Berlins Büromarkt erklimmt neue Höhen

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Das Jahr 2019 bedeutete für den Berliner Büroflächenmarkt ein neues Rekordjahr: Das gilt sowohl für die Leerstandsrate als auch für den Flächenumsatz, wo die Millionen-Marke nur knapp verpasst wurde. Auch die Bautätigkeit und die Mieten entwickeln sich dynamisch – und werden das wohl auch weiter tun. 

950.000 m² – so viele Bürofläche wurde im vergangenen Jahr in Berlin umgesetzt, 21 % mehr als im Vorjahr. Damit wurde der bisherige Rekordwert von 2017 um knapp 10.000 m² gesteigert Das geht aus der Erhebung des Research-Teams von Engel & Völkers Commercial Berlin hervor. Einen neuen Rekord erreichte auch die Leerstandsquote, die mit ca. 1,4 % um ca. einen halben Prozentpunkt gegenüber 2018 sank. Somit sind von den aktuell ca. 20,5 Mio. m² Bürofläche in der Hauptstadt nur 287.000 m² kurzfristig verfügbar. Mit dem weiter zurückgehenden Leerstand und der steigenden Nachfrage setzt sich auch die Preisentwicklung fort. So ermittelte Engel & Völkers eine Spitzenmiete von 38,80 Euro/m², ca. 12 % mehr als im Vorjahr. Gut doppelt so stark stiegen die Durchschnittsmieten, die mit 26 Euro/m² um 23,8 % über dem Vorjahreswert lagen.

Hohe Baudynamik hält an

Angebot und Nachfrage bestimmen bekanntlich den Preis. Zugleich hat der Preis aber auch Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage: Ein hoher Preis für ein Gut sorgt dafür, dass der Markt für mehr Anbieter attraktiv wird. Dieser Effekt lässt sich auch auf dem Berliner Büroimmobilienmarkt beobachten: So hat entstanden hier im vergangenen Jahr 445.000 m² Bürofläche neu – doppelt so viel wie im Vorjahr, als bereits 70 % mehr entstanden als 2017. Das Ende der Fahnenstange dürfte noch nicht erreicht sein, denn alleine in diesem Jahr ist die Fertigstellung von ca. 680.000 m² geplant. „Auch wenn wir in diesem Jahr erneut von einem enormen Anstieg der realisierten Projekte ausgehen, ist der Büroflächenbedarf damit sicherlich nicht gedeckt. Zumal rund 65 % dieser neuen Flächen bereits vorvermietet sind“, gibt Aissatou Frisch-Baldé, Leitung Bürofläche bei Engel & Völkers Commercial Berlin, zu bedenken. „Wir rechnen damit, dass der Flächenumsatz insbesondere in den flughafennahen Lagen wie Schönefeld und Adlershof noch einmal signifikant anziehen wird, wenn der neue Berliner Flughafen BER wie angekündigt im Oktober 2020 eröffnet“, so die Immobilienexpertin weiter. (ahu)