Beim Büro wird immer mehr geteilt

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Laptop und Co. sei Dank: Arbeitnehmer sind längst nicht mehr an einen Büroarbeitsplatz gebunden. Damit bieten sich vor allem für Anbieter von Coworking-Spaces große Chancen – eine Klasse, die zunehmen von Kapitalanlegern entdeckt wird.

Der neue Market Tracker “FLEXIBLE WORKSPACE – NEUES BÜROFLÄCHENANGEBOT ZWISCHEN HYPE UND DISRUPTION“ von Catella Research zeigt, flexible Arbeitsplätze das disruptive Potenzial haben, die europäischen Büromärkte nachhaltig zu verändern. Ein dynamisch wachsender Teil davon bildet die sog. GIG Economy (aus dem Englischen: Gig für Auftritt), ein Teil der modernen Leistungserstellung als Teil des Arbeitsmarktes, bei dem kleine Aufträge kurzfristig an unabhängige Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte vergeben werden. Jedoch wird der Trend zum Co-Working auch zunehmend von Unternehmen befördert, die vermehrt im Austausch mit innovativen Startups stehen und einzelne Abteilungen zunehmend in flexible Workspaces auslagern. Die meisten Co-Working-Spaces befinden sich in den zentralen Geschäftsvierteln, mit einem räumlichen Drang in bzw. aus sogenannten Szenevierteln. Die Anbieter finden dabei sowohl Neubau- als auch Bestandsflächen.

Der geografische Schwerpunkt liegt derzeit auf Europa, wo sich ca. 20 % der weltweit ca. 14.500 Flexible Workspaces befinden. Zudem kam es in Europa in den letzten Jahren zu einer starken Flächenexpansion im Bereich flexibler Arbeitsformen. Trotzdem spielt der Bereich Co-Working im Gesamtmarkt für Büroflächen in Europa weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. So machen die ca. 2,1 Mio. m² Flexible-Workspace-Fläche in der EU nicht einmal ein 1 % der gesamten Büromarktfläche von ca. 275 Mio. m² aus. Catella geht aber davon aus, dass, getrieben durch eine steigende Investorennachfrage, es zu einer weiteren starken Zunahme an Flexible-Workspace-Centern und deren Ausbau in Europa kommen werde. Als minimale Flächengröße – Basis der betriebswirtschaftlich relevanten Bewirtschaftung, sieht Catella ca. 2.000 m². Das Gros der Expansion werde dabei von den großen international agierenden Konzernen bestritten. Objektspezifisch liege der Fokus klar auf einem Hybridmodell aus privaten Büros und Co-Working Spaces. (ahu)

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