Börsenrallye hat ein Ende

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Lange Zeit kannte der Deutsche Aktienindex DAX nur eine Richtung – die nach oben. Mittlerweile ist etwas die Luft raus. Der Leitindex ist zuletzt auf rund 9.500 Punkte gefallen, bedingt auch durch die geopolitischen Risiken in Russland und im Nahen Osten.

(fw/ah) Privatinvestoren in Deutschland sind trotz andauernden Aufschwungs an den Aktienmärkten noch immer zurückhaltend. Nur rund ein Drittel von ihnen rechnet auf Sicht von sechs Monaten mit einem steigenden DAX. Demgegenüber erwarten 35 % seitwärts laufende Notierungen und etwa ein Fünftel prognostiziert einen fallenden deutschen Leitindex. Dies ist ein Ergebnis des neuen DZ BANK Anlegerindikators, für den TNS Infratest über 1.000 Privatanleger in Deutschland befragt hat. Während die Zahl der Optimisten nahezu unverändert geblieben ist, sank der Anteil der Pessimisten von 24 auf 19 %.

Signifikant gewachsen ist dagegen die Gruppe derjenigen Anleger, die einen Seitwärtsmarkt erwarten: Sie machten nun fünf Prozentpunkte mehr aus als noch im November 2013 (30 %). „Die Mehrheit der Anleger traut dem Börsenboom nicht “, sagt Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ BANK. „Von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, könnte sich für die Anleger als klug erweisen. Denn auch unser Research erwartet den DAX zum Jahresende bei 10.200 Punkten und damit nur wenig oberhalb des aktuellen Niveaus.”

Die Vorsicht der Anleger schlägt sich auch in deren Risikowahrnehmung nieder. Mit zunehmenden Risiken an den Aktienmärkten rechnen auf Halbjahressicht 42 % der Befragten, während 44 % zumindest gleich bleibende Risiken erwarten. Fünf Prozent glauben, dass die Risiken abnehmen werden. Der Anteil derjenigen Anleger, die zunehmende Risiken prognostizieren, ist damit zwar so gering wie zuletzt vor drei Jahren.

www.dzbank.de