Bezahl mit Google

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Vor knapp 20 Jahren als Suchmaschine gestartet, ist Google heute längst einer der größten Player des Internet-Economy und bietet zahlreiche weitere Dienstleistungen an. Eine ist nun auch in Deutschland verfügbar.

Ab heute können Nutzer im Google Pay Store Google Play herunterladen. Ziel von Google Pay ist es, das Einkaufen zu vereinfachen, indem Kredit- und Debitkarten innerhalb eines Google-Kontos verwaltet werden können. So kann bei zahlreichen Apps Google Pay als Zahlungsart ausgewählt werden. Ist der Nutzer bereits über Chrome eingeloggt, genügen wenige Klicks, um den Kauf auf Hunderten Webseiten komplett abzuschließen. Chrome und Google Pay tragen automatisch die Rechnungs-, Liefer- und Zahlungsdaten für den Nutzer ein.

Auch im stationären Einzelhandel können Nutzer mit Google Pay bezahlen. So kann eine Kredit- oder Debitkarte einer der Partnerbanken (Commerzbank, comdirect, N26 und boon sowie bald Landesbank Baden-Württemberg und Revolut) zur Google Pay-App hinzugefügt werden. Der Nutzer muss dann nur noch den Telefonbildschirm aufwecken und an das kontaktlose NFC-Terminal halten. Das Smartphone erkennt dann den Betrag und startet den Bezahlvorgang. Wenn der Nutzer einen Betrag von mehr als 25 Euro zahlen muss, ist als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eine Entsperrung des Telefons nötig. Kunden erkennen am NFC-Symbol, das im Kassenbereich angebracht ist, dass eine solche Bezahlung möglich ist.

Um es Partner zu erleichtern, Google Pay als Zahlungsmethode anzubieten, arbeitet Google mit vielen weiterführenden Zahlungsplattformen., -abwicklern und -technologieanbietern zusammen, bspw. ACI, Adyen, Braintree, Stripe und Worldplay.

Die App ist für alle Android-Betriebssysteme ab Android 5.0 erhältlich.

„Die Kunden von heute wollen Dinge schneller als je zuvor erledigen, ob sie nun Lebensmittel bestellen oder ein neues Paar Schuhe kaufen. Mit Google Pay vereinfachen wir das Bezahlen in Apps, auf Webseiten und im stationären Handel. Android-Nutzer in Deutschland können nun ganz einfach kontaktlos bezahlen. Wir freuen uns, gemeinsam mit namhaften Bank- und Handelspartnern die nächste Stufe des mobilen Bezahlens in Deutschland an den Start zu bringen“ so Philipp Justus, Vice President Central Europe, Google.

Sicherheit wird gewährleistet

Zu den Schlüsselelementen von Google Pay zählt Sicherheit. So werden die Daten einer hinterlegten Kreditkarte weder auf dem mobilen Gerät noch im System des Verkäufers gespeichert. Wenn Nutzer in Geschäften bezahlen, werden ihre Transaktionen mit einer virtuellen Kartennummer, einem sogenannten Token, durchgeführt, der gerätespezifisch ist. Der Token ist mit einem dynamischen Sicherheitscode verknüpft, der sich mit jeder Transaktion ändert. Auch wenn ein Telefon verloren geht oder gestohlen wird, können Nutzer einfach die „Mein Gerät finden“-Funktion verwenden, um ihr Gerät von überall zu sperren, mit einem neuen Passwort zu schützen oder all ihre persönlichen Daten zu löschen. Die Karte selbst muss nicht deaktiviert werden, da die Daten nicht auf dem Gerät gespeichert sind. (ahu)