Bundespräsident auf Abruf?

944550c46a34acaa.fotolia_12818684_subscription_xl_fertig.jpg
© Max - Fotolia.com

Bundespräsident Christian Wulff sieht sich weiter in Erklärungsnöten. Seilschaften rund um befreundete Großunternehmer, gewährte Kredite und seine Connection zu Carsten Maschmeyer kommen wieder aufs Tableau.

(fw/ah) Für den Außenstehenden gleicht es einer Hinhaltetaktik, fein säuberlich abgestimmt mit seinem Rechtsbeistand. Die Fakten: Der Unternehmer Egon Geerkens sei an den Verhandlungen rund um den umstrittenen 500.000-Euro-Kredit an den damaligen niedersächsischen Ministerpräsident beteiligt gewesen, gab Wulffs Rechtsanwalt Gernot Lehr auf Nachfrage zu. Der Bundespräsident hatte bis dato erklärt, dass Frau Geerkens die Kreditgeberin war.

Neben diesem Ärger holt Wulff abermals eine Geschichte aus der jüngsten Vergangenheit ein. Derzeit macht ihm die Beziehung zu Carsten Maschmeyer wiederholt Ärger. Der Unternehmer hat nun eingeräumt, die Werbung für ein Buch von Wulff finanziert zu haben – ausgerechnet mitten im damaligen Landtagswahlkampf. Am vergangenen Wochenende hattet der Bundespräsident zudem eine Liste von Urlaubstripps bei vermögenden Freunden veröffentlicht. Wir sind gespannt, wie die “unendliche Geschichte” weitergeht – dem Ansehen seines Amts als Bundespräsident hat er geschadet.