Börsen geraten aus zwei Gründen unter Druck

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers / Foto: © Merck Finck

Inmitten von wichtigen politischen Events und einer Flut an insgesamt weiter schwächeren Makrodaten kommen die Aktienmärkte unter Druck. „Die moderateren konjunkturellen Frühindikatoren sind ein Vorbote auch schwächerer Gewinntrends der Unternehmen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Dies gilt insbesondere für Europa, aber auch in den meisten anderen Regionen – zudem wirken die Bremsmanöver der Notenbanken auf alle Assetklassen.“ Die EZB werde bei ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag voraussichtlich „das Ende ihres Anleihekaufprogramms zum Jahreswechsel beschließen – und ihre Flexibilität unterstreichen“.

In der nächsten Woche stehen am Freitag die Einkaufsmanagerindizes im Fokus, die zuletzt für die Eurozone wie für Deutschland dreimal in Folge rückläufig waren. Auch für die USA und Japan werden diese Daten vom Londoner Markit-Institut veröffentlicht. Stimmungsseitig werden am Dienstag zudem die ZEW-Konjunkturerwartungen Aufschluss über das Sentiment der Ökonomen hinsichtlich Deutschlands und der Eurozone geben. Am Mittwoch folgt Eurolands Industrieproduktion im Oktober. Und in Großbritannien stehen neben der für Dienstag geplanten, jetzt wieder fraglichen Brexit-Abstimmung im Londoner Parlament, kommende Woche die Handelsbilanz, die Industrieproduktion und der Arbeitsmarktbericht – alle für Oktober – im Zentrum.

In den USA  kommen neben der Einkaufsmanagerstimmung am Montag ein Barometer zum Optimismus von kleineren Firmen sowie die Produzentenpreise, am Mittwoch der November-Inflationsbericht und am Freitag die Einzelhandelsumsätze sowie die Industrieproduktion ebenfalls für November. China vermeldet seine Inflationsdaten bereits diesen Sonntag und schiebt am Freitag seine Einzelhandels- und Industriezahlen für November nach. Schließlich veröffentlicht Japan am Montag sein finales Wirtschaftswachstum im dritten Quartal und am Freitag seine Industrieproduktion im Oktober.

Kolumne von Robert Greil,
Chefstratege Merck Finck Privatbankiers