Colliers: Investment zwischen Anleger und Produkten

Nach Angaben von Colliers International belief sich das Transaktionsvolumen deutscher Einzelhandelsimmobilien bis zur Jahresmitte 2016 auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Damit erhöht sich der Rückstand auf den Vorjahresvergleichswert binnen der letzten drei Monate von 56 Prozent auf 65 Prozent.

PATRIZIA erwirbt 177 Wohnungen in Kopenhagen

Die PATRIZIA Immobilien AG hat in Kopenhagen eine Wohnungsbauentwicklung in zentraler Lage übernommen. Auf der Teglholmen Halbinsel im Südhafen der dänischen Hauptstadt entstehen aktuell 177 Wohneinheiten mit einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern Fläche und 90 Stellplätzen.

16. Jahrestagung Portfoliomanagement

Rund 250 Teilnehmer von institutionellen Anlegern, Asset-Management-Gesellschaften, Banken und Consultants nutzen regelmäßig dieses Branchenhighlight als wichtige Netzwerk-Plattform und um neue Ideen und Anregungen zur Lösung der eigenen Fragestellungen zu gewinnen.

Erleben Sie unter anderem die folgenden Top-Referenten:
  • Clifford Asness, Ph.D. , AQR Capital Management
  • Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Wolfgang Franz, Universität Mannheim, ZEW & Vorstand des Rats der „Fünf Wirtschaftsweisen" (bis 28.2.13)
  • Prof. John M. Mulvey, Ph.D., Princeton University, DPT Capital Management
  • Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Bitte sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Teilnahmeticket!

Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie HIER
oder telefonisch unter 06196/65 15 330, Kerstin Straube

www.uhlenbruch.com
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Sand in die Augen streuen

Zum Jahresanfang ist das Pflegestärkungsgesetz 1 in Kraft getreten und hatte einige Leistungsverbesserungen in der häuslichen Pflege und für Demenzkranke gebracht. Zudem wurde ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet. Nun steht das Pflegestärkungsgesetz 2 ins Haus. Damit soll noch in dieser Wahlperiode der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Das Gesetz soll zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten, jedoch erst ab Januar 2017 wirksam werden. Diese Zeitspanne ist erforderlich, um beispielsweise ein neues Begutachtungsverfahren einzuführen. Zudem müssen die Gutachter in die Fortbildung. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen und Demenzkranken soll wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen.

Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine
neue Grundlage gestellt.

Statt der bisherigen drei Pflegestufen wird es künftig fünf Pflegegrade geben. In Pflegegrad 1 könnten laut Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe schon mittelfristig 500.000 Bundesbürger erstmals unterstützende Leistungen erhalten. Auch dieses Gesetz verteuert den gesetzlich vorgegebenen Versicherungsschutz weiter. Es kommen noch einmal 0,2 Prozentpunkte obendrauf. Laut Bundesministerium für Gesundheit steht damit unter dem Strich ein erfreuliches Ergebnis für die Deutschen: „Dadurch stehen 5 Mrd. Euro mehr pro Jahr für Verbesserungen der Pflegeleistungen zur Verfügung. 1,2 Mrd. Euro fließen in einen Pflegevorsorgefonds. Insgesamt können die Leistungen aus der Pflegeversicherung um 20 % erhöht werden.“ Tatsächlich gibt es einiges Erfreuliches über die bessere Berücksichtigung der Lebenssituation hinaus in diesem Gesetz. So zahlen die Pflegekassen betreuenden Angehörigen, die deswegen aus ihrem Beruf aussteigen, künftig dauerhaft die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung – und nicht nur wie bisher sechs Monate lang. Pflegt ein Familienangehöriger mindestens an zwei Tagen in der Woche insgesamt zehn Stunden lang, werden auch seine Beiträge zur Rentenversicherung übernommen. Zudem soll der Eigenanteil von Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen gedeckelt werden und nicht mehr mit zunehmender Pflegestufe steigen. Beim Pflegestärkungsgesetz 2 soll es jedoch nicht bleiben, Schon ist die Nummer 3 angedacht, hinter vorgehaltener Hand munkelt man in Berlin sogar schon von den Nummern 4 und 5. Robert Zimmerer, Geschäftsführer der IME Initiative MarktErfolg UG, hält noch anderes für notwendig: „Richtig mutig wäre es, dass der Gesetzgeber ein klares und offenes Bekenntnis für private Zusatzversorgung macht und diese gegebenenfalls auch in ähnlicher Weise wie in der Altersrente fördert. Und außerdem eine betriebliche Pflege-Vorsorge.“

Für den Vertrieb bedeutet das Pflegestärkungsgesetz
eine echte Herausforderung.

Zusammen mit den zu erwartenden Anpassungen rückt nämlich die Kundenoption auf einen Wechsel in einen neuen Tarif des Versicherers und damit die leistungsmäßige Gestaltung neuer Tarife in den Vordergrund. Klar ist, dass sich im Bestand für Kunden, die sich nicht von Bewährtem trennen wollen, nichts ändert. Wer allerdings wechseln will, stößt bei den Versicherern auf unterschiedlichen Service: Gibt es das Recht auf Umstellung vielleicht nur im Top-Tarif? Fällt mit der Umstellung eine erneute Gesundheitsprüfung an? Sieht das Optionsrecht überhaupt den Begriff „eingeschränkte Alltagskompetenz“ vor, wie ihn das neue Gesetz definiert? Und gilt dies für alle psychischen Erkrankungen und nicht nur für Demenz? Was ist mit denjenigen Kunden, die bereits Pflegeleistungen erhalten? ...

... eine Menge Fragen, mit denen sich Makler rechtzeitig
auseinandersetzen sollten.

Möglicherweise könnte sich aber auch noch eine ganz andere Frage eröffnen: Besteht nicht die Gefahr, dass der Vertrieb unter dem Pflegestärkungsgesetz 2 leiden wird, weil sich mit dessen Inkrafttreten 2017 noch mehr Menschen einzig auf die verpflichtende soziale Pflegeversicherung verlassen werden? Christoph Lampe, Abteilungsleiter Produktmanagement Komposit, Kranken und Pflege bei der Swiss Life Deutschland Vertriebsservice GmbH, sieht das anders: „Ich glaube, das Gegenteil wird der Fall sein. Das Thema wird in aller Munde sein. Es liegt an uns, auf die immer noch bestehenden deutlichen Lücken hinzuweisen.“ Auch Sybille Schneider, Sprecherin der ERGO Versicherungen, ist eher optimistisch: „Wir glauben nicht, dass die Menschen in diesem Maße allein auf die soziale Pflegeversicherung vertrauen. Drei Viertel der Menschen halten es für wichtig, neben der gesetzlichen Pflegeversicherung auch privat vorzusorgen. Das hat unsere DKV-Pflegestudie ergeben. Ich glaube nicht, dass sich dieses klare Meinungsbild durch das Pflegestärkungsgesetz 2 stark ändern wird.“ Ganz anders hingegen Dr. Stefan M. Knoll, Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG: „Das ist schon jetzt der Fall, und diese Zurückhaltung dürfte sich vorerst fortsetzen.“ Dabei streue die Politik mit der aktuellen Werbekampagne zum neuen Gesetz den Menschen wieder nur Sand in die Augen. Und rolle sich selbst den roten Teppich aus. Mit immer neuen Leistungsversprechen erwecke sie den Eindruck, sie habe alles im Griff und die Menschen brauchten selbst nichts mehr zu tun. Sie verschweige weiterhin, dass die gesetzliche Pflegeversicherung auch künftig immer nur eine „Teilkaskoversicherung“ sei. Und dass die Menschen im Pflegefall auf hohen Kosten sitzenblieben, wenn sie sich allein auf deren Leistungen verließen. Dr. Knoll: „Sie untergräbt mit ihren fahrlässigen Versprechen nur die wachsende Bereitschaft der Menschen, sich mit dem Thema Pflegebedürftigkeit auseinanderzusetzen und selbst dafür vorzusorgen.“ (hwt)

Heinrich Linz legt Aufsichtsratsmandat nieder

Linz, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der auf Honorarberatung spezialisierten quirin bank mit Sitz in Berlin, legt mit Wirkung zum 30. Juni 2016 sein Amt nieder. (fw/rm) Das Ausscheiden von Linz aus dem Aufsichtsrat der Berliner...