Brexit-Auswirkungen auf ETF-Markt: Juli 2016

Auswirkungen auf europäische ETF-Mittelflüsse + globaler und europäischer ETF-Markt. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum vom 24. Juni bis zum 31. Juli 2016.

(fw/rm) Auf der Aktienseite haben US-Aktien mit Zuflüssen von 1.607,2 Mio. Euro die Rolle des Save Havens übernommen. Ebenfalls starke Zuflüsse konnten Emerging-Equity und Smart-Beta-ETFs verbuchen. Die größten Verluste mussten ETFs auf japanische und europäische Aktien hinnehmen. Eurozonen-ETFs waren auch – wenngleich in geringerem Ausmaß – von Rückgaben betroffen. Viele Investoren befinden sich offenbar hier in einem „wait and see“-Modus, da einige Indikatoren für die zweite Jahreshälfte positive Effekte für Eurozonen- und europäische Aktien erwarten lassen. Auffallend sind auf der Anleiheseite hohe Zuflüssen in Emerging-Markets (+2.012,2 Mio. Euro). Sowohl auf der Aktien- als auch der Bond-Seite zählen Schwellenländer-ETFs zu den großen Gewinnern seit dem Brexit-Votum. Es zeichnet sich ab, dass Anleger in Emerging Markets zunehmend strategisch und nicht mehr nur taktisch investieren. Während ETFs auf europäische und US-Bonds ebenfalls Zuflüsse verbuchten, haben Anleger ETFs auf mittelfristige Eurozonen-Staatsanleihen verkauft. Zur Reduktion der Marktvolatilität waren auch Smart-Beta-ETFs – hier vor allem die Strategien Minimum Volatility und Dividenden – sowie Multi-Faktor-ETFs besonders gefragt. Amundi_ETF-markt_juli2016www.amundietf.de