Bremst die Berliner Wohnungspolitik den Büroimmobilienmarkt?

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Berlins Wappentier ist zwar der Bär, jedoch verhält sich der Gewerbeimmobilienmarkt der Hauptstadt alles andere als bärig: Im vergangen Jahr ist das Transaktionsvolumen deutlich gestiegen. Ob das im laufenden Jahr so weiter geht, dürfte vor allem von der Politik abhängen. Das geht aus einer Untersuchung von Jones Lang LaSalle (JLL) hervor.

Im vergangenen Jahr wurden laut JLL auf dem Berliner Investmentmarkt Gewerbeimmobilien in Höhe von 15,8 Mrd. Euro gehandelt, was einen Anstieg um 46 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Weder in Berlin in irgendeiner anderen deutschen Stadt war jemals zuvor eine solche Steigerung auf dem Gewerbeinvestmentmarkt zu verzeichnen. „Grund für dieses Rekordergebnis ist ein wahres Feuerwerk an Großtransaktionen. 43 Verkäufe im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sind noch einmal 12 mehr als im Vorjahr und stellen allein zwei Drittel des Gesamtvolumens“, erklärt Hendrik Kadelbach, Senior Team Leader Office Investment JLL Berlin. In keiner anderen deutschen Stadt wurden so viele Großdeals abgeschlossen. Die Stadt mit den zweitmeisten Großtransaktionen war München mit 27 Stück.

„Berlin ist eine Reise wert“ heißt es gern. Für ausländische Investoren könnte es auch heißen „Berlin ist ein Investment wert“. So haben nicht-deutsche Anleger im vergangenen Jahr 7,3 Mrd. Euro in der Spreemetropole in Gewerbeimmobilien investiert. Somit entfallen 46 % des Investitionsvolumens in der Hauptstadt auf ausländische Investoren und damit mehr als der Schnitt der Big 7 von 38 % (wobei Berlin diesen Schnitt ja noch oben hebt). Das Interesse ausländischer Investoren an Berlin ist allerdings nicht neu, denn 49 % aller Verkäufer kamen ebenfalls von außerhalb Deutschlands.

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