C-und D-Standorte profitieren von Aufschwung

In vielen Metropolregion klettern die Preise für Neubaueigentumswohnungen / Foto: © ra2 Studio - Fotolia.com

Eine Studie von Catella zeigt, dass Büroimmobilien außerhalb in den C- und D-Standorten zunehmend an Attraktivität gewinnen. In den A-Standorten sinken die Renditen hingegen auf einen historischen Tiefstand.

Catella hat 76 Büromärkte der Standortkategorien A bis D analysiert. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass in den vergangenen Monaten die Mieten am stärksten in den 13 B-Standorten angestiegen sind, nämlich um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. In den sieben A-Standorten betrug der Anstieg 4,4 %. In den 26 D-Standorten stieg die durchschnittliche Spitzenmiete von 9,98 €/m² auf 10,25 € und damit erstmals über die 10-Euro-Marke, was beweist, dass die aktuell gesunde wirtschaftliche Situation bis tief in die Regionen hinein strahlt. Während in Frankfurt mit 39 €/m² der höchste Mietpreis gezahlt werden muss, liegt Salzgitter am anderen Ende der Skala mit 7 €/m².

Die durchschnittliche Spitzenrendite in den 7 A-Standorten lag im Jahr mit 3,67 % 53 Basispunkte unterhalb des Vorjahresergebnisses und unterschritt damit erstmals die 4%-Schwelle. Die sehr hohe Investorenneigung auf die A-Standorte wird daran deutlich, dass der durchschnittliche Rendite Abstand zwischen A- und B-Standorten im vergangenen Jahr noch größer wurde und nun bei 179 Basispunkten liegt. Hier zeigt sich auch, dass Investoren mit einem ausgewogenen Risiko-Rendite Verständnis vorgehen und vor allem auf nachhaltigen Cash flow bei Investitionen setzen. München liegt mit einer Spitzenrendite von 3,3% deutlich hinter den Spitzenreitern Solingen (8,5 %) und Wilhelmshaven (8,1%).

Bei der streng geographischen Analyse der Unterschiede zwischen den Standortkategorien A bis D wird deutlich, dass die Abstände in den durchschnittlichen Renditen zwischen 3,67 % (A) und 7,02 % (D) nahezu dem linearen Verlauf des Rendite-Risiko-Profils 2017 entsprechen.

Trotz attraktiver Renditenkennziffern und etlicher Marktsondierungen lässt sich an den C- und D-Standorten keine überdurchschnittliche Investmenttätigkeit feststellen. Dennoch erwartet Catella hier in den kommenden Monaten wesentlich mehr Transaktionen als noch im letzten Berichtszeitraum. Dem ansteigenden Exitwillen der Eigentümer steht hier eine Renditeattraktivität für Investoren gegenüber. (ahu)

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