Beamtenbestechung im Wirecard-Skandal?

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Der Skandal um den insolventen Zahlungdienstleister Wirecard könnte um eine weitere Komponente reicher werden: Jan Marsalek soll Beamte des österreichischen Verfassungsschutzes bestochen haben – und auch Hilfe bei der Flucht erhalten haben.

Ist der Wirecard-Skandal mehr als „nur“ ein Fall von Bilanzfälschung, sondern auch ein politischer Skandal? Diesen Verdacht lässt nun ein Bericht von tagesschau.de zu. Demnach stehen mehrere Mitarbeiter des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) im Verdacht, nebenberuflich für Wirecard die Hintergründe und damit die Zahlungsfähigkeit möglicher Kunden recherchiert und diese Informationen an den Zahlungsdienstleister übermittelt zu haben. Konkret geht es dabei angeblich um die Zahlungsfähigkeit von Anbietern von Pornowebseiten.  Angestiftet worden seien die Beamten von Jan Marsalek, der diesen für diese „pflichtwidrige Vornahme von Amtsgeschäften Vorteile gewährt haben“ soll. Zudem soll ein ehemaliger Abteilungsleiter des BVT gemeinsam mit dem ehemaligen FPÖ-Abgeordneten Thomas Schellenbacher Marsalek das Flugzeug zur Verfügung gestellt haben, mit dem dieser im Sommer nach Weißrussland floh. (ahu)