BVK und AVV fordern zukunftsfähigen Exklusivvertrieb

Foto: © Coloures-Pic - stock.adobe.com

Heute fand das jährliche Spitzentreffen des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und der Vorstände des Arbeitskreises Vertretervereinigungen der Deutschen Assekuranz (AVV) statt. Dabei wurde die Bonner Erklärung „Gestärkt aus der Krise – Die Exklusivvermittler zukunftsfähig machen“ verabschiedet.

In der Erklärung fordert die Vermittlerschaft von den politischen Entscheidungsträgern, dass die schwierige Situation der Vermittler in der Corona-Krise angemessen berücksichtigt wird. Zudem sollen die Soforthilfen an die im nächsten Jahr zu erwartenden Liquiditätsengpässe der Vertreter angepasst werden. Hingegen sollten weitere Regulierungen wie bspw. die Deckelung von Provisionen bei Lebensversicherungen und die Übertragung der Aufsicht auf die Finanzanlagenvermittler auf die BaFin ad acta gelegt werden. Vielmehr sei es an der Zeit, bestehende Gesetze und Verordnungen zu evaluieren und den Mittelstand zu entlasten.

Zudem fordern die Vertretervorstände angesichts der großen sozialpolitischen Bedeutung der Vermittlerbranche für die Absicherung der Bevölkerung Politik und Versicherungsunternehmen dazu auf, die Versicherungskaufleute bei der Reform der Riester-Rente miteinzubeziehen. Sie appellieren auch an alle Parteien, Vermittlerthemen bereits in den Wahlprogrammen für die kommende Bundestagswahl positiv zu berücksichtigen und Vorschläge für die Entbürokratisierung und Entlastung des Mittelstandes zu erarbeiten.

Auch an die Versicherungsunternehmen wurden auf dem Spitzentreffen Forderungen gestellt. So sollten die Gesellschaften bei der digitalen Transformation der Branche die Interessen der Vermittler angemessen berücksichtigen. Deshalb rufen die Exklusivvermittler die Versicherer dazu auf, den digitalen Datenaustausch vertriebsunterstützend auszubauen. (ahu)