Berenberg mit Gewinnsprung

Dr. Hans-Walter Peters (li.) und Hendrik Riehmer (re.), persönlich haftende Gesellschafter von Berenberg / Foto: © Berenberg

Die altwürdige Berenberg Privatbank hat im abgelaufenen Jahr einen Jahresüberschuss von 60,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio.) erzielt. Eine deutliche Steigerung zum Jahresergebnis 2018. Sparmaßnahmen wurden insbesondere bei der Reduzierung der Mitarbeiteranzahl erzielt.

„Der Provisionsüberschuss erreicht ein neues Rekordniveau, und der gegenüber dem Vorjahr rückläufige Verwaltungsaufwand zeigt, dass unsere 2018 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz den gewünschten Erfolg zeigen“, so Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. „Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in die Stärkung unseres Geschäftsmodells investiert“, erklärt Hendrik Riehmer, persönlich haftender Gesellschafter. „Wir wollen unser Geschäft weiter ausbauen. Die Struktur der Investmentbank steht, unser Corporate Banking hat sehr erfolgreich den Wandel vom Kreditbereich hin zu einer Beratungseinheit und zum Private-Debt-Anbieter vollzogen, und nun werden wir ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau und das Wachstum unserer qualitativ erstklassigen Wealth- und Asset-Management-Einheiten legen.“

Berenberg hat sich in den letzten Jahren von Aktivitäten getrennt, die nicht zu den Kernfunktionen der Bank zählen – wie die Schweizer Bankentochter oder die Betreuung unabhängiger Vermögensverwalter; auch das Fixed-Income-Geschäft hat Berenberg deutlich reduziert, weil es unter der neuen Regulierungsverordnung MiFID II nicht mehr wirtschaftlich darstellbar war. „Wir haben also Komplexität aus unserem Geschäftsmodell genommen, was uns die Möglichkeit bietet, unsere Managementressourcen voll auf die vier Kerngeschäftsfelder zu richten, die wir allesamt weiter ausbauen wollen“, so Peters. Ende 2018 hatte Berenberg seine Mitarbeiterzahl den sich verändernden Marktbedingungen angepasst. Daraus resultiert eine von 1.640 auf 1.482 reduzierte Mitarbeiterzahl in der Gruppe. „Insbesondere in den Kundenbereichen werden wir die Mitarbeiterzahl wieder erhöhen“, so Riehmer.

Die Eigenkapitalrendite verdreifachte sich auf 28,6 % (9,8 %). Auch das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich von 88,9 % auf nunmehr 79,9 %. Das Verhältnis laufender Zinsüberschuss zu Provisionsüberschuss lag unverändert bei 15:85 und unterstreicht die hohe Bedeutung des Provisionsgeschäftes für das Geschäftsmodell der Bank. (ah)