Bestnote für jeden dritten Tarif

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Bald ist es wieder so weit: Mit dem 30. November rückt der Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherer immer näher. Eine aktuelle Untersuchung von Franke und Bornberg zeigt, dass versicherungswillige Versicherte aus einem qualitativ Angebot schöpfen können.  Das Spektrum der abgedeckten Schäden vergrößert sich.

In der heißen Phase des Kfz-Geschäfts werben Versicherer vor allem mit dem Preis um neue Kunden. Jedoch sollten Kunden bei der Wahl der richtigen Versicherung auch die Bedingungen beobachten, schließlich kann sich eine Police mit günstigem Preis schnell als teuer erweisen und zwar dann, wenn man einen Schaden erleidet und man für diesen aufgrund der Versicherungsbedingungen selbst aufkommen muss. Um Verbrauchern und Vermittlern Orientierung unter den zahlreichen Kfz-Tarifen zu geben, hat Franke und Bornberg 260 Kfz-Tarife und Tarifkombinationen von 79 Versicherern analysiert. Von diesen erhielt jeder dritte die Bestnote FFF, was eine deutlich Verbesserung zum Rating des Jahres 2016 darstellt,  als dies nur jeder achte Tarif schaffte. Kfz-Bedingungen haben ein bemerkenswert hohes Niveau erreicht“, konstatiert Christian Monke, Leiter Analyse bei Franke und Bornberg. „Auch preissensible Kunden haben Grund zur Freude. Gute Tarife müssen nicht teurer sein. Selbst kostengünstige Basisprodukte erreichen Bewertungen im FF-Bereich. Treue Bestandskunden profitieren allerdings nicht automatisch von dieser positiven Entwicklung. Nachfragen kann sich lohnen.“

Die Bewertungsrichtlinien sowie alle Einzelbewertungen stellt Franke und Bornberg im Internet unter www.franke-bornberg.de/ratings/ kostenlos bereit. Das Rating wird laufend aktualisiert.

Versicherer decken mehr Gefahren ab

„Trotz des Preiswettbewerbs kommt die Qualität von Kfz-Tarifen nicht unter die Räder“, berichtet Michael Franke. „Im Vergleich zum Vorjahr haben unsere Analysten bei Kfz-Tarifen noch einmal deutliche Fortschritte beobachtet. Leistungsmerkmale, die früher nur Spitzentarife ausgezeichnet haben, sind offensichtlich in der Mitte des Marktes angekommen.“ Als Beispiel hierfür nennt der Geschäftsführer von Franke und Bornberg die Bestimmungen beim „Zusammenstoß mit Tieren“. Während Versicherte früher nur nach einem Zusammenstoß mit Haarwild Leistungen aus der Kaskoversicherung erhielten, spiele heute die Tierart (fast) keine Rolle mehr. „Ob am Unfall ein Rehbock, Hase, Fasan oder Hausschwein beteiligt gewesen ist, entscheidet in den meisten Fällen nicht mehr über Leistungen aus der Teilkasko-Versicherung. Als Nachweis für besondere Tarifqualität hat die Tierklausel mittlerweile ausgedient“, so Franke.

Die Analysten beobachten auch im Bereich Kfz-Eigenschäden Fortschritte. So bieten mehrere Gesellschaft gegen Mehrbeitrag in ihren „Plus-Paketen“ an, Sachschäden zu übernehmen, die der Versicherte oder eine mitversicherte Person mit ihrem Fahrzeug anderen auf den Versicherungsnehmer zugelassenen Fahrzeugen verursacht. Jedoch schließen einige Anbieter Schäden auf dem eigenen Grundstück aus.  Zudem reagieren erste Versicherer auf Cyber-Gefahren, denen Fahrzeuge ebenfalls ausgesetzt sind und bieten Versicherungsschutz bei Hackerangriffen auf die Fahrzeugsoftware.  „Wir werden die Entwicklung im Auge behalten“, verspricht Christian Monke. Sollte das Angebot breiter werden, könnte Cyberschutz in künftige Ratings einfließen. (ahu)