetzt wird. Es ist aufsichtsrechtlich nicht möglich, dass eine Geschäftsführung strategische Entscheidungen sowie Weisungen an ihre Mitarbeiter von der Zustimmung eines Dritten abhängig macht. Dritte sind dabei auch die jeweils zu einer anderen Unternehmensgruppe gehörenden Deutscher Ring-Unternehmen. Auch das Gesellschaftsrecht fordert, dass Aktiengesellschaften ausschliesslich und ungehindert von ihren Vorständen gelenkt werden.

Hingegen hat die BaFin nicht gefordert, dass die gemeinsam mit DR Kranken gehaltenen aber von DR Leben/Sach kontrollierten Beteiligungen der Deutscher Ring Beteiligungsholding (DR BHG), insbesondere die Mehrheitsbeteiligung an der OVB, aufgeteilt werden müssen. Zudem wurde zwischenzeitlich vom Oberlandesgericht Hamburg rechtskräftig festgestellt, dass die DR BHG und alle über diese Holding gehaltenen Beteiligungen ohnehin unter der Führung von DR Leben/Sach stehen. Die BaFin behält sich weitere Schritte je nach Entwicklung der Lage vor.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter http://www.baloise.com/deutschland

91dca41aea3eb8c6.bilanz_-_dwp_fotolia_com1.jpg

BKM : Mehr Bausparverträge, aber geringere Bausparsumme

(fw/kb) Neben den Bauspardarlehen konnte die BKM ihren Kunden ein Finanzierungsvolumen von 371,7 Millionen Euro zusagen. Zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 16 Prozent. Insgesamt verwaltet das Unternehmen 30.422 Konten und ein Gesamtanlagevolumen von 765 Millionen Euro.

Die Bausparkasse Mainz wurde 1930 gegründet und ist heute ein bundesweit tätiges Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern im Innen- und Außendienst.

www.bkm.de

7bb42e312ea7b938.fotolia_2926609_xs.jpg

Nordcapital startet Immobilienfonds „Niederlande 11“

(fw/kb) Der Fonds investiert in den Büroneubau "Facet" in Utrecht mit über 22.000 m² Fläche. Die Fondsimmobilie ist für jeweils zehn Jahre an den niederländischen Pharma-Handelskonzern Mediq und an die niederländische Tochter des Software-Unternehmens Oracle vermietet.

Das Investorenkapital soll 37,4 Millionen Euro betragen, das Fremdkapital 35 Millionen Euro. Die Mindestbeteiligungssumme beträgt 15.000 Euro zuzüglich 5 Prozent Agio. Geplant ist ein Gesamtmittelrückfluss von ca. 181 Prozent. Der Fonds soll knapp 11 Jahre laufen.

Seit 1992 hat Nordcapital nach eigenen Angaben ein Investitionsvolumen von 6,3 Milliarden Euro im Bereich der geschlossenen Fonds realisiert. Mit rund 77.000 Beteiligungen wurden bis Ende des Jahres 2009 2,7 Milliarden Euro Eigenkapital in 128 Nordcapital-Fonds investiert.

www.nordcapital.com

79a577e9aad6ad1e.fotolia_13717497_xs.jpg

Umfrage: Versicherungskunden werden preissensibler und wechselbereiter

(fw/kb) Rund drei Viertel aller Kunden sehen regelmäßige Beitragserhöhungen als Grund für einen Versicherungswechsel an. Ebenso viele würden eine bereits erfolgte Kündigung wieder zurückziehen, wenn ihre Versicherung ihnen einen günstigeren Tarif anbieten würde.

Weitere Studieninformationen: www.psychonomics.de/trade/productview/243/6/

YouGovPsychonomics ist ein international tätiges Institut für Marktforschung, Organisationsforschung und Beratung. Seit September 2007 ist YouGovPsychonomics Mitglied der internationalen YouGov Gruppe mit Sitz in London, die weltweit über 280 Mitarbeiter beschäftigt.

b2275780fb464bdf.taschenrechner.jpg

Neues Beratungsprotokoll kommt bei Privatanlegern gut an

(fw/mo) Das seit Jahresanfang vorgeschriebene Beratungsprotokoll bei Beratungsgesprächen in Banken stößt bei Privatanlegern auf Zustimmung. Rund drei Viertel halten die neue Vorschrift für sinnvoll. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Privatanlegern, die TNS Infratest im Auftrag der DZ BANK Anfang Februar durchgeführt hat. Danach hatte jeder zehnte Anleger bereits ein Beratungsgespräch mit Beratungsprotokoll geführt. Die Resonanz darauf fiel positiv aus. Der Kenntnisstand der Privatanleger über das Thema Beratungsdokumentation ist bereits wenige Wochen nach dem Start relativ hoch. Im Rahmen der Umfrage erklärte jeder dritte Anleger, sich sogar sehr gut mit dem Thema auszukennen. 45 Prozent sagten, sie hätten schon davon gehört, würden jedoch keine Details kennen. Lediglich ein knappes Viertel der Privatanleger gab dagegen an, bisher noch nicht von der Bestimmung gehört zu haben.

128 der befragten Anleger - oder 11 Prozent - sagten, sie hätten inzwischen ein Beratungsgespräch mit Protokoll durchgeführt. Über 75 Prozent zeigten sich mit dem Beratungsgespräch inklusive Protokoll zufrieden. Lediglich 4 Befragte gaben an, nicht zufrieden gewesen zu sein. Dies entspricht einem Anteil von lediglich 3 Prozent. Während im Vorfeld der Einführung in der Branche viel über die Sinnhaftigkeit der Protokollpflicht diskutiert worden war, ergeben die Antworten der Betroffenen in dieser Frage ein eindeutiges Bild. So beurteilen rund drei Viertel aller Befragten die neue Beratungsdokumentation als sinnvoll - jeder zweite ausdrücklich als sehr sinnvoll. Nur 13 Prozent stehen der neuen Regelung ablehnend gegenüber. Jedoch verringert sich die Zustimmungsquote leicht, sobald nur diejenigen Anleger betrachtet werden, die bereits ein protokollpflichtiges Beratungsgespräch geführt haben. In dieser Gruppe halten nur noch 67 Prozent die Einführung des Beratungsprotokolls für sinnvoll.

Auch der Aspekt der rechtlichen Grundlage spielt eine entscheidende Rolle. Viele Anleger versprechen sich davon auch eine höhere Transparenz. Die Erwartung, das Beratungsprotokoll habe einen positiven Einfluss auf die Qualität der Beratung insgesamt, teilt nur jeder zweite Anleger (56 Prozent). Auch dieser Zustimmungswert verringert sich, sobald nur die Anlegergruppe betrachtet wird, die ein solches Gespräch bereits geführt hat. In dieser Gruppe sind nur noch 46 Prozent der Meinung, die Protokollpflicht verbessere die Beratung. Auch die immer wieder diskutierte Frage, ob die Anleger durch das Protokoll in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt werden, sehen die Betroffenen selbst unkritisch. Nur 8 Prozent von ihnen bestätigten diese Auffassung, 89 Prozent sehen ihren Handlungsspielraum dagegen nicht beeinträchtigt.

Deutlich mehr kritische Stimmen gibt es bei den Antworten auf die Frage, ob die Kunden aufgrund des Beratungsprotokolls zu viele persönliche Informationen offen legen müssen. Diese Auffassung vertritt immerhin jeder dritte Anleger. Zwei Drittel halten die Menge an Informationen allerdings für angemessen. Die Zustimmungsquote ist zudem bei denjenigen größer, die bereits ein neues Beratungsgespräch mit Protokoll geführt haben. Hier erklärten immerhin 75 Prozent, dass das Maß an persönlichen Informationen angemessen sei. "Die Ergebnisse zeigen zweierlei: zum einen eine hohe Grundzufriedenheit der Kunden mit der Beratung im Wertpapiergeschäft, und zum anderen, dass die Protokollpflicht dem Bedürfnis der Kunden nach Transparenz entgegenkommt", sagt Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ BANK. Der genossenschaftliche FinanzVerbund setze das Beratungsprotokoll seit Jahresanfang im Sinne der Kunden erfolgreich ein. In Zukunft werde es wichtig sein, die richtige Balance zwischen Beratungsbürokratie und den berechtigten Anforderungen der Kunden und der Banken zu finden, so Schirmbeck. Die Befragung ergab ferner, dass rund zwei Drittel aller Befragten ihre Geldanlageentscheidung mit wesentlicher Unterstützung durch ihren Berater treffen. 16 Prozent der Anleger sagen, sie treffen ihre Geldanlageentscheidung völlig allein. Weitere 19 Prozent geben an, ihren Geldanlageberater in geringem Maße einzubeziehen.

Die Daten wurden in der Zeit vom 1. bis zum 6. Februar 2010 im Rahmen einer telefonischen Umfrage von TNS Infratest erhoben. Die Stichprobe von 1.131 ist repräsentativ für anlage-affine Personen in der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren.

75e8aa95d62219ce.umwelt1.jpg

Klimaschutz: Deutsche würden mehr Miete zahlen

(fw/mo) Für eine besser gedämmte Wohnung würden nach einer repräsentativen Umfrage von Immowelt.de 54 Prozent der Mieter in Deutschland mehr Miete zahlen. Damit sind heute mehr Mieter bereit, ihren finanziellen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten als noch vor zwei Jahren: Bei einer Umfrage von Immowelt.de im März 2008 hatten mehr als die Hälfte der befragten Mieter eine höhere Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung noch abgelehnt. 2010 nun scheint die Trendwende da - in der aktuellen Befragung sind es nur noch 46 Prozent, die für eine besser gedämmte Wohnung keinen Cent mehr Miete ausgeben würden.

Um wie viel die Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung angehoben werden dürfte, darüber bestehen allerdings unterschiedliche Ansichten. Das Gros (59 Prozent) der Befürworter plädiert für eine Nullrunde. Sie würden höchstens so viel Mieterhöhung tolerieren, wie sie Heizkosten einsparen. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) würde trotz höherer Miete sparen wollen. Sie gaben an, dass unter dem Strich die Einsparung bei den Heizkosten größer sein müsste als der Mehraufwand für die Miete. Nur 6 Prozent der Befürworter einer höheren Miete sind durch und durch grün: Sie gaben zu Protokoll, dass sie auch eine Mieterhöhung in Kauf nehmen würden, die über der Einsparung der Heizkosten liegt.

Für die Immowelt-Studie "Wohnen und Leben 2010" wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact 1.029 Personen befragt.

7b80e7f38bf80242.fotolia_1151529_xs.jpg

Studie: Kombinierte Bonus- und Provisionsregelungen als Trend

(fw/kb) Aktuell setzen rund ein Drittel der deutschen Unternehmen auf eine Kombination von formellem Bonus und provisionierter Bezüge im Rahmen ihrer variablen Vertriebsvergütung. Für 2010 streben die Unternehmen eine weitere Stärkung des variablen Anteils an.

Gegenstand der Studie ist die Effektivität und Effizienz von Vertriebsprozessen bei Vertriebsmanagern unterschiedlicher Branchen in Deutschland tätiger Unternehmen. Insgesamt nahmen 65 Unternehmen an der Studie teil.

Die Unternehmensberatung Towers Watson beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter in 34 Ländern.

www.towerswatson.com