Börsenzocker Homm in Freiheit

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Viele Mythen ranken sich um die Figur Florian Homm. Der Hedgefondsmanager hat, für viele überraschend, das Gefängnis im italienischen Pisa verlassen können. Sein genauer Aufenthaltsort ist unbekannt; er wird in Deutschland vermutet.

(fw/ah) Zu Beginn des neuen Jahrtausends gründete er den Hedgefonds Absolute Capital Management Holdings Ltd. (ACM) mit, der zeitweise drei Milliarden Euro Kundenvermögen verwaltete. Er beteiligte sich mit ACM am Reisekonzern TUI und dem Fußballklub Borussia Dortmund und sorgte für Aufsehen. Im Sommer 2007 geriet der ACM in Schieflage. Homm tauchte unter.

Im vergangenen Jahr hatte die Flucht ein Ende und er wurde in Italien verhaftet. Das geschah auf Antrag von US-Staatsanwälten, die dem einstigen „Star” vorwerfen, Investoren um 200 Millionen US-Dollar betrogen zu haben. Eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stand noch aus, ob ihn die Italiener an die USA ausliefern dürfen.

Homm, der an Multipler Sklerose erkrankt ist, ist nun auf freien Füßen. Die Begründung des Gerichts lautet, dass zwischenzeitlich die maximal zulässige Dauer einer Auslieferungshaft in Italien überschritten worden sei. Sollte er sich nun wieder in Deutschland aufhalten ist fraglich, ob die US-Justiz einen Auslieferungsantrag stellen wird und wenn ja, ob Deutschland diesem nachkommt.