Büroimmobilien gewinnen an Gewicht – aber nicht in A-Städten

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Auf den Büromärkten der sieben deutschen A-Städte ist der Flächenumsatz leicht rückläufig. Dennoch sind die Leerstände dramatisch gefallen und die Spitzenmieten erreichen immer neue Höhen. Der Anteil der A-Städte am gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt nimmt weiter zu. Das sind die wesentlichen Erkenntnise der Halbjahreszahlen, die Catella nun vorgelegt hat.

In den Top 7 Standorten wurden im ersten Halbjahr 2018 ca. 1,72 Mio. m² Bürofläche umgesetzt, 6,1 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Catella rechnet, dass sich der Umsatz im zweiten Halbjahr auf ähnlichem Niveau bewegen wird und am Jahresende bei ca. 3,55 Mio. Euro liegen wird. Zwischen den einzelnen A-Städten entwickelte sich der Flächenumsatz sehr unterschiedlich. Während er in Berlin (429.133 m²), Hamburg (257.450 m²) und Stuttgart (119.567 m²) höher lag als im Vorjahreszeitraum, war er in München (373.060 m²), Frankfurt (238.117 m²), Düsseldorf (hierzu werden noch Dortmund, Essen und Duisburg gezählt; 182.167 m²) und Köln (125.840 m²) unterhalb des Vorjahresniveaus.

Weniger Bürofläche steht leer

Der Leerstand ging um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr auf 4,23 % zurück. Der Rückgang des Leerstandes war in allen sieben A-Städten zu beobachten. Am wenigsten Bürofläche steht in Berlin leer, wo nur 1,92 % kurzfristig verfügbar sind. Ebenfalls unter dem Durchschnitt liegen Stuttgart (2,2 %), München (2,43 %) und Köln (3,28 %). Hauchdünn über dem Durchschnitt liegt Hamburg, wo 4,37 % der Bürofläche derzeit ungenutzt ist. Deutlich höher ist der Leerstand in Düsseldorf (7,52 %) und Frankfurt (7,92 %) Catella geht davon aus, dass der Leerstand weiter sinken wird und Ende des Jahres im bundesweiten Durchschnitt die 4 %-Marke unterschreiten wird.

Die 4 %-Marke geknackt, wurde in einer anderen Kategorie: So liegen die Spitzenmieten mit durchschnittlich 30,04 Euro/m² 4,1 % über dem Vorjahresniveau. In den vier Städten mit den höchsten Spitzenmieten, Frankfurt (40,60 Euro/m²), München (37 Euro/m²) Berlin (33,20 Euro/m²) und Düsseldorf (27 Euro/m²) sind die Spitzenmieten im Jahresvergleich weiter gestiegen. Das gleich gilt für Köln, wo mit 22 Euro/m² die niedrigste Spitzenmiete fällig wurde. Auf gleichem Niveau blieben die Spitzenmieten hingegen in Hamburg (26,50 Euro/m²) und Stuttgart (24 Euro/m²).

Auch bei der Spitzenmiete rechnet Catella mit einem weiteren Anstieg bis zum Jahresende und begründet dies mit der weiterhin guten konjunkturellen Verfassung und den gleichzeitig vorhandenen Knappheiten im Neubausegment.

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